Wasser und Abfall 09 - 2019


Zwischen Dürre und Überschwemmung – Wasserhaushaltsgrößen vor dem Hintergrund des Klimawandels
Falk Böttcher
Im Klimawandel sind die Veränderungen des Wasserhaushaltes bedeutsam, denn diese Veränderungen können Einschnitte in allen Bereichen des Lebens von der Trinkwasserbereitstellung über die Landwirtschaft und Nahrungsgüterproduktion bis zur Verteilung von Waren über wassergebundene Transportwege bedeuten. Weiterhin sind infrastrukturelle Ausstattungen und die Gestaltung von Naturräumen sowie Freizeitmöglichkeiten davon betroffen.
Geodatenbasiertes Dokumentationsverfahren für Starkniederschlagsereignisse und weiterführende Untersuchungen zur detaillierten Gefährdungsanalyse
M.Sc. Julian Hofmann, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf
Die Dokumentation von Starkniederschlagsereignissen und deren Auswirkungen ist von essenzieller Bedeutung für ein effektives Risikomanagement. Die raumzeitliche Verknüpfung von Niederschlagsradardaten, automatisiert verorteten Überflutungsaufnahmen sowie zusätzlichen ereignisbezogenen Daten ermöglicht die Wirkungsanalyse des Starkregen-Überflutungsverlaufes und bereitet die Grundlage einer ersten Gefährdungsanalyse sowie der Validierung hydrodynamisch-numerischer Modelle. Darüber hinaus sind im Rahmen der hydraulischen Gefährdungsanalyse weiterführende Untersuchungen zur Ermittlung kritischer Niederschlagsdauern an neuralgischen Punkten notwendig.
Operativer Hochwasserschutz Eignung, Einsatz und Leistungsfähigkeit von Sandsackersatzsystemen in praxisorientierten Versuchsreihen
Christopher Massolle, Lena Lankenau, Prof. Dr.-Ing. Bärbel Koppe, Prof. Dr.-Ing. Torsten Schlurmann
Mit dem Einsatz von Sandsackersatzsystemen in der operativen Hochwasserabwehr können über große Distanzen die Sicherung von Lebensräumen und der Schutz von Objekten ermöglicht werden. Bisher finden sie jedoch kaum Einsatz in der Praxis, nicht zuletzt aufgrund fehlender Nachweise der grundlegenden Eignung, der Funktionalität und Leistungsfähigkeit im Katastrophenfall. Die vorgestellten Versuchsreihen und darauf basierenden Einschätzungen ermöglichen hier ein besseres Verständnis.
Integrierte Gewässerkonzepte und digitales Gewässermanagement
Dr. Andreas Stowasser, Lars Stratmann, Tabea Lagemann, Jana Salim
Integrierte Gewässerkonzepte beinhalten ein systematisches und planvolles Vorgehen, in dem die Anforderungen der Hochwasservorsorge mit den Möglichkeiten der naturnahen Gewässerunterhaltung und -entwicklung kombiniert sind. Damit verbunden ist ein möglichst effizienter Mitteleinsatz durch das Erzeugen von Synergieeffekten bei der Maßnahmenplanung und -umsetzung. Mit einer Gewässermanagement-Software kann die Umsetzung integrierter Gewässerkonzepte unterstützt werden.
Ansätze für die Gestaltung von Raugerinnepässen zur besseren Passierbarkeit für Klein- und Jungfische
Dr. Volker Thiele, Dipl.–Ing. Klaudia Lüdecke, Dipl.-Ing. Marc Schneider, Claas Meliß
Im Unterlauf der mecklenburgischen Nebel (Tiefland in Mecklenburg-Vorpommern) ist eine neue Bauform eines Raugerinnepasses mit Beckenstruktur errichtet worden, die insbesondere die Durchgängigkeit für Klein- und Jungfische fördert. Diese werden vorwiegend durch Unterwasserschlupflöcher geleitet, die sedimentnah über die Riegel verteilt sind. Dadurch wird eine relativ ungehinderte Passage von Fischen und Wasserwirbellosen unterschiedlicher Leistungsfähigkeit gewährleistet.
Ölhavariebekämpfung auf Gewässern durch Einsatz holzfaserbasierter Ölbinder
Holger Unbehaun, Dr. Javane Oktaee, Prof. André Wagenführ
Vorgestellt wird ein Havariebekämpfungssystem, dass eine schnelle Ölbeseitigung bei ungünstigen Wetterbedingungen und in Flachwassergebieten ermöglicht. Kern der Entwicklung bilden schwimmfähige holzfaserbasierte Ölbinder, die per Flugzeug oder Schiff ausgebracht und mit Netzsperren wieder aufgenommen werden können.
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