Recy & Depotech 2016


A SWOT Analysis for Municipal Waste Management in Turkey and the Challenges in the Course of Access to EU
Assist. Prof. Dr. Gorkem Akinci, Dr. Elif Duyusen Guven, Aysenur BölĂŒkbas, G. Gok, M. Bilgin
Just after the release of Waste Management Action Plan for 2008-2012 period in Turkey, TR - EU negotiations in environment chapter have opened. In the following period, many revisions in present TR regulations have completed and new directives and legislations were put into force on waste management, mostly in accordance with EU acquisitions. While the changes in the regulations in MSW management are realized, some factors are influencing and sometimes blocking their implementation. One of the major reasons is limited number of qualified stuff in regional units of the Ministry of Environment and Urbanization. The main challenge for the municipalities is to select and locate a waste management facility with proper combination of technologies while having very limited contact with experts at universities. In addition, neither the ministry nor the municipalities could overcome the public reactions to waste Management facilities. Another significant shortcoming is the incomplete adaption of EU legislation. Implementation of new legislation is possible by immediate developing of national, regional and local waste management plans and supply of satisfactory number of stuff with required expertise.
Metallisch vorliegender Anteil des Gesamtmetallgehalts fĂŒr verschiedene Elemente in Ersatzbrennstoffen
Dipl.-Ing. Dr.mont. Alexia Aldrian, Peter Eggenbauer, Dipl.-Ing. Dr. mont. Renato Sarc, Univ.-Prof. DI Dr. mont. Roland Pomberger
Im Rahmen eines Projektes am Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft wurde untersucht, welcher Anteil am Gesamtmetallgehalt in metallischer Form (Reinelement, Legierung) in Ersatzbrennstoffen (EBS) vorliegt. Insgesamt wurden hierzu zehn verschiedene EBS unterschiedlicher QualitĂ€ten (Main Burner und HotDisc) untersucht.
An Investigation on GIS-based Estimation of Municipal Solid Waste Generation
Fulya Aydın, Assist. Prof. Dr. Hasan SarptaƟ
All planning, design and evaluation practices – from selection of waste bins (i.e. the number and the capacity) to evaluating alternative disposal options and planning Actions for waste reduction – in municipal solid waste (MSW) management depend on the solid waste generation data. Solid waste generation is affected by different aspects. So, setting a general approach (forecasting model) for the estimation of solid waste generation in all regions or cities is impossible. This behavior, in turn, is affected by many other factors. These range from environmental factors to economic and demographic factors. GIS are effective tools for the analysis of spatial variability (distribution) of demographic factors (e.g. population), and thus solid waste generation. This study aims to analyze spatial relationship between MSW generation and demographic factor “population” and estimate solid waste generation rate in Turkey by applying a GIS-based statistical approach.
Deponie Kapiteltal, DK I-Erweiterung – „Deponie auf Deponie“
Dipl.-Ing.; M.Sc. Ulrich Bartl, Dipl.-Ing. Peggy Hiemann
Bei allem abfallwirtschaftlichen Engagement zur Vermeidung, Wiederverwendung und Recycling verbleibt am Ende eine Teilmenge zur Beseitigung. HierfĂŒr mĂŒssen KapazitĂ€ten geschaffen und vorgehalten werden.
Das neue Kreislaufwirtschaft-Paket: Geniestreich oder heiße Luft?
Dr. Andreas Bartl
Die EuropĂ€ische Kommission hat im Dezember 2015 ein sog. Kreislaufwirtschaftspaket vorgestellt. Das Paket schlĂ€gt die Änderung einiger Richtlinien im Bereich Abfallwirtschaft vor, wodurch die WettbewerbsfĂ€higkeit der Wirtschaft verbessert, ArbeitsplĂ€tze geschaffen und die Umwelt geschĂŒtzt werden sollen.
Massenmanagement beim Bau von Deponien aus planerischer Sicht
Dipl.-Ing.; M.Sc. Ulrich Bartl, Swen Chrszon, Dipl.-Ing. Peggy Hiemann
Ein Massenmanagement bestimmter Materialien beim Deponiebau kann u.a. ökonomische Vorteile bewirken, wie z.B. Kostenersparnisse, welche aufgrund gĂŒnstiger Zeitpunkte der Akquisition sowie positive Auswirkungen auf den Bauablauf entstehen können. Auch die VerknĂŒpfung verschiedener Projekte in materialspezifischer Hinsicht lassen sich durch eine gute Planung aufeinander abstimmen.
