Auswirkungen der Novelle des DĂŒngerechts auf die Vermarktung von Kompost- und GĂ€rprodukten
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (1/2015)
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2012 in Deutschland aus 1.882 Bioabfallbehandlungsanlagen insgesamt 3.880.000 t Kompost- und 3.614.000 t GĂ€rprodukte abgesetzt. Bei der Vermarktung der aus BioabfĂ€llen hergestellten organischen DĂŒnger stellt die Landwirtschaft den mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt dar. 74 % der gesamten Kompost- und nahezu 100 % der GĂ€rprodukte wurden zu landwirtschaftlichen DĂŒngungszwecken eingesetzt.

Aufbau eines bodenhydrologischen Messnetzes in der sibirischen Kulundasteppe
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2014)
In der sĂŒdsibirischen Kulundasteppe wird unter zentralkontinentalen Klimabedingungen mit geringen und hoch variablen NiederschlĂ€gen intensiver Weizenanbau betrieben. Die bisher genutzte Bearbeitungstechnik fĂŒhrte zu schweren ErosionsschĂ€den und ErnterĂŒckgang. Das Kulunda-Projekt verfolgt das Ziel, den Ackerbau in dieser trockenen Region zu erhalten, nachhaltig zu gestalten und Kohlenstoff im Boden zu sequestrieren. Der Beitrag fokussiert auf die Installation eines bodenhydrologischen Messnetzes und die Vorstellung erster Ergebnisse als Voraussetzung zur Etablierung von boden- und umweltschonenden Bewirtschaftungsverfahren.

Biokohlenstrategien als Maßnahmen zum Klimaschutz
© ANS e.V. HAWK (10/2014)
Biokohle wird von öffentlichen und privaten Interessensgruppen als innovative Schnittstelle im Stoffstrom-Management mit Wertschöpfungs- Potenzialen in den Bereichen Klimaschutz, Energie, Landwirtschaft, Bodenverbesserung und Abfallwirtschaft propagiert. FĂŒr eine umfassende AbschĂ€tzung und Bewertung einer „Biokohlenstrategie“ im Klimaschutz, das heißt der C-Sequestrierung mittels Carbonisierung (Pyrolyse, HTC) von Biomasse, sind verschiedene Faktoren zu betrachten: Bereitstellungs- und AufnahmekapazitĂ€ten fĂŒr Biokohle, Energie- und Kohlenstoff-Bilanz, StabilitĂ€t der Produkte, Auswirkungen auf Bodenfunktionen und Ertragseffekte sowie nicht zuletzt wirtschaftliche Gesichtspunkte. Die wesentlichen Aspekte werden im Folgenden angesprochen.

Optimierung des N-Kreislaufs durch Biochar in der Landwirtschaft: Neueste Forschungsergebnisse
© ANS e.V. HAWK (10/2014)
Pyrogene Pflanzenkohle (engl. Biochar) gilt als sehr zersetzungsstabil. Bringt man Pflanzenkohle in Böden ein, wird daher der AtmosphĂ€re netto der Kohlenstoff entzogen, der zuvor durch Photosynthese in Biomasse fixiert und dann durch Pyrolyse stabilisiert wurde. Die vergangenen 5 bis 7 Forschungsjahre im gemĂ€ĂŸigten Klima zeigten wenig ĂŒberraschend, dass reine, unbehandelte Pflanzenkohle nicht jeden Boden in wenigen Jahren in eine fruchtbare Schwarzerde transformiert. Daher fehlt oft der ökonomische Anreiz Pflanzenkohle einzusetzen. Das viel bemĂŒhte „Fallbeispiel“ Amazonas-Schwarzerde (ADE oder Terra preta) legt bereits nahe, Pflanzenkohle nicht „pur“ zu verwenden, sondern sie mit nĂ€hrstoffreichen organischen Materialien in Kontakt zu bringen. Aber funktioniert eine solche „Beladung“ der Kohle mit NĂ€hrstoffen ĂŒberhaupt? In diesem Beitrag werden zunĂ€chst die Wurzeln und Probleme des noch jungen Forschungsgebiets „Pflanzenkohle“ erlĂ€utert. Im Anschluss werden eigene SchlĂŒssel-Ergebnisse vorgestellt, die eine spannende Basis fĂŒr weitere Entwicklungen liefern.

NÀhrstoffberatung zum Schutz der OberflÀchengewÀsser in Niedersachsen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2014)
Seit 2010 bietet das Land Niedersachsen eine Grundwasserschutzberatung fĂŒr landwirtschaftliche Betriebe an. Die Beratung ist eine der Maßnahmen, um den guten chemischen Zustand in Bezug auf Nitrat zu erreichen. Im Jahr 2014 wurde dieses Angebot um eine OberflĂ€chengewĂ€sserberatung in drei Pilot-Beratungsgebieten erweitert. Die unterschiedlichen Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie an den Grundwasser- und FließgewĂ€sserschutz im Hinblick auf NĂ€hrstoffe, den Erfahrungen im Grundwasserschutz sowie der Ausgangslage in der Beratung fĂŒr OberflĂ€chengewĂ€sser werden vorgestellt.

