Talsperre Zapotillo in Mexiko ‚Äď eine 130 m hohe Staumauer aus Walzbeton auf stark verformbarem Fels
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2016)
Am R√≠o Verde, in der N√§he von Guadalajara, Mexiko, wird zurzeit die etwa 130 m hohe Staumauer El Zapotillo aus Walzbeton gebaut. Die im Grundriss leicht gekr√ľmmte Schwergewichtsmauer steht auf stark verformbaren Tuffen, die in horizontaler Wechsellagerung mit Ignimbriten an der Sperrenstelle anstehen. Unterhalb der Talsohle befinden sich zwei st√§rker durchl√§ssige Ignimbrit-Schichten, in denen das Grundwasser artesisch ansteht. Der Entwurf der Mauer musste diesen schwierigen Randbedingungen Rechnung tragen. F√ľr den Standsicherheitsnachweis stellte insbesondere die hohe Verformbarkeit der Tuffschichten eine gro√üe Herausforderung dar. Das Injektions- und Dr√§nagekonzept wurde ma√ügeblich durch die beiden artesischen Aquifere gepr√§gt und erschwert. Der Nachweis der Standsicherheit wurde mit Hilfe von 3-D-FE-Berechnungen mit Programmsystemen von WBI gef√ľhrt. Bau, Einstau und Betrieb der Mauer werden mit einem extensiven Monitoring-Programm und im Sinne der in der Geotechnik √ľblichen Beobachtungsmethode fachtechnisch begleitet.

Talsperren und Speicher als lebenswichtige Infrastrukturanlagen f√ľr den weltweiten Wohlstand
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2016)
Hydraulische Infrastrukturanlagen und insbesondere Talsperren sowie Speicher sind seit jeher die Grundlage f√ľr die wirtschaftliche Gesundheit sowie die soziale Wohlfahrt einer jeden Gesellschaft. Sie werden im Hinblick auf den Klimawandel noch eine bedeutendere Rolle spielen sowohl zur Verminderung m√∂glicher Auswirkungen als auch zu ihrer Bew√§ltigung. Ein Hauptproblem in diesem Jahrhundert wird es sein, die Menschheit mit umweltfreundlicher, erneuerbarer Energie sowie mit Wasser in ausreichender Qualit√§t und Quantit√§t zu versorgen, f√ľr einen erfolgreichen Kampf gegen Hunger, Armut und Krankheit.

√Ėffentlichkeitsbeteiligung bei der Errichtung von Stauanlagen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2016)
Nach dem Hochwasser 2002 wurden in Sachsen 47 Hochwasserschutzkonzepte erstellt und seitdem schrittweise umgesetzt. Dazu geh√∂rt auch die Planung und Umsetzung von sechs gro√üen Hochwasserr√ľckhaltebecken zur Verbesserung des Hochwasserr√ľckhaltes im Osterzgebirge. Die erfolgreiche Umsetzung solcher wasserbaulicher Gro√üvorhaben ist ma√ügeblich von der Akzeptanz in der √Ėffentlichkeit abh√§ngig. An vier Projektbeispielen werden sowohl die formalrechtlichen Forderungen als auch die Praxiserfahrungen bei der √Ėffentlichkeitsbeteiligung dargestellt.

Provinz√ľbergreifende Nutzung und Bewirtschaftung des Zayandeh-Rud-Speichers im Zentraliran ‚Äď ein Projektbericht
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Die ausgeprägte, weiter zunehmende Wasserknappheit im Zayandeh-Rud-Einzugsgebiet, Iran, erfordert vor dem Hintergrund der industriellen Entwicklungsziele und der demographischen Entwicklung eine integrierte Betrachtung der Wassernutzungen nach Menge, Qualität, Herkunft und rechtlicher Basis. Zur wasserwirtschaftlichen Bewertung entsprechender Planungsprozesse wurden Instrumente entwickelt, die die Wassernutzungs-, -verteilungs- und -bewirtschaftungssysteme sowie deren Regeln abbilden.

Die Wiederherstellung der Durchgängigkeit vor dem Hintergrund des Urteils des EuGH vom 1.7.2015
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Einer der zentralen Inhalte der wasserrechtlichen Bewirtschaftungsziele ist die Wiederherstellung der Durchg√§ngigkeit von Flie√ügew√§ssern. Nach dem Urteil des EuGH zur Weservertiefung f√ľhlen sich einige Wasserbeh√∂rden zunehmend unter Druck gesetzt, neue Stauanlagen nur noch unter ausgesprochen strengen Voraussetzungen zuzulassen sowie bei Bestandsanlagen fl√§chendeckend f√ľr deren R√ľckbau oder die Errichtung von Anlagen zum Fischwechsel zu sorgen. Der Beitrag geht der Frage nach, inwieweit dieser Eifer gerechtfertigt ist.