Wertstoffhof und Circular Economy
Dipl.-Ing.(TU) Werner P. Bauer
Der Begriff „Circular Economy“ im vorliegenden Beitrag bezieht sich auf das Circular Econo-my Paket der EuropĂ€ischen Kommission. Das Paket wurde Ende 2015 ĂŒberarbeitet, um eine stĂ€rker kreislauforientierte Wirtschaft zu schaffen, „bei der es darum geht, den Wert von Produkten, Stoffen und Ressourcen innerhalb der Wirtschaft so lange wie möglich zu erhalten und möglichst wenig Abfall zu erzeugen.“
Ökonomische Bedingungen des Recycling
Prof. Dr. Heinz-Georg Baum
Es hat fast schon Tradition, die ökonomischen Implikationen als Quell vieler unerwĂŒnschter ZustĂ€nde zu betrachten. Die Versöhnung von Ökonomie und Ökologie wird zwar nicht selten herbeigesehnt, dennoch ĂŒberwiegt im Allgemeinen, das Wirtschaftliche fĂŒr fehlgeleitete Entwicklungen, missliebige Situationen oder ungewollte VerhĂ€ltnisse verantwortlich zu machen.
Untersuchung der Zusammensetzung von ElektrokleingerÀten und Entwicklung einer Demontagedatenbank
Dipl.-Ing. Mag. Peter Beigl, Dr. Stefan Salhofer
Die Verbesserung von Verfahren zur Aufbereitung und Verwertung von ElektroaltgerÀten (EAG) erfordert umfassendere Methoden und Datengrundlagen zur Charakterisierung dieses heterogenen Abfallstroms. Der derzeitige Schwerpunkt der Beprobung von EAG basiert zumeist auf analytischen Verfahren von wertstoffreichen Bauteilen wie z.B. Leiterplatten. Die Zusammensetzung des Abfallstroms basierend auf den typischen Eigenschaften von Produktgruppen wurde bisher kaum untersucht.
UrbanFoodSpots – KĂŒhlstationen mit integriertem Informationssystem zur Lebensmittelweitergabe im urbanen Raum
Gabriele Bernhofer, Maria Kalleitner-Huber, Ao. Univ.Prof. Mag.rer.soc.oec. Dr.phil Margit Pohl, Elisabeth Weißenböck, Robert Wauschek
Mit dem Projekt UrbanFoodSpots – gefördert vom bmvit im Rahmen der Programmlinie FEMtech Forschungsprojekte (Laufzeit 2015 bis 2017) – soll ein Angebot fĂŒr die lokale und private Lebensmittelweitergabe entwickelt werden, das auf den BedĂŒrfnissen unterschiedlicher Gruppen an Privatpersonen aufbaut. UrbanFoodSpots sind öffentlich zugĂ€ngliche Orte zur Weitergabe von vorwiegend originalverpackten Lebensmitteln.
Kohlenstoffsenke Deponie - Restkohlenstoffgehalt nach Aerobisierung
Dipl.-Ing Erwin Binner, Alexandra Pukhnyuk, Dipl.-Ing. Dr. Marion Huber-Humer
Die mechanisch biologische Behandlung von Restabfall (MBA) hat das Ziel die enthaltenen organischen Ursprungssubstanzen zu mineralisieren bzw. zu stabilisieren. Dies fĂŒhrt zur deutlichen Verringerung von Emissionen nach der abschließenden Deponierung. Weiters kann eine MBA-Deponie auch als Kohlenstoffsenke betrachtet werden, da ein Teil der stabilisierten Kohlenstoffverbindungen ĂŒber lange ZeitrĂ€ume nicht abgebaut wird. Welcher Kohlenstoffanteil schlussendlich langfristig im Deponiegut verbleibt, ist derzeit jedoch nicht bekannt.
Evaluation of SRF Production from Biodegradable MSW: A Case Study for Izmir City-Turkey
AyƟenur BölĂŒkbaƟ, Prof. Görkem Akıncı
Waste is a significant and inevitable consequences of human activities; therefore, solid waste management becomes the most important and difficult problem for cities. The development in modern civilization and the increase in the population increase the amount of solid waste generated and change the composition of the solid waste. The increasing consumption of raw materials both produces more waste and requires new sources.
Voruntersuchungen zur in situ Sanierung der Altlast W26
B.T. Bogolte, Robert Philipp, Mario BrandstÀtter, Hans-Peter Weiss
FĂŒr den vorliegenden Kohlenwasserstoffschaden der Altlast W26 ÖBB-Frachtenbahnhof Wien Nord-Bereich WerkstĂ€tte wurde anhand einer Variantenstudie eine in situ Sanierung als zielfĂŒhrende Maßnahme eruiert. Die kontaminiert FlĂ€che betrĂ€gt rund 6.000 mÂČ und betrifft die ungesĂ€ttigte als auch die gesĂ€ttigte Bodenzone. Aufgrund der HeterogenitĂ€t des Untergrundes und des begrenzten Zeitbudget zur Sanierungsumsetzung wurden Vorversuche (Labor, in situ) durchgefĂŒhrt um maximale Planungssicherheit in der Umsetzung zu gewĂ€hrleisten. Neben der Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen sollen vor allem Antworten auf die Fragen der Sanierungsdauer, Abbaugrenzen, Milieubedingungen sowie Dimensionierung der Sanierungstechnologien erarbeitet werden.
