Wasser und Abfall 07 und 08 - 2019


LIFE: Das Umwelt-Förderprogramm der EU – ein Überblick über ein Finanzierungsinstrument mit breitem Themenspektrum
Ruth Brauner
Seit über 25 Jahren fördert die EU im Rahmen des LIFE-Programms Projekte des Umwelt- und Klimaschutzes. Das Finanzierungsinstrument hat zum Ziel, umweltfreundliche, innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sowie Best Practice in Europa zu etablieren und die entsprechende Politik und Verwaltungspraxis weiterzuentwickeln. Es unterstützt Vorhaben aus vielen Bereichen wie Arten- und Biotopschutz, biologische Vielfalt, Klimaanpassung, Luftqualität, Kreislaufwirtschaft, Chemikalien, Lärm – und nicht zuletzt Wasser- und Abfallwirtschaft. Historie, Schwerpunkte und Besonderheiten von LIFE sowie Projektbeispiele werden vorgestellt.
Deutsch-indische Forschungskooperation: Wasser- und Abwasserinfrastruktursysteme für smarte Zukunftsstädte
Dipl.-Ing. Timo C. Dilly, Dr. Martina Scheer, Professor Dr.-Ing. Theo G. Schmitt, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Dittmer
Ein deutsch-indisches Projektteam entwickelt im Kooperationsprojekt SMART&WISE Planungsmethoden und -werkzeuge für nachhaltige und zukunftsfähige Wasser- und Abwasserinfrastruktursysteme. In der ersten Projektphase wurden Smart City-Konzepte für die Siedlungswasserwirtschaft untersucht und die länderspezifischen Ausgangssituationen und Vorstellungen zusammen mit den indischen Projektpartnern und Stakeholdern erörtert.
Renaturierungen an der oberen Ruhr im Vergleich der landesweiten Gewässerstrukturkartierung in Nordrhein-Westfalen 2000 – 2012
Jörg Drewenskus
Nachdem im Jahr 2000 erstmalig die nach Wasserrahmenrichtlinie berichtspflichtigen Gewässer des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen der Gewässerstrukturkartierung unterzogen wurden, erfolgte 2012 der zweite Durchgang. Da im Zwischenzeitraum umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen an der oberen Ruhr im Arnsberger Stadtgebiet (Hochsauerlandkreis) durchgeführt wurden, kann mit Hilfe der Gewässerstrukturkartierung die Wirksamkeit der Renaturierungen analysiert und bewertet werden.
Entwicklung von Trinkwasser- und Abwasserkonzepten in der Metropolregion Lima/Peru
Dipl.-Ing. Manuel Krauß, Dr. rer. nat. Michael Hügler, Dr. Hannah Kosow, Dipl.-Ing. Stephan Wasielewski, Dipl.-Ing. Ralf Minke
Die Wasserressourcen der Metropolregion Lima sind durch Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Übernutzung und Verschmutzung einer erheblichen Belastung ausgesetzt. Eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser und Sanitärsystemen zu sichern, stellt die lokalen Verantwortlichen vor große Herausforderungen. Gemeinsam mit lokalen Akteuren und nationalen Behörden werden Wasserwiederverwendungs-Konzepte als Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele 6.1 für Trinkwasser und 6.2 für Abwasser und Sanitärversorgung entwickelt.
Synergien des Nationalen Hochwasserschutzprogramms mit naturschutzfachlichen, gewässerökologischen und klimapolitischen Zielsetzungen
Dr. rer. nat. Dr. agr. Dietmar Mehl, Janette Iwanowski, Dipl.-Ing. Bernd Hausmann
Im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz werden Maßnahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms im Hinblick auf potenzielle Synergien mit wichtigen parallelen Umweltzielen analysiert, systematisiert und bewertet. Ziel sind praxisnahe Empfehlungen im Hinblick auf Kriterien und Methoden zur Ermittlung und Bewertung von Synergien sowie zur möglichst umfänglichen und gezielten Berücksichtigung bei der Umsetzung des Programms.
Neue Wege im Österreichischen Flussraummanagement
Helena Mühlmann, Drago Pleschko, DI Klaus Michor
Ein integratives Flussraummanagement ist notwendig, um die Ziele und Maßnahmenprogramme des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans mit jenen des Nationalen Hochwasserrisikomanagementplans abzustimmen und gleichzeitig auch andere Nutzungen und Anforderungen an das Fließgewässer berücksichtigen zu können. Im integrierten LIFE-Projekt IRIS (Integrated River Solutions in Austria) werden an sieben österreichischen Flüssen auf einer Gesamtlänge von knapp 600 Flusskilometern fach- und sektorenübergreifende Planungsprozesse durchgeführt, mit dem Ziel, integrative Leitbilder festzulegen und Maßnahmenkonzepte abzustimmen, sowie bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands und des Hochwasserschutzes zu setzen.
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