Wasserwirtschaft - Heft 06


Zukunftssichere Wasserversorgung f√ľr Bayern - Land schaf(f)t Wasser
Prof. (em.) Dr.-Ing. Theodor Strobl
Im Herbst 2020 beauftragte die Bayerische Staatsregierung eine Expertenkommission, bestehend aus acht Professorinnen und Professoren (J√∂rg E. Drewes (Sprecher), Karl Auerswald, Markus Disse, Annette Menzel, Stephan Pauleit, Peter Rutschmann, Theodor Strobl und Silke Wieprecht), Gestaltungsvorschl√§ge f√ľr eine zukunftssichere Wasserversorgung im Freistaat Bayern zu entwickeln [1]. Die Sicherung dieser wertvollen Ressource betrifft unterschiedliche Bereiche unmittelbar, wie etwa den Landschaftswasserhaushalt, die √ľberregionale Speicherung und Verteilung des Wasserdargebots, die Wasserversorgung und Sicherung unseres Trinkwassers, die Siedlungsstrukturen und die Wahrung der √Ėkosystemfunktionen.
Auswirkungen des Klimawandels auf Talsperren und mögliche Anpassungsstrategien
Dr. Karsten Rinke, Dr. Martin Schultze, Dr. Chenxi Mi, Dr. Tom Shatwell, Dr. Stephan Thober
Die Anpassung von Wasserinfrastrukturen an den Klimawandel ist notwendig, dies gilt auch f√ľr Talsperren. Obwohl zahlreiche Klimaprognosen vorliegen, ist es aber oft schwierig, konkrete Handlungsanweisungen f√ľr deren Management bzw. notwendige Investitionen abzuleiten.
Die Sicherheit von Stauanlagen bei zeitabhängigen und neuartigen Gefahren
Dr. Martin Wieland
Gro√üe Stauanlagen sind w√§hrend der langen Lebensdauer einer Vielzahl von Einwirkungen ausgesetzt, die deren Sicherheit beeintr√§chtigen k√∂nnen. Dazu geh√∂ren einerseits Einwirkungen aus der nat√ľrlichen Umwelt, wie Hochwasser, Erdbeben, Felsst√ľrze und Erdrutsche sowie Sedimente im Stausee etc., und andererseits von Menschen verursachte Einwirkungen, wie z. B. Fehler bei der Bemessung, Qualit√§tsm√§ngel bei der Bauausf√ľhrung, mangelhafte √úberwachung, fehlender Unterhalt, Fehlbedienung von Hochwassersch√ľtzen oder Grundabl√§ssen, fehlerhafte Instrumente etc. sowie Sabotage, Terrorismus und kriegerische Einwirkungen.
Untersuchungen zur Bewertung des Brauchwassernutzungspotenzials kleiner und mittlerer Stauanlagen
Dr. Manfred Fink, Markus Möller, Dr. Michael Sabrowski, Uwe Weiß, Dipl.-Ing.agr. Christoph Scheibert
Mit der Novellierung des Th√ľringer Wassergesetzes im Jahr 2019 hat die Th√ľringer Fernwasserversorgung zus√§tzlich zum Betrieb auch die Instandsetzung und den R√ľckbau von 61 ehemaligen landwirtschaftlichen Bew√§sserungsspeichern neu √ľbernommen
Innovative L√∂sung zur Herstellung der normgerechten Hochwassersicherheit f√ľr eine Stauanlage im Nebenschluss
Dipl.-Ing. Quent Mehlhorn, Dipl.-Ing. Thomas Kolata
Die Talsperre Greiz-D√∂lau befindet sich s√ľdlich der ostth√ľringischen Kreisstadt Greiz in Grenzlage zum Freistaat Sachsen. Sie ist nach DIN 19 700-11:2004-07 in die Talsperrenklasse 2 eingeordnet. Die Stauanlage wurde in den 1950er-Jahren vom Wei√üe- Elster-Verband errichtet und war seinerzeit Bestandteil komplexer Wasserbauma√ünahmen an der Wei√üen Elster. Gegenw√§rtig wird die Stauanlage f√ľr die bedarfsweise Brauchwasserversorgung eines unmittelbar unterhalb der Talsperre gelegenen gro√üen Chemiebetriebs sowie angelfischereilich genutzt.