Kontinuierliche Feststoffvolumenstrommessung in mechanisch biologischen Abfallbehandlungsanlagen
Dipl. Ing. Marcel Bosling, Dipl.-Ing. Erdogan Coskun, Prof. Dr.-Ing. Thomas Pretz, Leonie Wittmann, Dr.-Ing. Martin Reiser
Das vom Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Anschlussvorhaben „Energieeffiziente Abluftbehandlung 2 – EnAB 2“ verfolgt das Ziel die Energieeffizienz von MBA signifikant zu steigern. Das Ziel wird durch Modifikationen der Fahrweisen sowohl in der mechanischen als auch in der biologischen Behandlungsstufe und durch die Anwendung eines im VorgĂ€ngerprojekt EnAB entwickelten Abluftmanagementsystems erreicht.
Kohlenstoff- und Stickstoffbilanzen bei der in-situ BelĂŒftung von Altablagerungen
Dr. Christian BrandstÀtter, Dr. Roman Prantl, Dipl.-Ing. Dr. Johann Fellner
Deponien sind sehr uneinheitliche Strukturen, u.a. wegen der großen Unterschiede im abgelagerten Abfall, dem Alter, klimatischen Gegebenheiten und der verwendeten Deponietechnik. Es lassen sich nichtsdestotrotz allgemeine GesetzmĂ€ĂŸigkeiten ableiten. Alte HausmĂŒllablagerungen z.B., die nicht vorbehandelte AbfĂ€lle enthalten, können jahrhundertelang problematische Stoffe ĂŒber das Sickerwasser emittieren, wĂ€hrend man davon ausgeht, dass Deponiegasemissionen mehrere Jahrzehnte nach Ablagerungsende ein umweltvertrĂ€gliches Maß erreichen.
Teeröl-DNAPL assoziierte vertikale biogeochemische Gradienten im Grundwasser
Prof. Kerstin BrandstÀtter-Scherr, Dr. Manfred Nahold
Die Anwesenheit von schweren Teerölphasen (DNAPL) im Aquifer beeinflusst die GrundwasserqualitĂ€t im unmittelbaren Abstrom, ĂŒber die AusprĂ€gung von vertikalen Gradienten ist jedoch wenig bekannt. An einem ehemaligen ImprĂ€gnierwerk wurden die unterschiedlichen natĂŒrlichen Schadstoffminderungsprozesse einer Teeröl-DNAPL untersucht.
Deponierung und Verwertung von gefÀhrlichen AbfÀllen im Kali- und Steinsalzbergbau
Dr. Frauke Bretthauer, Jörg Glienke, Dr. Franz X. Spachtholz
GemĂ€ĂŸ Kreislaufwirtschaftsgesetz ist der Begriff Entsorgung der Oberbegriff fĂŒr Beseitigung und Verwertung. Bei der Untertagedeponie steht die langzeitsichere Beseitigung der AbfĂ€lle im Vordergrund. Bei der Untertageverwertung werden die stofflichen Eigenschaften von weniger kontaminierten AbfĂ€llen genutzt, um die bergrechtlich bestehenden Versatzpflichten fĂŒr ausgewĂ€hlte Bereiche der Grube zu erfĂŒllen.
VDI 2343 Recycling von elektr(on)ischen GerĂ€ten – Blatt Vermarktung
Dr.-Ing. Ralf BrĂŒning, J. Wolf
Die Aufgabe des Blattes „Vermarktung“ ist es Empfehlungen zu erarbeiten, wie Wertstoffe, die in AltgerĂ€ten enthalten sind, dem Wirtschaftskreislauf wieder verfĂŒgbar gemacht werden können. Gezielte Maßnahmen sollen dabei die Umwelt davor schĂŒtzen, dass die in den GerĂ€ten notwendigen und nĂŒtzlichen, sonst aber schĂ€dlichen Stoffe freigesetzt werden.
RUN: Sammlung, qualitÀtsgesicherte Aufarbeitung und Vermarktung gebrauchter Notebooks aus Haushalten
Dr.-Ing. Ralf BrĂŒning, J. Wolf, Elisabeth Herbeck
Ziel des Projekts „RUN“ (ReUse Notebook) ist der Aufbau eines Systems zur Sammlung, Wiederaufarbeitung und Wiederverkauf gebrauchter Notebooks und Ă€hnlicher GerĂ€te aus privaten Haushalten sowie von kleinen und mittelstĂ€ndischen Unternehmen (KMU). Die Sammlung von Notebooks konzentriert sich zunĂ€chst auf den deutschen und österreichischen Markt. Im Fokus der WiederverkaufsaktivitĂ€ten stehen vorerst Osteuropa, Deutschland und Österreich.
