Heft 10 - 2016


Erste Gasger√§tehersteller sagen ja zur Bereitstellung von Umbaus√§tzen f√ľr Gasger√§te bis zum Alter von 30 Jahren
Angela Brandes, Dr.-Ing. Maik Dapper, Arnd Kleemann, Friedhelm Strudthoff, Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. Frank Behrendt
Der Norden und der Westen Deutschlands werden derzeit vorwiegend mit niedrigkalorigem Erdgas (Erdgas L) versorgt. Infolge des kontinuierlichen R√ľckgangs der L-Gas-Aufkommen in Deutschland sowie in den Niederlanden wird sich die Erdgas-Versorgungsstruktur voraussichtlich bis 2030 schrittweise ver√§ndern, sodass eine Anpassung der Gasger√§te notwendig wird. Im Rahmen der von der Westnetz GmbH ins Leben gerufenen Dialogveranstaltung ‚ÄěMarktraumumstellung Gas‚Äú wurden die zwei Prozesse Bereitstellung von Umbaus√§tzen durch die Gasger√§tehersteller und die Aktualisierung der DVGW-Anpassungsdatenbank mit sehr positivem Ergebnis diskutiert. Ziel der Gasbranche ist es, die Marktraumumstellung kundenorientiert ‚Äěleise‚Äú bei h√∂chster technischer Sicherheit durchzuf√ľhren. Sowohl vom Bundesministerium f√ľr Wirtschaft und Energie (BMWi) als auch von der Bundesnetzagentur (BNetzA) wird das kundenorientierte Bekenntnis der Ger√§tehersteller f√ľr die Bereitstellung der Umbaus√§tze sehr begr√ľ√üt.
Kommunikationsstrategien in der Krise: vom Papiertiger zur gelebten Praxis
Annekathrin Enke, Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Prof. Marcel Kuhlmey
Im Jahr 2013 ereignete sich in Warstein eine der gr√∂√üten Massenerkrankungen an Legionellen. In der Folge kam es zu zwei Todesf√§llen und 159 Erkrankten. Ziel des Krisenmanagements war es, den Legionellenausbruch in k√ľrzester Zeit einzud√§mmen, zu beenden und eine kritische Gesundheitsgef√§hrdung f√ľr die √Ėffentlichkeit auszuschlie√üen. In diesem Zusammenhang agierten unterschiedliche Akteure auf verschiedenen Handlungsebenen in den jeweiligen Krisenmanagementstrukturen. Am Beispiel des Legionellenausbruchs im Kreis Soest wird die Relevanz dargelegt, warum eine Verkn√ľpfung des Krisenmanagements mit situativen Kommunikationsstrategien einen ma√ügeblichen Erfolgsfaktor f√ľr ein ganzheitliches Krisenmanagement bildet.
Steigende Anforderungen an Energiemanagementsysteme nach ISO 50001
Jan Feldhaus
F√ľr den Aufbau und die systematische Optimierung eines Energiemanagementsystems (EnMS) gibt die internationale Norm ISO 50001 den Rahmen vor. Mit der sich derzeit im Entwurf befindlichen ISO 50003 werden international g√ľltige Richtlinien geschaffen, welche die Anforderungen an die Stellen, die EnMS auditieren und zertifizieren, festlegen. Von den Anforderungen sind auch Unternehmen betroffen, die bereits zertifiziert sind oder eine Zertifizierung anstreben.
Revision der DIN EN ISO 17021
Jan Feldhaus
Mit der Revision der DIN EN ISO 17021 im November 2015 haben sich die Anforderungen an akkreditierte Zertifizierungsstellen f√ľr die Zertifizierung von Managementsystemen ge√§ndert. Die Anforderungen der neuen DIN EN ISO 17021-1 haben z. B. Auswirkungen auf Zertifizierungsverfahren nach DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 14001, DIN EN ISO 50001 oder BS OHSAS 18001. Bis zum 14. Juni 2017 m√ľssen alle akkreditierten Zertifizierungsstellen die Anforderungen aus der DIN EN ISO 17021-1:2015 umsetzen. Die ge√§nderten Anforderungen haben nicht nur Auswirkungen auf die Zertifizierungsverfahren der Zertifizierungsstellen, indirekt betreffen sie auch die Zertifikatinhaber bzw. die Organisationen, die sich zertifizieren lassen. Dieser Artikel befasst sich mit einigen der wichtigsten Anforderungen die sich aus der DIN EN ISO 17021-1 f√ľr die Kunden von akkreditierten Zertifizierungsstellen ergeben.