Auswirkung der globalen Erwärmung auf ein Wasserkraftwerk im Himalaya
Dr.-Ing. Sebastian Palt, Dr.-Ing. Pawan Thapa, Dr.-Ing. Patrick Schäfer, Prof. Dr. John Reynolds, Dr.-Ing. Juan Jose Victoria
In den letzten Jahren haben der Klimawandel und die globale Erw√§rmung Hochgebirgsregionen erheblich beeintr√§chtigt. In Pakistan haben in den letzten 50 Jahren die mittlere Jahrestemperatur und die Niederschl√§ge zugenommen. Nach Berichten des Pakistan Meteorological Department ist die mittlere Jahrestemperat ur zwischen 1960 und 2007 im Durchschnitt um 0,6 ¬įC und in den n√∂rdlichen Regionen um maximal 1 ¬įC gestiegen. Der j√ľngste IPCC-Sonderbericht sagt f√ľr Nordpakistan im schlimmsten Fall einen Anstieg von 6 ¬įC im n√§chsten Jahrhundert voraus.
Dichtwand-, Schlitzwand-, Pfahl und Injektionsarbeiten f√ľr die Errichtung des Jannah-Damms im Libanon
Dr.-Ing. Mazin Adnan, Dipl.-Geol. Michael Baltruschat, Georges Abdo
Der 162 m hohe RCC-Damm im Jannah-Tal mit einer Kapazit√§t von 38 Mio. m¬≥ soll zur Verbesserung der Wasserversorgung beitragen. Planungsstudie und Design wurden vom Ingenieurb√ľro Khatib & Alami bzw. von der Artelia-Gruppe ausgef√ľhrt. Mit der Bauausf√ľhrung wurde als Hauptunternehmer die Andrade-Gutierrez- Gruppe beauftragt.
Sylvenstein 2020 - Bilanz, Defizite, Lösungsansätze
Dr.-Ing. Tobias Lang, Dr. Johannes Bellinger, Moritz Stöß
Die f√ľr den Bau einer Talsperre ermittelten naturwissenschaftlichen Kennwerte sind keine unver√§nderlichen Konstanten. Durch eine inh√§rente Datenunsicherheit sowie durch sich stetig verl√§ngernde Beobachtungszeitreihen, der Stichprobe f√ľr die statistische Extremwertsch√§tzung, variieren sie auch unter station√§ren Klimabedingungen. Dieser Sachverhalt wird beim Nachweis der Hochwasserbemessungsf√§lle (HWBF) derDIN 19 700 [1] ber√ľcksichtigt. Sie erlaubt bei bestehenden Anlagen zum Beispiel den Einstau in den au√üergew√∂hnlichen Hochwasserr√ľckhalteraum in die Hochwasserschutzbetrachtungen miteinzubeziehen (BHQ3), wenn die aktuell verwendeten Hochwasserzufl√ľsse gr√∂√üer sind als der ehemals verwendete Zufluss.
Talsperre Malter - Erweiterung der Hochwasserentlastungsanlage - bautechnische Umsetzung
Dipl.-Ing. Holger Haufe, Dipl.-Ing Dominik Fiedler, Dipl.-Ing. Matthias Krug, Dipl.-Ing. Bernd Findeisen
Zwischen 1908 und 1913 wurde an der Roten Wei√üeritz in Sachsen das Absperrbauwerk der Talsperre (TS) Malter als Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinen (H√∂he 36 m) des Intze- Typs mit gekr√ľmmter Achse errichtet. Die unter Denkmalschutz stehende Talsperre (Gesamtstauraum 8,78 Mio. m¬≥) dient haupts√§chlich dem Hochwasserschutz f√ľr die Stadt Freital und die Landeshauptstadt Dresden. Sie wird au√üerdem zur Brauchwasserbereitstellung, Elektroenergieerzeugung und Naherholung genutzt.
Zusammenwirken von Planung und hydraulischer Untersuchung am HRB Weilers/Bracht
Dipl.-Betrw. Holger Scheffler, Dipl.-Ing. Michael Moder, Dipl.-Ing. Nico Schrage, Dr.-Ing. Kaj Lippert, Max Heß
Im Einzugsgebiet der Kinzig in Hessen mit den bedeutsamen Nebengew√§ssern Salz und Bracht kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Hochwasserereignissen, die gro√üe Sch√§den in den Siedlungs- und Industriegebieten am Mittel- und Unterlauf verursachten. Ausgel√∂st durch ein Hochwasser (HW) im Jahr 2003 wurde vom Land Hessen ein Hochwasserschutzplan f√ľr das Einzugsgebiet der Kinzig erarbeitet. Im Ergebnis von Variantenbetrachtungen wurde eine aus wasserwirtschaftlicher Sicht sinnvolle Vorzugsvariante abgeleitet, die weitestgehend auf Hochwasserschutz (HWS) durch R√ľckhalt setzt.