Re-Use von Antriebsbatterien aus Elektrofahrzeugen in StationĂ€rspeichern – Chancen und Risiken
Ulrich BĂŒrger, Dr.-Ing. Franz Hauk
Das Thema der Lithium-basierten Batterien wird immer wichtiger, sowohl im Kontext der Elektro-MobilitĂ€t als auch im Bereich der stationĂ€ren Speicher. Der Hauptfokus liegt hier beim Produzenten meist auf der Anwendung im First-Life. Aber auch nach dem First-Life im MobilitĂ€tssektor besitzen die Batterien meist noch ein hohes Potential fĂŒr weniger anspruchsvolle Anwendungsbereiche in einem Second-Life. Auf diese Weise können hohe Kosten, CO2-Emissionen und Deponierung von Material im Falle der Entsorgung der Lithium-Ionen-Batterien vermieden bzw. zeitlich verschoben werden. Dies ist von Vorteil, da die Recyclingverfahren immer weiterentwickelt werden und zukĂŒnftig höhere Recycling-Quoten ermöglichen.
Sequential Extraction as a Method for Analysis of Heavy Metals Mobility in Soils
Susana Casaseca, Mag. Dr. Martin Wellacher
Polluted soil with metals could affect human health through direct contact with soil, but potentially greater threats could rise, for example, from infiltration of the metals into groundwater aquifers or by the plant uptake of those. The hazard in soil attributable to metals is often assessed by determination of their total content or pseudo-total content in soil.
Effect of Organic Carbon in MSWI Bottom Ash on the Mobilization of Heavy Metals
Ruggero Maria Cavallino, Urs Eggenberger, Gisela Weibel
Nowadays municipal solid waste incinerators (MSWI) are playing a major role in waste Management activities. Especially in Switzerland, where the morphology of the country is quite disadvantageous, burning the municipal waste material seems to be the most favorable way to handle These types of waste.
Herausforderungen bei der Fortschreibung des Landesabfallwirtschaftsplanes fĂŒr die Steiermark
Phillis Cichy, Univ.-Lektor Hofrat Dipl.-Ing. Dr. Wilhelm Himmel, Mag. Dr. Martin Wellacher
Die Ausgangslage fĂŒr die Fortschreibung des Landes-Abfallwirtschaftsplanes kann sich sehen lassen: Die Steiermark verfĂŒgt ĂŒber die dichteste Infrastruktur zur getrennten Sammlung. Etwa 80 % des gesamten Siedlungsabfalls in der Steiermark werden einer stofflichen oder sonstigen Verwertung zugefĂŒhrt.
Novelle des Altlastensanierungsgesetzes – Entscheidungshilfen
Gernot Döberl, Stefan Weihs, Dietmar MĂŒller-Grabherr
In diesem Beitrag werden Arbeitshilfen – sogenannte Entscheidungshilfen – vorgestellt, die zurzeit vom Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesministeriums fĂŒr Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) in Zusammenhang mit den EntwĂŒrfen zu einer Novelle des Altlastensanierungsgesetzes („ALSAG neu“) erstellt werden.
Auswirkungen der Umsetzung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ausgewÀhlter Stoffströme auf die MBA in Deutschland
Prof. Dr.-Ing. Christina Dornack, Dr.-Ing. Christoph WĂŒnsch
Um in Deutschland die Rohstoffversorgung langfristig sichern zu können, ist eine Nutzung von SekundÀrrohstoffen ohne Alternative. Die getrennte Sammlung von Wertstoffen aus den HaushaltsabfÀllen soll neben der sicheren und umweltfreundlichen Verwertung die Reduktion der Restabfallmengen bewirken.
Forschungsvorhaben zur WĂ€rmerĂŒckgewinnung mittels Trockenschlackegranulation 2.0 – Umsetzung
Klaus Doschek, Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Harald Raupenstrauch
Aufgrund des steigenden Druckes zur Forcierung von Umweltschutz- und Energieeffizienzsteigerungsmaßnahmen in energieintensiven Industrien durch die Politik und die Gesellschaft, gilt es bis dato ungenutzte AbwĂ€rmequellen nutzbar zu machen. Daher wird in der Eisen- und Stahlindustrie seit Jahren an den verschiedensten VerfahrensansĂ€tzen zur WĂ€rmerĂŒckgewinnung von Hochofenschlacke geforscht.