Strategische Zielnetzplanung im Netzgebiet von MITNETZ GAS
Martin Glas, Rico Hentzschel, Thomas Wilke
Gasverteilnetze weisen historisch gewachsene Strukturen auf, die die steigenden Anforderungen an Energienetze der Zukunft h√§ufig nicht mehr ausreichend erf√ľllen k√∂nnen. So bestehen die Ortsnetze oft aus hydraulisch voneinander getrennten Teilnetzen, welche die technischen Standards der jeweiligen Errichtungsepoche widerspiegeln. Durch diese ist jedoch eine zuverl√§ssige, sichere und effiziente Versorgung des Kunden mit Erdgas sowie das Vorhalten einer ausreichenden Kapazit√§t im Netz langfristig nicht gew√§hrleistet. Aufgrund der gastechnischen Erschlie√üung Anfang der neunziger Jahre erreicht zudem eine Vielzahl der Gas-Druckregel- und Messanlagen (GDRMA) in den kommenden Jahren das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer, sodass ihr Beitrag zur Erf√ľllung der Versorgungsaufgabe hinterfragt werden muss. Aus diesen Gr√ľnden werden bei MITNETZ GAS f√ľr eine Vielzahl von Ortsnetzen strategische Zielnetzplanungen durchgef√ľhrt, um die Netzstrukturen effizienter zu gestalten und somit den planbaren Finanzmitteleinsatz in den Verteilnetzen langfristig zu optimieren.
Effizienz steigern mit Energieaudits oder Energiemanagementsystemen
Barbara Ransiek, Martin Holländer
Energiemanagementsysteme und Energieaudits verfolgen das Ziel, die Energieeffizienz von Unternehmen zu verbessern. Ein √ľbergreifendes Energiemanagementsystem nimmt Einfluss auf Abl√§ufe im Unternehmen, um den Energieverbrauch systematisch und nachhaltig zu senken. Das Ergebnis eines Energieaudits ist eine detaillierte Analyse des Energieverbrauchs, aus der Effizienzma√ünahmen abgeleitet werden. Der folgende Beitrag beschreibt die Methodik der beiden Instrumente und zeigt auf, welche Methodik f√ľr welche Art von Unternehmen die praxistauglichere Alternative darstellt.
Hygienische Sicherheit im Verteilungsnetz ‚Äď Teil 1: Verhinderung des Eintrages von Krankheitserregern
Dr.-Ing. Burkhard Wricke, Dr. rer. nat. Andreas Korth
Das technische Regelwerk des DVGW beinhaltet Anforderungen, die bei Planung, Bau und Betrieb von Wasserverteilungsanlagen zu ber√ľcksichtigen sind. Ziel ist es, das Risiko des Eintretens von Gef√§hrdungen zu eliminieren oder zu minimieren und damit die hygienische Sicherheit zu gew√§hrleisten. Im folgenden Beitrag werden die wesentlichen Anforderungen zusammenfassend dargestellt und m√∂gliche Auswirkungen erl√§utert, falls die allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht beachtet werden. Teil 2 des Beitrags (Ausgabe 11/2016 der ‚ÄěDVGW energie | wasser-praxis‚Äú) befasst sich anschlie√üend mit dem Erkennen und Beseitigen der Ursachen mikrobiologischer G√ľtever√§nderungen und gibt damit Hinweise, wie im konkreten Fall bei einer Beeintr√§chtigung vorgegangen werden sollte.
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