Neue EU-Richtlinie zur IT-Sicherheit
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Im Dezember 2015 einigten sich die zust√§ndigen EU-Organe auf Regelungen zur St√§rkung der Cyber-Sicherheit. Mit der NIS-Richtlinie (Network and Information Security) wird ein Meilenstein bei der Schaffung eines normativen Rahmens zum Schutz vor IT-Sicherheitsrisiken gesetzt. Durch die Richtlinie soll sichergestellt werden, dass die EU-Staaten die Netzwerk- und Informationssicherheit durch eine nationale Strategie verbessern und die Kooperation zu anderen EU-Staaten ausbauen. Doch was bedeuten die neuen Regelungen f√ľr Unternehmen der Wasserwirtschaft?

Die Wiederherstellung der Durchgängigkeit nach dem Urteil zur Weservertiefung
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Im Hinblick auf das zentrale Ziel der Erhaltung und Wiederherstellung der Durchg√§ngigkeit von Flie√ügew√§ssern hat das Urteil des Europ√§ischen Gerichtshofs (EuGH) zur Weservertiefung bei n√§herem Hinsehen zu keiner nennenswerten Versch√§rfung der Rechtslage gef√ľhrt. Bei Neu- und √Ąnderungsgenehmigungen von Stauanlagen wird dem dabei ma√ügeblichen Verschlechterungsverbot regelm√§√üig durch technische Anlagen zur Erhaltung der Durchg√§ngigkeit Rechnung getragen werden k√∂nnen. F√ľr Bestandsanlagen sieht ¬ß 34 Abs. 2 WHG zwar eine beh√∂rdliche Pflicht zur Anordnung der Wiederherstellung der Durchg√§ngigkeit vor, welche aber in Abh√§ngigkeit vom wasserrechtlichen Verbesserungsgebot steht. Dieses setzt grunds√§tzlich eine planerische Bewirtschaftungsentscheidung voraus, die in der Praxis mangels ausreichend aussagekr√§ftiger Bewirtschaftungspl√§ne vielfach fehlt. Damit sind die Wasserbeh√∂rden vor gro√üe Herausforderungen gestellt, wenn sie zwangsweise f√ľr mehr Durchg√§ngigkeit sorgen wollen. Die rechtzeitige Erreichung dieses Ziels wird daher kaum ohne zugleich positive Anreize durch F√∂rdermittel etc. m√∂glich sein.

Das Ma√ünahmenkonzept M√ľggelsee/M√ľggelspree
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Die Europ√§ische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) hat zum Ziel, Wasser und Gew√§sser f√ľr die zuk√ľnftigen Generationen zu sch√ľtzen. In Artikel 14 WRRL sind die Mitgliedsstaaten aufgefordert, hierbei eine aktive Beteiligung der √Ėffentlichkeit zu gew√§hrleisten. Anhand des Ma√ünahmenkonzeptes M√ľggelsee/-spree wird aufgezeigt, wie dies umgesetzt wurde und wie innovative Konzepte eine umfassende Einbindung der √Ėffentlichkeit ‚Äď auch in komplexe Planungs- und Abw√§gungsprozesse ‚Äď erm√∂glichen.

Verbesserung der Trinkwasserversorgung der kirgisischen Stadt Osch
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Mitte 2014 erhielt das Unternehmen Ludwig Pfeiffer Hoch- und Tiefbau den Zuschlag f√ľr ein mit internationalen Mitteln finanziertes Projekt zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung der Stadt Osch in der zentralasiatischen Republik Kirgisistan. Der Projektpartner f√ľr das gesamte Brunnenausbaumaterial war die ST√úWA Konrad St√ľkerj√ľrgen GmbH. Eine der gr√∂√üten Herausforderungen des gesamten Projektes lag in dem Bau eines Wasserentnahmebeckens im Uferbereich des Flusses Ak-Buura: Das Zeitfenster f√ľr die Ausf√ľhrung war √§u√üerst klein, da die gesamten Arbeiten nur w√§hrend der Niedrigwasserphase des Flusses durchgef√ľhrt werden konnten. Dabei mussten im Uferbereich Schlitzbr√ľckenfilter mit einer Gesamtl√§nge von 300 m in Durchmessern von 1.000 bis 1.600 mm verbaut werden.

Das Urteil des EuGH zum Verschlechterungsverbot ‚Äď zwei Antworten und viele Fragen ‚Äď
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2016)
Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hatte dem Europ√§ischen Gerichtshof (EuGH) mit Beschluss vom 11.07.2013 im Fall der geplanten Weservertiefung Fragen zu Anwendungsbereich und inhaltlicher Tragweite des Verschlechterungverbots nach Art. 4 Abs. 1 EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vorgelegt. Der EuGH hat in seinem Urteil vom 1.07.2015 festgestellt, dass das Verschlechterungsverbot bei der Zulassung jedes Vorhabens zu beachten ist und sich ‚Äď im Rahmen des √∂kologischen Zustands bzw. Potenzials ‚Äď auf die Verschlechterung der ma√ügeblichen Qualit√§tskomponenten bezieht. F√ľr die wasserrechtliche Praxis wirft insbesondere die letzte Aussage eine Reihe von Fragen auf.

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