Aktueller Zustand eines aktiven Absetzteiches: Feststellungen und Empfehlungen
Prof. Liljan Draganov, Prof. Dr. Carsten Drebenstedt
Vorgestellt wird ein Absetzteich des grĂ¶ĂŸten kupfergewinnendes Unternehmens in der Republik Bulgarien zusammen mit der Technologie fĂŒr Abwaschen des Abfalls. Die Autoren machen Feststellungen, Analysen und praktische Empfehlungen zur Erhöhung seiner gefahrlosen Ausbeutung.
Recycling of Phosphorus - Application of Slag and Ashes in Agriculture
Dr. Peter Drissen, Dr. Martin Rex
Phosphorus is of essential importance in plant growth and yield. For many decades Thomas slag from basic steelmaking has been a highly appreciated phosphorus fertilizer in agriculture. In the 1960s changes in steelmaking were the reason for declining amounts of phosphorus slag in steelmaking until in the midst 1990s no phosphorus slag was any longer available for agriculture purposes.
Recycling von TrĂŒbwasserinhaltsstoffen mittels Ionentauscher-Loop-Stripping
Dipl.-Ing. Dr. Markus Ellersdorfer, Jan Lubensky, Andreas Lechleitner, Kristina Stocker
Ammonium entsteht an kommunalen KlĂ€ranlagen im Zuge der anaeroben Stabilisierung von KlĂ€rschlamm. Es findet sich aufgrund hoher Löslichkeit vorwiegend in der FlĂŒssigphase aus der mechanischen KlĂ€rschlammentwĂ€sserung wieder (TrĂŒbwasser), welche zum Ammoniumabbau meist in die biologische Stufe der KlĂ€ranlage rĂŒckgefĂŒhrt wird. Dadurch entsteht eine „StickstoffrĂŒckbelastung“, welche zu betrieblichen Problemen und höheren BelĂŒftungskosten speziell beim Einsatz stickstoffhaltiger Co-Substrate fĂŒhrt.
Stand der Technik der deutschen Rostaschenaufbereitung aus der Abfallverbrennung im Fokus der Mineralik
Verena Enzner, Prof. Dr.-Ing. Kerstin Kuchta
Abfallverbrennung stellt in Deutschland die Regelentsorgung fĂŒr RestabfĂ€lle dar. WĂ€hrend die RĂŒckgewinnung von Metallen aus den Rostaschen nach dem Stand der Technik eine RĂŒckgewinnung von 7,7 % Eisen und 1,3 % NE erreicht und damit gut erschlossen ist, gibt es Probleme bei der Verwertung der Mineralik.
Pneumatische Förderung von alternativen Brennstoffen – KomplexitĂ€t erfordert intelligente Systeme
Harald Faber
Die Schenck Process GmbH gilt als Experte im Bereich der pneumatischen Förderung von alternativen Brennstoffen. Das DarmstĂ€dter Traditionsunternehmen hat aus seiner Förderschleuse fĂŒr die pneumatische Förderung grobstĂŒckiger, stark schleißender und schwer fließender Materialien zahlreiche pneumatische Fördersysteme mit Injektor-Durchblas-Messer-Schleuse (IDMS) entwickelt.
KreislaufgeschÀftsmodelle machen Design for Recycling profitabel
Raphael Fasko, L. Karrer
Vor gut 25 Jahren wurde unter dem Begriff “Cradle to Cradle” die Vision von Produkten lanciert, welche am Ende ihres Lebens nicht Abfall werden. Seither wurde viel geforscht und entwickelt und es sind tausende von kreislauffĂ€higen Produkten auf den Markt gebracht worden. FĂŒr viele Produktegruppen konnte gezeigt werden, dass der Rohstoffkreislauf auch bei modernen, industriellen Produkten geschlossen werden kann. Doch leider hat sich diese Produktionsform in der Breite noch nicht durchgesetzt. Was braucht es fĂŒr den ökonomischen Erfolg von Kreislaufdesign?
Wissenschaftliche Erkenntnisse aus der BelĂŒftung der Altlast Heferlbach
Dipl.-Ing. Dr. Johann Fellner, Dipl.-Ing. David Laner, Dr. Christian BrandstÀtter, Dr. Roman Prantl
Obgleich in Österreich die Deponierung von unbehandelten AbfĂ€llen seit 2004 bzw. 2009 verboten ist, lagern auf österreichischen Deponien und Altablagerungen schĂ€tzungsweise mehr als 60 Millionen Tonnen an unbehandelten SiedlungsabfĂ€llen. Die Emissionen dieser Deponien/Altablagerugen sind einerseits durch eine lang andauernde organische Belastung der SickerwĂ€sser gekennzeichnet und andererseits durch die Produktion von Deponiegas (Methan und Kohlendioxid). Um die Emissionen zu reduzieren und insbesondere ihre Dauer zu verkĂŒrzen wurde in den vergangenen Jahren die Methode der In-situ BelĂŒftung von Deponien propagiert. Dabei wird Luft in die Deponie/Altablagerung injiziert um aerobe Abbaubedingungen zu schaffen unter denen organische abbaubare Substanz schneller mineralisiert wird.
