
Tagungsband zum III. EBS - Analytik Workshop am 11. März 2010 in Dresden
Veranstalter: B. Bilitewski, P. Werner, S. Rotter, G. Hoffmann (Hrsg.)
Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten - Technische Universität Dresden
| Präzisionsanforderungen contra Messsicherheit? Dr. Michael Winterstein Für die quantitative Bestimmung von Inhaltstoffen in Materialien werden Vorschriften entwickelt, die nach ausreichender Validierung zu nationalen und internationalen Normen oder Technischen Richtlinien führen. An dieser Validierung sind zahlreiche leistungsstarke Untersuchungseinrichtungen beteiligt. Es werden z.B. die mit diesem Verfahren erreichbaren Arbeitsbereiche und auch die Messunsicherheiten, früher als Variationskoeffizienten bezeichnet, innerhalb der Laboratorien und auch zwischen den Laboratorien ermittelt und aufgeführt. |
| Wann ist das Messergebnis ausgewählter Brennstoffe repräsentativ? Dipl.-Ing. Gaston Hoffmann Im vorliegenden Beitrag wird über Untersuchungen zur repräsentativen Bestimmung der brennstofftechnischen Eigenschaften in ausgewählten Brennstoffen berichtet. Die Ergebnisse der Untersuchungen dienen der Anfertigung von Stoff- und Massenbilanzen an der Wirbelschichtverbrennungsanlage VERENA. Dabei interessierte das Transferverhalten ausgewählter Brennstoffinhaltsstoffe in die Asche- und Abgasfraktionen. |
| Die Pressbohrmethode in der Praxis - ein Mittel zur Senkung der Messunsicherheit Dr. Rudolf Becker-Kaiser, Dr. Axel Ulbricht, Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schade-Dannewitz, Dr. rer. nat. Jürgen Poerschke, PowerPoint Presentation mit 24 Folien |
| Online-Analytik mittels Nahinfrarot-Sensorik Dipl.-Ing. Michael Kluttig, Dipl.-Ing. Stefanie Schubert Für einen sicheren Betrieb von Ersatzbrennstoffkraftwerken ist es erforderlich, dass bestimmte Qualitätskriterien insbesondere für Heizwert und Chlorgehalt eingehalten werden. Der Ersatzbrennstofflieferant, der den Input und die Herkunft der in der Aufbereitungsanlage angelieferten Abfälle nur bedingt beeinflussen kann, muss eine konstante Qualität gegenüber dem Kraftwerksbetreiber gewährleisten. |
| Praktische Erfahrungen mit dem EBS-Schnelltest-Demonstrator Dr.-Ing. Daniel Schingnitz, Dipl.-Ing. Gaston Hoffmann, Dr. Thomas Marzi, Dr.-Ing. Edda Möhle, Annekatrin Lehmann Seit Jahren ist die Herstellung und Verwertung von Ersatzbrennstoffen (EBS) ein viel diskutiertes Thema in der Abfall- und Energiewirtschaft. Aktuell werden in Deutschland mehrere Millionen Tonnen EBS in Mechanisch-Biologischen Aufbereitungsanlagen (MBA) sowie mittels Aufbereitung von Gewerbeabfällen hergestellt und einer thermischen Verwertung zugeführt. Die Kapazitäten zur EBS-Verwertung steigen zudem sukzessive [11]. EBS unterscheiden sich dabei erheblich in Art und Umfang des Aufbereitungsprozesses sowie in ihren physikalischen, chemischen und verbrennungstechnischen Eigenschaften [2]. |
| Bestimmung von Leitparametern in Abfällen durch Einsatz eines tragbaren Röntgenfluoreszensgerätes LAGA Project L.2.08 / 2008 – 2010 Katharina Holschbach-Bussian, Dr. Chris Vanhoof, Dr. Klaus Furtmann In der Folge verschiedener EU-Richtlinien (u. a. Deponierichtlinie, 1999/31/EG; Richtlinie über die Verbrennung von Abfällen, 2000/76/EC; RoHS-Richtlinie, 2002/95/EG) besteht steigender Bedarf an schnellen und für die Routine praktikablen Verfahren der Identifizierung gefährlicher Stoffe bzw. des sicheren Ausschlusses von deren Vorhandensein. |
| Einflüsse von chemisch-analytischen Aufbereitungsverfahren auf die Bewertung von heterogenen Ersatzbrennstoffen Monika Denner Wie in umfangreichen Projektstudien am Umweltbundesamt gezeigt werden konnte, ist das Probenahmeverfahren nicht die einzige Hauptquelle für die Streuungen der Daten für Schwermetalle und Chlor in Ersatzbrennstoffen. Ein gut ausgearbeiteter Probenahmeplan, der die Mindestmengen in Abhängigkeit der Heterogenität der Proben ausreichend berücksichtigt, ist relativ leicht in die Praxis umsetzbar. Die Schwierigkeit besteht in der weiteren Folge darin, die Charakteristik des Ersatzbrennstoffes aus den ausreichend bemessenen „Vor-Ort-Proben“ auch über alle weiteren Stufen der Probenzerkleinerung und Teilprobenentnahmen, letztendlich bis zur Einwaage für den Aufschluss zu erhalten! |
| Ersatzbrennstoffe Analyse der Verbrennungseigenschaften Dr. Thomas Marzi, Dr.-Ing Siegmar Wirtz Ersatzbrennstoffe aus Abfällen und biogenen Reststoffen haben in den letzten Jahren vielfältige Anwendung zur Substitution fossiler Brennstoffe gefunden. Bekannte Anwendungen sind die Zufeuerung im Kohlekraftwerk, der Einsatz im Calcinator und in der Drehrohrfeuerung bei der Zementherstellung oder auch die Wärmebereitstellung durch den Einsatz hochkalorischer Fraktionen in der Wirbelschicht oder auf Rostfeuerungen. Hierdurch ist der Bedarf an einer detaillierten Bestimmung der Verbrennungseigenschaften solcher Brennstoffe gewachsen. |
| Anwendung der Bilanzenmethode zur Bestimmung des biogenen Anteils in Ersatzbrennstoffen Ass. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Johann Fellner, Ing. Philipp Aschenbrenner, Dipl.-Ing. Oliver Cencic, Professor Dipl.-Ing. Dr. Helmut Rechberger Abfällen produzierte Ersatzbrennstoffe bestehen in der Regel aus einer unbekannten Mischung biogener und fossiler Materialien. Auf Grund verschiedener gesetzlicher Vorgaben, insbesondere der Emissionshandelsrichtlinie 2003/87/EG, sind Betreiber von Müll- bzw. Mitverbrennungsanlagen in denen Abfälle als Brennstoffe eingesetzt werden, am Gehalt an biogenen bzw. fossilen Kohlenstoff des eingesetzten Brennstoffs interessiert. |