Der Einsatz von Kompost lohnt sich
© BundesgĂŒtegemeinschaft Kompost e.V. (8/2014)
FĂŒr die Bodenfruchtbarkeit ist es unverzichtbar, einen ausreichend hohen Gehalt an organischer Substanz als Grundlage zu haben. Dabei liegt es in der Verantwortung des FlĂ€chenbewirtschafters, den Boden durch eine gezielte Humuswirtschaft in einem guten Zustand zu erhalten. Die Vorteile und positiven Effekte des Einsatzes von Kompost hat Holger Fechner von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zusammengefasst.

Pflanzenkohle-Wirkung auf die Stickstoff- und Phosphatauswaschung in den sandigen Böden des Norddeutschen Tieflands (Wendland Region)
© ANS e.V. HAWK (10/2013)
Klimawandel und Bevölkerungswachstum fĂŒhren zu stetig steigendem Druck auf natĂŒrliche Ressourcen wie z.B. Boden-, PflanzennĂ€hrstoffe und Biomasse. Daher werden kĂŒnftig dringend Konzepte zur nachhaltigen integrierten Ressourcennutzung benötigt. Das BMBF Forschungsprojekt "ClimaCarbo" hat es sich zum Ziel gesetzt, bisher wenig effizient genutzte regionale Reststoffe in der Wendlandregion (BiogasgĂ€rreste, Trester, Mist etc.) stofflich in den landwirtschaftlichen Kreislauf zu integrieren und zu veredeln. HierfĂŒr werden zum einen in der Forstwirtschaft anfallende Holzreste mittels PYREG-Karbonisierung zu Pflanzenkohle veredelt.

Biochar meets compost - Ergebnisse unterschiedlicher Einsatzbereiche
© ANS e.V. HAWK (10/2013)
Das neue Jahrtausend stellt auch an unsere Böden mannigfaltige AnsprĂŒche – sowohl im Hinblick auf eine hohe ProduktivitĂ€t als auch die Erhaltung, möglicherweise sogar Verbesserung, der natĂŒrlichen Bodenfunktionen. Der organischen Bodensubstanz kommt dabei eine zentrale Rolle zu – sowohl fĂŒr den NĂ€hrstoffhaushalt als auch den Wasserhaushalt der Böden, aber auch das Bodenleben. DarĂŒber hinaus können Böden große Mengen von Kohlenstoff speichern und damit der AtmosphĂ€re entziehen.

Potenzial von Biocharkompost zur Entwicklung nachhaltiger Agrarsysteme in Ghana
© ANS e.V. HAWK (10/2013)
Fruchtbare Böden sind eine wichtige Voraussetzung fĂŒr eine gesicherte Nahrungsmittelproduktion. Um die Ressource Boden nachhaltig zu bewirtschaften und die ErnĂ€hrungsgrundlage zu sichern, ist es vor allem in Afrika notwendig, die Bodenfruchtbarkeit zu steigern und die BodenqualitĂ€t zu verbessern. Sowohl die Anwendung von organischen Bodenverbesserungsmitteln, wie z.B. Biocharkompost, als auch nachhaltige Anbaumethoden sowie vielfĂ€ltige Fruchtfolgen sind Bestandteil eines nachhaltigen Boden. Das Potenzial von Biocharkompost im Hinblick auf eine Ertragssteigerung und ein verbessertes Pflanzenwachstum wird im Rahmen des Biocharkompost-Projekts in der nördlichen Region von Ghana in der Umgebung Tamale mittels Freilandversuchen untersucht.

Wechselwirkung von Kompost und Pflanzenkohle: Möglichkeiten und Grenzen von Terra Preta-Àhnlichen Produkten
© ANS e.V. HAWK (10/2013)
Pyrogene Pflanzenkohle (engl. Biochar) gilt als sehr zersetzungsstabil. Bringt man Pflanzenkohle daher in Böden ein, wird der AtmosphĂ€re netto die Menge an Kohlenstoff entzogen, die in der Kohle gebunden ist und zuvor durch Photosynthese in die Biomasse aufgenommen wurde. Die Idee zur Nutzung von Pflanzenkohle in Böden stammt aus der Erforschung der fruchtbaren Amazonas-Schwarzerden (Terra Preta), worin ein zentraler Bestandteil Pflanzenkohle ist. Die enthaltene Kohle darin war lange Zeit intensiv in Kontakt mit organischer Substanz, Pflanzenwurzeln, Mineralien, Huminstoffen und Mikroorganismen, sodass sich organo-mineralische Komplexe gebildet haben. Die ersten EuropĂ€er, spanische Eroberer, suchten die mythische "goldene Stadt", El Dorado. In Zeiten massiver Verluste fruchtbarer Böden weltweit, des voranschreitenden Klimawandels und zunehmender Witterungsextreme sind diese Schwarzerden der eigentliche Schatz. Ein VermĂ€chtnis, erhalten durch die Jahrhunderte, das Ermutigung, RĂ€tsel und Auftrag zugleich ist: Nachhaltig fruchtbare Böden und Agrikultur sind möglich – suche und erkenne, wie!

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