Schäden der Grundablass- und Betriebsleitungen der Talsperre Mauthaus
Dipl.-Ing. Martin Popp, Dipl.-Ing. Uwe Kleber-Lerchbaumer
Die staatliche Trinkwassertalsperre Mauthaus wurde 1968-1972 errichtet. Mit einem Betriebsraum von 17 800 000 m3 dient sie vorrangig der Bereitstellung von Rohwasser f√ľr die Fernwasserversorgung Oberfranken. Daneben dient sie der Wasserkraftnutzung und Niedrigwasseraufh√∂hung. Die hydrologischen und technischen Daten k√∂nnen (Tabelle 1) entnommen werden.
Sanierung von Talsperren im Hochgebirge
Dipl.-Ing. Mario Schneeweiß, Dr. Roman Kohler, Dipl.-Ing. Erich Wagner
Durch die Forcierung von erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne gewinnen Pumpspeicherkraftwerke (PSW) zunehmend an Bedeutung. Sperrenbauwerke von vormals Jahresspeichern, die durch den Bau von neuen PSW als Wochen- bzw. Tagesspeicher betrieben werden, sind deutlich ver√§nderten Beanspruchungsszyklen und damit z. B. Frost oder √Ąnderung der Gradiente des Porenwasserdrucks ausgesetzt. Beispiele daf√ľr sind die in den 1950er-Jahren errichteten Gewichtsmauern Gro√üer und Kleiner M√ľhldofer See am Seenplateau Rei√üeck, welche zur leistungsf√§higsten Kraftwerksgruppe √Ėsterreichs geh√∂ren.
Wellenauflauf und -umlenkung in der Freibordbemessung an Stauanlagen
Max Heß
Die Freibordbemessung an Stauanlagen gewinnt in der Gegenwart und f√ľr die Zukunft, aufgrund von Klima√§nderung, Gew√§hrleistung des Hochwasserr√ľckhalteraumes sowie Anpassung der Staulamelle, um nur einige Aspekte hervorzuheben, immer mehr an Bedeutung. Im Allgemeinen bestimmen der Windstau, ein zu w√§hlender Sicherheitszuschlag, unter Beachtung regionaler Gegebenheiten auch der Eisstau und vor allem aber der Wellenauflauf ma√ügebend den erforderlichen Freibord. Mittels analytischer Berechnungsans√§tze k√∂nnen die genannten Einflussfaktoren i. d. R. mit ausreichender Genauigkeit bestimmt werden.
Sanierungsarbeiten am Druckstollen der Enguri-Stauanlage
Dipl.-Ing. Bernd Aberle
Die Enguri-Staumauer in Georgien ist mit 750 m Breite und 271,5 m H√∂he das gewaltigste Bauwerk im Kaukasus. Sie ist zugleich die h√∂chste Bogenstaumauer der Erde und zurzeit die dritth√∂chste fertiggestellte Talsperre. Ein 15 050 m langer Druckstollen mit einem Innendurchmesser von 9,5 m verbindet die Staumauer mit einer Kaskade von Kraftwerken. Der Druckstollen durchquert einen schmalen Bergr√ľcken aus verkarsteten Kalksteinen, Mergeln und mergeligen Sandsteinen.
Anpassung eines Betriebsplanes - Was, wenn die Widerstände sehr groß sind?
Dipl.-Ing. Maren Dietze
Talsperren werden nach bestehenden Betriebs- und Bewirtschaftungsplänen betrieben. Im Rahmen der Evaluierung des Betriebsplanes der Talsperre Kelbra hat sich der Betreiber mit Anpassungen auf Grund von Veränderungen des Umwelt- und Wasserrechts sowie den vielfältigen Nutzungsanforderungen auseinanderzusetzen. Ein Prozess, in dem erhebliche Widerstände und Konflikte verschiedenster Protagonisten zu bearbeiten sind. Im Beitrag wird dargestellt, wie an diesen langwierigen Prozess herangegangen wird, um Akzeptanz auf vielen Ebenen zu schaffen.