Biologische in-situ Sanierung durch BelĂŒftung (Bioventing)
Dr. Ing. Klemens Finsterwalder, Hartwig Kraiger
Ein Rangierunfall auf dem BahnhofsgelĂ€nde des Bahnhofs Gmunden, in dessen Folge 60.000 kg Diesel versickerten, wird mit einer speziell an die Randbedingungen des Standortes angepassten BelĂŒftung saniert. Das Besondere an dieser in-situ Sanierung durch BelĂŒftung (Bioventing) besteht darin, dass im Rahmen der Sanierungsplanung der Nachweis erbracht wurde, dass die Grundwasserbelastung durch die Bestandteile des Diesels bei einer BelĂŒftungsdauer von sieben Jahren langfristig sicher unter den zulĂ€ssigen Schwellenwert im Grundwasser von 100 ÎŒg/l liegen werden.
Erkenntnisse nach Ende des Abfallaushubs: Was wichtig war im Sanierungsprojekt Bonfol (CH)
Michael Fischer
Die SondermĂŒlldeponie nahe dem jurassischen Dorf Bonfol wird gemĂ€ĂŸ schweizerischer Altlastenverordnung saniert. Dabei werden die 200.000 Tonnen zumeist chemischer AbfĂ€lle, die in den 1960 und 1970er-Jahren in einer Tongrube eingelagert wurden, komplett ausgehoben und off-site verbrannt.
Neue Wege (Möglichkeiten, Erkenntnisse) in der kommunalen Gebiets- und Tourenplanung
Mag.phil. Dr.rer.nat. Wolfgang Fischer
Das hier angedachte Optimierungsbestreben im Bereich der Abfallsammlung wurden von Dornbusch (2005), der auf eine erforderliche innerbetriebliche logistische Neuorganisation und Hermannspann (2005), der vor allem auf Fuhrpark- und Personalkosten Bezug nimmt, thematisiert. Ausgangspunkt sind die Entsorgungsbetriebe, die im Auftrag der Gemeinden die Sammlung der unterschiedlichen Abfallfraktionen durchfĂŒhren und folglich die aus ihrer Sicht passenden Touren pflegen.
Einbringungstechniken von BodenzusĂ€tzen in kontaminiertes GrĂŒnland (Langzeitversuch)
Wolfgang Friesl-Hanl, Mag. Dr. Andrea Watzinger, Prof. Dr. Martin H. Gerzabek
Landwirtschaftliche FlÀchen in der Umgebung von Industriebetrieben werden hÀufig durch austretende Emissionen beeintrÀchtigt.
Ressourceneffizienz im Online-Handel
Prof. Dr. habil. Stefan A. GĂ€th
Der vorliegende Artikel vergleicht am Beispiel von mehreren Produktgruppen – BĂŒcher, Autoteile/ Autozubehör, Bekleidung – die Effizienz der Verpackungen im Onlinehandel und zeigt die Folgen dieses Handelns beispielhaft auf. Außerdem wird ein Verfahren vorgestellt, das es erlaubt, den Verpackungsverbrauch zu minimieren.
Verwendung von Tunnelausbruchmaterial – Die neue Richtlinie der Österreichischen Bautechnik Vereinigung
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Robert Galler
Der uneingeschrĂ€nkte Zugang zu Sand-, Kies- und LagerstĂ€tten fĂŒr Industrieminerale wird durch vielseitige OberflĂ€chennutzung und restriktiver werdende Umweltauflagen zukĂŒnftig erschwert möglich sein.
Weiterverwendung mineralischer Baustoffe und EntwÀsserung von ProzesswÀssern in geotextilen SchlÀuchen
Hendrik Geißler, Markus Wilke, B. Kempf
Um Bauprojekte gleichermaßen verantwortungsvoll und effizient umzusetzen spielt ein intelligentes, projektĂŒbergreifendes Stoffstrommanagement eine immer wichtigere Rolle.
Re-Use, Reduce, Refuse - Konfus? Zur Systematisierung von Abfallvermeidung und Wiederverwendung
Prof. Ulrike Gelbmann
Ressourcen- und Ökoeffizienz sind in der Nachhaltigkeitsdebatte zu wichtigen Schlagwörtern geworden, was sich in EU- ebenso wie OECD Publikationen spiegelt. Bereits 2008 schlĂ€gt die OECD die StĂ€rkung von 3R (Reduce, Re-Use, Recycle) Strategien in Bezug auf AbfĂ€lle vor, in denen „Reduktion“ und „Re-Use“ vor dem Recycling positioniert werden. Auch die EU Abfallhierarchie (2008) rĂ€umt der Vermeidung und Vorbereitung zur Wiederverwendung PrioritĂ€t vor anderen abfallwirtschaftlichen Optionen ein. Seither finden, weitgehend ohne Beteiligung der großen abfallwirtschaftlichen Player, BemĂŒhungen statt, die Bedeutung von Vermeidung- und Wiederverwendung (im Folgenden „Re-Use“) zu stĂ€rken.
