GWF Gas Erdgas 01-02/2012


Einflussfaktoren im (deutschen) Erdgasmarkt

Der Artikel gibt einen Überblick über die derzeit wichtigen Einflussfaktoren auf dem (deutschen) Gasmarkt. Angefangen beim deutschen Energiekonzept über die Entwicklungen beim unkonventionellen Erdgas in den USA, aber auch dessen Potenziale in Europa und deren Auswirkungen auf den LNG-Markt. Darüber hinaus zeigt er Prognosen zum zukünftigen Erdgasbedarf in Schwellenländern am Beispiel Chinas auf. Abschließend werden Risikofaktoren diskutiert, die die Prognose beeinträchtigen können.
Energiepolitische Herausforderungen erfordern eine Anpassung des Regulierungsrahmens
Dipl. Ing. Jan Fuhrberg-Baumann, Dipl. Volkswirtin Madlen Tränkner
Bei der Umsetzung der von der Bundesregierung beschlossenen energiepolitischen Ziele spielen leistungsfähige Energienetze eine Schlüsselrolle. Der forcierte Umbau der deutschen Energiewirtschaft stellt neue Herausforderungen sowohl – wie in der Öffentlichkeit bereits diskutiert – an die Strom- als auch an die Gasnetze. Um diese Aufgaben meistern zu können, bedarf es einer investitionsfreundlichen Regulierung, die derzeitig jedoch nicht gegeben ist. Der momentane Regulierungsrahmen, welcher auf den effizienten Betrieb bestehender Netze ausgerichtet ist, ist nicht geeignet, um diese Herausforderungen zu meistern. Eine Nachjustierung ist daher unabdingbar.
„Gasmarkt – Quo Vadis: Wo ist der Masterplan?“
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jens Schumann
Europäische und nationale Energiepolitik formulieren als Ziel die Entstehung eines reibungslos funktionierenden und transparenten Erdgasbinnenmarktes sowie die Gewährleistung einer sicheren und wettbewerbsfähigen Erdgasversorgung. Die Marktakteure sehen sich bei der Erreichung des Zieles allerdings häufig mit unterschiedlichen, teilweise gegenläufigen Anforderungen aus Brüssel und Berlin konfrontiert. Es gibt zahlreiche Konzepte – ein einheitlicher Masterplan ist allerdings nicht in Sicht. Zur Lösung der anstehenden Probleme würde das stärkere Zusammenspiel der einzelnen Aktivitäten im Sinne eines Netzwerkes beitragen. Das Konkurrenzdenken der einzelnen Akteure müsste aufhören. Als gemeinsames Ziel sollte der übergeordnete Fokus definiert werden. Die Anforderung an die Politik heißt: „Leitplanken bestimmen“ – und marktwirtschaftlichen Elementen im Zweifel den Vorrang einräumen.
Kosten sparen durch Pooling
Dr. Oliver Malerius
Wer im härter werdenden Gaswettbewerb bestehen will, muss Kosten minimieren – bei der Beschaffung ebenso wie bei IT-Systemen, Personal und Prozessen. Mit einer strukturierten Gasbeschaffung ist es nicht getan: Die Kurzfristmärkte bieten zwar ein attraktives Einsparpotenzial, bergen jedoch auch Risiken und ihre Nutzung bringt einen hohen Aufwand mit sich. Die Lösung – auch für kommunale Versorger – heißt Teilnahme an einer Bilanzkreis-Kooperation (Pool) und Nutzung neuer Dienstleistungen wie Bilanzkreis- Steuerung.
Einbeziehung von Erdgaseinsparungen von Haushaltskunden in das Emissionshandelssystem
Dr.-Ing. Klaus-Dieter Clausnitzer, Andreas Gerbrand, Dr. Heinrich Tschochohei
Kann man jenseits der finanziellen Förderung durch den Staat private Gebäudeeigentümer über innovative Instrumente wie den Emissionshandel zu einer Reduktion ihrer CO2-Emissionen motivieren? Könnten solche Reduktionen aus dem Raumwärmebereich in den Emissionshandel integriert werden? Das waren zentrale Fragen, die sich die EWE AG (Oldenburg) stellte. In zwei Gemeinden in Niedersachsen im Landkreis Emsland wurde hierzu in den vergangenen Jahren ein Pilotprojekt durchgeführt. Das Bremer Energie Institut begleitete die Entwicklung und die Durchführung. Das Pilotprojekt bewies die Machbarkeit, die Erfahrungen der Teilnehmer sind positiv.
Einfluss von Verdichteröl aus Erdgastankstellen auf den Betrieb von CNG-Fahrzeugen
Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Schollmeyer, Dr. Manfred Hoppe
E.ON Ruhrgas hat an einem MotorenprĂĽfstand Untersuchungen zur Toleranz des Gassystems in Erdgasfahrzeugen gegenĂĽber Ă–lfrachten im komprimierten Erdgas durchgefĂĽhrt. In dem Fachbeitrag werden die ermittelten Ergebnisse diskutiert. Die Versuche haben gezeigt, dass der potentielle Ă–leintrag in CNG in einer Erdgastankstelle bei technisch einwandfreiem Betrieb bzw. akzeptablem VerschleiĂź- und Wartungszustand des Kompressors in der Regel keine Betriebsprobleme im Fahrbetrieb verursachen wird.
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