Alte Schiebert√ľrme an der Urfttalsperre werden erdbebensicher
Dipl.-Ing. Richard Gronsfeld, Jana Wirtz
Die in der Nordeifel gelegene Urfttalsperre wurde in den Jahren 1900 bis 1905 nach den Plänen von Prof. Intze erbaut und dient mit einem Stauvolumen von 45,5 Mio. m³ bis zum heutigen Tag dem Hochwasserschutz, der Brauchwasserversorgung und der Stromerzeugung. Das als Schwergewichtsmauer konzipierte Sperrbauwerk besteht vollständig aus Bruchsteinmauerwerk und weist in Talmitte eine Fußbreite von 50,5 m und eine Höhe von 58 m auf. Bis zu einer Höhe von etwa 34 m ist der Staumauer im unteren Bereich der aus Hangschutt und Felsgeröll bestehende sogenannte Intzekeil vorgelagert.
Schwemmholz an Talsperren: Abflusskapazität, Aufstau und Gegenmaßnahmen
Prof. Dr. Robert Boes, Barbara Stocker, Dipl.-Ing. Adriano Lais
Neben Geschiebe und Schwebstoffen werden bei Hochwasser meist auch Schwemmholz und Zivilisationsm√ľll mitgef√ľhrt, die an Einlaufbauwerken von Hochwasserentlastungsanlagen (HWE) zu Problemen f√ľhren k√∂nnen. Insbesondere Verklausungen von Schwemmholz an den Wehrkronen oder Wehrpfeilern reduzieren die Abflusskapazit√§t ma√ügeblich und bewirken unzul√§ssig hohe Wasserspiegel im Stauraum, so dass das erforderliche Freibord unter Umst√§nden nicht mehr gew√§hrleistet werden kann.
Talsperre Ohra - Ert√ľchtigung des Trinkwasserentnahmeturmes
Dipl.-Ing Dominik Fiedler
Die Talsperre Ohra wird von der Th√ľringer Fernwasserversorgung (TFW) betrieben und sichert die Trinkwasserversorgung von ca. 700 000 Menschen in Mittelth√ľringen. Sie dient ebenfalls dem Hochwasserschutz und der Energiegewinnung. Das Absperrbauwerk ist ein 59 m hoher homogener Steinsch√ľttdamm mit einer Asphaltoberfl√§chendichtung. Der Trinkwasserentnahmeturm (TWET) (Bild 1) ist √ľber das Zwischenbauwerk (ZBW) und das Kreuzungsbauwerk an den Kontrollgang und den Grundablassstollen angeschlossen. Er besitzt eine statisch wirksame Grundfl√§che von 11 m x 10 m. Die H√∂he von der Sohle bis zum Kopfpunkt betr√§gt 64 m.
3-D-HN-Untersuchungen am Hochwasserr√ľckhaltebecken Watzdorf
Michael Kögel, Prof. Dr.-Ing. habil. Dirk Carstensen, Dr. Michael Sabrowski
Mit der Errichtung des Hochwasserr√ľckhaltebeckens (HRB) Watzdorf ist beabsichtigt worden, einzugsgebietsbezogen lokal sehr kurzfristig, schnell und intensiv ablaufende Hochwasserereignisse bis zu einem HQ100 beherrschen zu k√∂nnen. Die Untersuchungen zur Hochwassersicherheit basierten im Rahmen der Projektierung und sp√§terer Umbauten auf einfachen, eindimensionalen analytischen Berechnungsans√§tzen f√ľr die Seitenentlastung (SE) unter Ansatz eines HQ1 000.
Verbesserter Stabilitätsansatz bei Dämmen unter Einbeziehung der teilgesättigten Zone
Dipl.-Ing. Dirk Fleischer, Dr.-Ing. Ulf Helbig, Thomas Fichtner, Dipl.-Ing. Rene Blankenburg, Prof. Dr. Peter- Wolfgang Gräber
Staud√§mme oder Deiche als Anlagen des pr√§ventiven Hochwasserschutzes sind oft als gegliederte Erdbauwerke ausgef√ľhrt und im Gegensatz zu Ingenieurbauwerken nicht f√ľr begrenzte Nutzungsdauern ausgelegt. Sie m√ľssen ihre Funktion daher f√ľr sehr lange Zeitr√§ume erf√ľllen. Hydraulische Gradienten, hervorgerufen durch Einstau, Hochwasser oder Niederschlag, verursachen eine Durchsickerung, d. h. eine Teil- bis Volls√§ttigung des Porenraums.
