Wege zu verursachergerechten und nachhaltigen Gebührensystemen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2015)
Obwohl die Abfallgebühren nur einen vergleichsweise geringen Anteil an der Gesamtkostenbelastung eines Haushalts bilden, ist deren politische und gesellschaftliche Bedeutung enorm hoch. In der Diskussion über Abfallgebühren wird zunehmend erkannt, dass der Wandel in der Abfallwirtschaft weg von der Abfallbeseitigung und hin zur Kreislaufwirtschaft auch eine Aufgabe der Gebührengestaltung ist. Die klassische Einheitsgebühr gerät vor diesem Hintergrund zunehmend in die Kritik, da sie keine Anreize zur Abfallvermeidung oder besseren Abfalltrennung setzt. Damit einhergeht die Forderung nach mehr Verursachergerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Doch wie findet man ein „passendes“ neues Abfallgebührensystem. Hierzu hat sich in der Beratungspraxis eine qualitative und quantitative Wirkungsprognose als hilfreiche Methode erwiesen.

Erweiterte Bewertung der Bioabfallsammlung
© ITAD Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen Deutschland e.V. (3/2014)
Die Abfallwirtschaft Deutschlands, maßgeblich entwickelt in den letzten 30 Jahren, ist eine der besten der Welt. Wir befinden uns im letzten Sektor der noch möglichen Optimierungen. Im Bereich der letzten Annäherung an ein Optimum steigen die spezifischen Kosten einer noch erzielbaren Verbesserung grundsätzlich erheblich an. Zudem wird - gegenüber den zeitlich vorausgegangenen eindeutigen Umweltverbesserungen - teilweise unklar, ob summarisch noch eine Umweltentlastung erzielt wird: Ökologische Vor- und Nachteile beginnen untereinander zu konkurrieren.

Die Rolle der Entsorgungswirtschaft bei der Energieversorgung
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH (1/2014)
Die moderne BSR definiert sich als Ressourcen- und Stoffstrommanager. Indem wir aus Abfällen Wertstoffe zurückgewinnen und Wärme und Strom erzeugen, tragen wir aktiv zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz bei. Die Energiestrategie der BSR ist die Leitlinie für die Entwicklung unserer Energiepolitik bis zum Jahre 2020. Analog zur Unternehmensstrategie orientiert sie sich an den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit, unserer hohen Verantwortung für die Umwelt, der Einhaltung hoher Qualitätsstandards und der sozialen Verantwortung innerhalb des Unternehmens und für das Land Berlin.

Kostenstrukturen der Abfallwirtschaft – Ergebnisse aus dem Benchmarking von über 50 öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (3/2013)
Für die seit den letzten vier Jahren an diesem regelmäßigen Kosten-Leistungsvergleich in ForumZ mitwirkenden Kommunen ist der Mittelwert der Ergebnisse zum „Ungedeckten Finanzbedarf“– das sind alle Kosten abzüglich aller direkten und indirekten Einnahmen – immer wieder das Herzstück der Untersuchung. Auch wenn er sich – bezogen auf ein weitgehend identisches, auch in den Vorjahren mitwirkendes Teilnehmerfeld – mit den aktuellen Werten aus 2011 von knapp unter 60 Euro pro Einwohner und Jahr nur wenig verändert zeigt. Ein erster Benchmark, der auch international als ein Orientierungswert für Kostenstrukturen in der deutschen Abfallwirtschaft dienen kann.

Anmerkungen zur Einführung einer Wertstofftonne nach derzeitiger Rechtslage
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (5/2011)
Die Wertstofftonne sorgt seit geraumer Zeit für Gesprächsbedarf. Bei der Wertstofftonne geht es darum, dass private Haushalte ihre Verpackungsabfälle und sonstigen Abfälle (Nicht-Verpackungsabfälle) aus den gleichen Materialien (sog. stoffgleiche Nichtverpackungen, insbesondere aus Kunststoffen und Metall) – also aus Sicht der Ressourcenwirtschaft Wertstoffe – in eine einzige Tonne (sog. einheitliche Wertstofftonne) geben, damit diese Abfälle anschließend insgesamt vornehmlich der stofflichen Verwertung zugeführt werden.

Untertägige Abfallentsorgung im Salinargebirge – Aspekte des Langzeitsicherheitsnachweises nach Versatzverordnung 2002 und Deponieverordnung 2009 –
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH (1/2011)
Ein bedeutsamer Teilbereich eines vorausschauenden Umweltschutzes ist die Entwicklung und Umsetzung von Strategien zur insbesondere nachsorgefreien und auch langfristig für die Biosphäre schadlosen Entsorgung der nach Zusammensetzung, Eigenschaften und Wirkungen vielfältigen Abfälle unserer Industrie‑ und Konsumgesellschaft (umweltverträgliche Abfallentsorgung).

Schwere Kinderkrankheiten: Elektronisches Nachweisverfahren schwächelt noch immer
© Deutscher Fachverlag (DFV) (9/2010)
Seit dem 1. April 2010 müssen die Nachweise über den Verbleib gefährlicher Abfälle in elektronischer Form geführt werden. Der Weg ins digitale Zeitalter erwies sich vom Start weg jedoch für viele Abfallerzeuger, Beförderer und Entsorger als äußerst holprig. Vor allem die Zentrale Koordinierungsstelle der Länder fungierte teilweise als Sackgasse.

Sortenreine Biotonne: Störstofferkennung hilft, Fehlwürfe zu vermeiden und die Rendite zu steigern
© Deutscher Fachverlag (DFV) (4/2010)
Die EU-Abfall-Rahmenrichtlinie von 2008 verlangt von den Kommunen, dass die Abfälle stärker als Rohstoff und Energiequelle genutzt werden. Alle verwertbaren Stoffe wie Bioabfälle und metallische Werkstoffe sind möglichst frei von Fehlwürfen dem Wertschöpfungskreislauf zuzuführen. Störstoff-Erkennungssysteme können dabei helfen.

Stand und Perspektiven der Bioabfallnutzung in Deutschland
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2009)
In Deutschland fallen erhebliche Bioabfallmengen an, die sich im Wesentlichen aus den mittels der Biotonne eingesammelten organischen Haushaltsabfällen, Grünabfällen aus den unterschiedlichsten Quellen sowie teilweise auch organischen Industrie- und Gewerbeabfälle zusammensetzen.

Optimierte stoffliche und energetische Bioabfallverwertung
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2009)
Die getrennte Erfassung von Bio- und Grünabfällen hat in Deutschland ein hohes Niveau erreicht. Allerdings ist der Anteil der daraus gewonnenen Energie noch vergleichsweise gering. Während die Kompostierung je nach Verfahren zwischen 20 und 100 kWh Energie je Mg Input benötigt, gibt es bei der Vergärung einen deutlichen Energieüberschuss von 180 bis 250 kWh Strom je Mg Input zuzüglich vermarktbare Wärme. Gerade vor dem Hintergrund, dass gegenwärtig Energiepflanzen in Konkurrenz zu Nahrungsmittel großflächig angebaut werden, muss die Frage gestellt werden, ob die kombinierte stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse nicht zielführender ist als die reine Kompostierung.

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