RĂŒckgewinnung von Seltenerd- und Platingruppenmetallen aus Aufbereitungs- und ProduktionsrĂŒckstĂ€nden
Dr. Carsten Gellermann, Dr. Karolina Kazmierczak, Dr. Gert Homm, Thilo BrÀmer, Prof. Dr. Rudolf Stauber
Die Versorgung der deutschen Wirtschaft mit Rohstoffen fĂŒr die Entwicklung von Hochtechnologien steht mehr denn je auf der Agenda fĂŒr Politik und Gesellschaft. Durch das Bekenntnis Deutschlands zu einer umfassenden Umwelt- und Klimaschutzpolitik hat sich ein Wandel hin zu nachhaltigen Produkten, die wiederum ressourcen- und energieeffizient hergestellt sind, vollzogen.
P-Cycle: Mit Algen zu einem geschlossenen Phosphorkreislauf - Das Pilot-Projekt PRiMA
Tobias Grabner, Prof. Dr. habil. Stefan A. GĂ€th
Neben wenigen, noch nicht vollstĂ€ndig ausgereiften, technischen P-Recyclingmethoden aus KlĂ€rschlamm, stehen auch biologische Recyclingtechnologien im Blickpunkt der Wissenschaft. Dabei sind neben Bakterien auch Algen als potentielle P-Speicher von Interesse. Das hier aufgezeigte Pilotprojekt leistet dazu einen Beitrag, das Up-Scaling dieser Option genauer zu untersuchen und im Feldmaßstab zu validieren.
Solid Recovered Fuel – Optimization of Plants in the Polish Economic Reality
Artur GradziƄski
Waste management and district heating systems, especially in scope of smaller facilities, require a thorough modernization. In addition, the existing model of these systems, especially for small and medium-territorial units, is not able to meet new requirements of the EU policy in the field of resources and energy efficiency. It is therefore necessary to seek for the new model which quality will be closer to the requirements of the overall strategy of the European Commission, whose key elements includes the impact of the project on the social prosperity and the preservation of the principles of sustainable development.
Altlastenrelevante Schadstoffe und die Bewertung eines eingesetzten Vor-Ort-Analysenverfahrens
Anton Gratzl, Oliver Mann, Univ. Prof. DI Dr. techn. Werner Wruss, Christoph Angermayer, GĂŒnter Hirsch
Im Rahmen der Altlastensanierung – „Kokerei Linz Altlast O76“ – von PAK Verunreinigungen ist eine sehr schnelle Entscheidung (Verunreinigung grĂ¶ĂŸer/kleiner als) wĂ€hrend der Aushubarbeiten wesentlich. Als Entscheidungsgrundlage wird bei der Entsorgung von PAK kontaminierten Bodenmaterialien der Indikatorparameter US 16 EPA PAK eingesetzt.
Verfahren zur Verwertung von DÀmmmaterialabfÀllen aus Mineralwolle in Spezialbaustoffen
Jörg Gröper, Dittmar Lack
Vor dem Jahr 2000 erzeugte und verbaute Mineralwollerzeugnisse sind nicht frei von Bedenken bezĂŒglich ihrer negativen Auswirkung auf die menschliche Gesundheit – sie können gemĂ€ĂŸ TRGS 905 aufgrund ihrer Wirkung auf die menschlichen Atemwege als krebserzeugend eingestuft werden. Aus diesem Grund dĂŒrfen diese nicht zu neuen Mineralwollerzeugnissen recycelt werden und mĂŒssen einer alternativen Verwertung oder Beseitigung zugefĂŒhrt werden, die eine Freisetzung der Mineralfasern in die BiosphĂ€re ausschließt.
Changes in the Solid Waste Composition of Metropolitan Cities: A Case Study for Izmir
Dr. Elif Duyusen Guven
Knowledge of municipal solid waste amount, composition and characterization in an area plays a key role for the decision makers to determine the proper waste management system and final disposal options. Depending on various factors such as population increases, climatic changes, lifestyle habits, and socio-economic developments, the solid waste amount and composition continuously change in time. Lack of waste data is a big problem in Turkey which is a developing country with young population and rapid industrialization. There are numbers of composition and characterization studies conducted in different districts in Turkey by independent researchers. Nevertheless, continuous regular data is necessary for proper solid waste management.