Regionalisierung von Abflussdauerlinien
Sophia Peschko-Ziesak, Dr.-Ing. Hans Göppert, Prof. Dr.-Ing. Erwin Zehe
Eine Abflussdauerlinie (ADL) basiert auf der Darstellung von Tagesabflusswerten, welche der Gr√∂√üe nach f√ľr einen bestimmten Zeitraum sortiert werden. Durch diese Darstellung lassen sich sehr einfach Informationen dar√ľber ableiten, welche Abfl√ľsse an wie vielen Tagen im Jahr √ľber- oder unterschritten werden. ADL werden in der wasserwirtschaftlichen Praxis f√ľr eine Vielzahl an Fragestellungen, wie zum Beispiel zur Wasserkraftnutzung, der Ber√ľcksichtigung √∂kologischer Aspekte, der Wasserentnahme, Vern√§ssungsfragen bei Flutrinnen u. v. m. als Planungsgrundlage ben√∂tigt.
Klimaszenarien zur Optimierung eines Talsperren-Betriebsplans
Dr.-Ing. Hubert Lohr, Angela Rebscher, Nada Abdelwahab, Dr.-Ing. Sandra Richter, Felix Froehlich
Die Wiehltalsperre ist die gr√∂√üte Talsperre des Aggerverbands und wird seit 1973 zur Trinkwasserversorgung betrieben. Bei einer Einzugsgebietsgr√∂√üe von 46,4 km¬≤ und einem Speichervolumen von 31,8 Mio. m¬≥ fasst die Wiehltalsperre ca. einen Jahresabfluss (MQ = 1 m¬≥/s). Nahezu die H√§lfte des Jahreszuflusses wird f√ľr die Trinkwasserversorgung genutzt. Zusammen mit der Genkeltalsperre versorgt die Wiehltalsperre ca. 500 000 Menschen mit etwa 25 Mio. m¬≥ Trinkwasser pro Jahr.
Brennpunkt Unterwasserabgabe: Methodische Ansätze, Erfahrungen, Perspektiven
Stefan Geisen, Markus Möller, Janine Dinske, Dipl.-Biol. Hartmut Willmitzer
Die Unterwasserabgabe (UWA) von Talsperren (TS) ist als Bindeglied zwischen dem Oberlauf, der Stauanlagenbewirtschaftung und dem anthropogen √ľberpr√§gten Unterlauf in den Trockenjahren 2018-2020 wieder vermehrt in den Fokus der Fachwelt und der √Ėffentlichkeit ger√ľckt. Das mit dem Klimawandel zunehmende Spannungsfeld ergibt sich bei TS mit Mehrfachnutzungen aus den teilweise kontr√§ren Anforderungen der √∂ffentlichen Wasserversorgung, Stromerzeugung, Freizeitnutzung, Niedrigwasseraufh√∂hung, Brauchwasserbereitstellung und dem Hochwasserschutz. weiterer Autor: Arnd Lorenz
Detektion und Management von Trockenheiten mit Einfluss auf die Talsperrenbewirtschaftung beim Ruhrverband
Anne Becker, Georg zur Strassen
Der Ruhrverband betreibt im Ruhreinzugsgebiet ein aus acht Talsperren bestehendes Talsperrenverbundsystem, welches seit vollst√§ndiger wassermengenwirtschaftlicher Verf√ľgbarkeit der Biggetalsperre im Jahr 1968 ein Gesamtstauvolumen von 462,89 Mio. m¬≥ umfasst. Urspr√ľnglich hatte das Talsperrenverbundsystem die Hauptaufgabe, das aus der Ruhr sch√§dlich entzogene Wasser zu ersetzen.
Flexible Ans√§tze f√ľr Betriebsstauziele von Talsperren mit Mehrzwecknutzung
Markus Möller, Dr.-Ing. Wolfram Thiele
Versorgungswirksame Trink- und Brauchwassertalsperren erf√ľllen neben ihrer Hauptfunktion oft weitere wasserwirtschaftliche Aufgaben, wie zum Beispiel den Hochwasserschutz, die Stromerzeugung und die Niedrigwasseraufh√∂hung. Au√üerdem wird ihr Umfeld oft zu Zwecken der Naherholung und des Tourismus genutzt. Aus Betreibersicht hat sich insbesondere f√ľr Trinkwassertalsperren der integrale Bewirtschaftungsansatz bew√§hrt. Die in den letzten Jahren beobachteten Ver√§nderungen des Klimas und des Abflussregimes sowie die Prognosen f√ľr die n√§chsten Jahrzehnte sind klare Anzeichen einer Zunahme der hydrologischen Variabilit√§t und h√§ufigerer Extreme.
Leistungsfähigkeit von Talsperren zur Trinkwasserversorgung in Sachsen - Bestandsaufnahme und Perspektiven
Dipl.-Ing. Eckehard Bielitz, Dipl.-Ing. Stephan Schuch, Dipl.-Hydrol. Ulf Winkler
Im Freistaat Sachsen werden ca. 40 % des Rohwassers f√ľr die √∂ffentliche Trinkwasserversorgung aus Talsperren bereitgestellt. Die Trockenperiode der Jahre 2018-2020 stellt nach den Hochwassern zwischen 2002 und 2013 eine erneute Z√§sur im hydrologischen Geschehen dar. Zahlreiche Flie√ügew√§sser waren in den letzten 2 bis 3 Jahren zeitweilig teilweise oder vollst√§ndig trocken. Viele Talsperren erreichten so niedrige Stauspiegel wie seit Jahrzehnten nicht mehr (Bild 1). Beides hat in Teilen der Bev√∂lkerung zu Verunsicherung und in der Fachwelt zu verschiedenen Fragen sowie √úberlegungen gef√ľhrt.
Zuverlässigkeitsbewertung von kleinen und mittleren Stauanlagen
Dr. Michael Sabrowski, Christian Wiesner
Mit der Novellierung des Th√ľringer Wassergesetzes (Th√ľrWG) im Jahr 2019 hat die Th√ľringer Fernwasserversorgung (TFW) ihren Anlagenbestand von 69 Stauanlagen auf 130 Stauanlagen nahezu verdoppelt. Die per ¬ß 33 Th√ľrWG zugeordneten kleinen und mittleren Stauanlagen wurden ab den 1970er-Jahren im Zuge der landwirtschaftlichen Intensivierung und Ertragssteigerung vorwiegend von landwirtschaftlichen Gro√übetrieben als sogenannte Typenprojekte f√ľr die Bereitstellung von Beregnungswasser errichtet und genutzt.
Asphaltbetonoberfl√§chendichtungen f√ľr D√§mme, Speicherbecken und Kan√§le - Langzeiterfahrungen, Ert√ľchtigungen und Anpassungen an den Stand der Technik
Univ. Prof. i. R. DI Dr. Peter Tschernutter
Die Historie einer Abdichtung von Stauanlagen mit Asphaltbeton geht bis in die Anf√§nge des 20. Jahrhunderts zur√ľck. So finden sich bereits um 1910 Hinweise zum 17 m hohen Central Damm in den USA, auf den 46 m hohen Mulungushi-Damm (Sambia, 1923), zur Hennetalsperre (Deutschland, 56 m, 1937), dem Becken Rudi Fiesso (Schweiz, 1939) sowie dem El-Ghrib- Damm (Algerien, 72 m, 1936).
Talsperre Pirk - Erneuerung der Ringkolbenventile in beiden Grundablassleitungen - Planung und bautechnische Umsetzung
Dipl.-Ing. Anja Fischer, Dipl.-Ing. Matthias Krug, Dipl.-Ing. Heribert Herold, Dipl.-Ing. Jörg Werner
Die Talsperre Pirk befindet sich im Vogtland nordöstlich der Stadt Oelsnitz im Freistaat Sachsen. Die im Jahre 1935 bis 1939 erbaute Talsperre staut die Weiße Elster auf. Heute dient sie vor allem der Niedrigwasseraufhöhung, dem Hochwasserschutz, der Energieerzeugung und kann außerdem zur Naherholung sowie Fischerei genutzt werden. Bemessen auf das große Einzugsgebiet von 375 km² und den bewirtschaftbaren Stauraum von 8,351 Mio. m³ existiert ein sehr geringer Ausbaugrad.
Verbesserung der Talsperrensicherheit der Sungai-Perak-Wasserkraftanlagen
Ioannis Siskos, Dr. Ersan Yildiz, Dr.-Ing. Chongjiang Du, Berhon Dibrani, Dipl.-Ing. Karsten Thermann
Die Wasserkraftanlage Sungai Perak befindet sich auf der malaysischen Halbinsel im Bundesstaat Perak und besteht aus vier Kraftwerken (Bild 1) mit einer installierten Gesamtleistung von 580 MW. Es wurden eine Integrit√§ts- und Stabilit√§tsanalyse durchgef√ľhrt, um den aktuellen Zustand zu erfassen und Ert√ľchtigungsma√ünahmen, sofern diese erforderlich waren, ausgearbeitet, so dass die Betriebsdauer um mindestens weitere 30 Jahre verl√§ngert werden kann.
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