Untersuchungen zur KupferrĂŒckgewinnung aus Feinfraktionen von MVA-Schlacken mittels Flotation
Andrea Haas, B. Breitenstein, Prof. Dr.-Ing. Tobias Elwert, Prof. Dr. Daniel Goldmann
Schlacken aus MĂŒllverbrennungsanlagen (MVA) und Ersatzbrennstoff (EBS)-Kraftwerken sind anthropogene Wertstofflager, da sie signifikante Mengen an Wertmetallen, vor allem Eisen, Aluminium und Kupfer, beinhalten. Letzteres besitzt den höchsten Wert und die beste RecyclingfĂ€higkeit vor allem im Feinkornbereich. In Aufbereitungsanlagen, die nach dem Stand der Technik mit trocken-mechanischen Verfahren arbeiten, können diese Wertmetalle bis zu einer unteren BehandlungskorngrĂ¶ĂŸe von ca. 2 mm zurĂŒckgewonnen werden. WĂ€hrend fĂŒr Eisen hohe RĂŒckgewinnungsquoten erreicht werden, sind diese fĂŒr NE-Metalle deutlich geringer.
BREF Abfallbehandlung – Auswirkungen auf österreichische Anlagen
DI Karl Harather, Ing. Michael Pinkel
Das europĂ€ische BREF-Merkblatt zur Abfallbehandlung (Best Available Technique Reference Documents) legt den Stand der Technik fĂŒr IPPC-Anlagen fest. Als IPPC-Anlagen gelten jene Betriebsanlagen, die der europĂ€ischen Industrieemissionsrichtlinie unterliegen (Integrated Pollution Prevention and Control). Ein erster Entwurf der Neuregelung wurde vor kurzem veröffentlicht. Diese Vorgaben werden zukĂŒnftig einen verbindlichen Charakter auch fĂŒr österreichische Anlagen haben. Im nachfolgenden Beitrag wird zuerst der Aufbau und Inhalt des BREF vorgestellt und der Ablauf zur Ausarbeitung einer koordinierten österreichischen Stellungnahme. Danach werden die konkreten Anforderungen fĂŒr alle IPPC-Anlagen und spezielle Vorgaben fĂŒr Anlagen zur mechanischen Behandlung heizwertreicher AbfĂ€lle, fĂŒr Kompostanlagen und MBAÂŽs diskutiert.
Elektrohydraulische Zerkleinerung: Innovative Methode zum Recycling galvanisierter Kunststoffe
Dr.-Ing. Thorsten Hartfeil, Dr.-Ing. Sven Grieger, Dr. Katrin Bokelmann, Jens Herdegen, Anna-Lisa Bachmann
Das hochwertige Recycling von galvanisierten Thermoplasten setzt eine möglichst vollstĂ€ndige Entfernung der Metallschichten voraus, um das Grundmaterial wieder fĂŒr den Spritzguss aufbereiten zu können. Als innovative Methode wurde hierfĂŒr die elektrohydraulische Zerkleinerung (EHZ) eingesetzt, die auf einem rein mechanisch-physikalischem Prinzip beruht. Als Versuchsmaterial wurden StĂŒcke von galvanisch verchromten Zierleisten aus dem Automobilbereich verwendet. In dem durchgefĂŒhrten Versuch wurde neben dem Ablöseverhalten der Metallschichten auch der Energieverbrauch betrachtet. Als wesentliches QualitĂ€tsmerkmal wurden schließlich die Restmetallgehalte des entschichteten Materials quantitativ analysiert. Es zeigte sich, dass ein sehr gutes Ergebnis bereits nach einer Behandlungsdauer von wenigen Minuten erreicht wird. Am Ende des Versuchs betrug der Restmetallgehalt deutlich unter 1.000 mg/kg bei einem spezifischen Energieverbrauch von ca. 2,5 kWh/kg. Somit eignet sich das entschichtete Material fĂŒr eine Regranulierung und den Wiedereinsatz im Spritzguss.
Aerobe Stabilisierung von Deponien – Technische Lösungen und erste Ergebnisse geförderter Projekte in Deutschland
Dr.-Ing. Roland Haubrichs
Das Umweltbundesamt schĂ€tzt, dass im Jahr 2015 – und damit 10 Jahre nach Ende der Ablagerung von Organik auf Deponien in Deutschland – immer noch ĂŒber 500.000 Tonnen Methan in deutschen Deponien entstanden sind, die erfasst und behandelt werden mĂŒssen.
RĂŒckbau- und Recyclingstrategien fĂŒr WĂ€rmedĂ€mmverbundsysteme (WDVS)
Niklas Heller, Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme
In den vergangenen Jahrzehnten wurden in Deutschland große Mengen an WĂ€rmedammverbundsystemen verbaut, ĂŒberwiegend mit expandiertem Polystyrol (EPS) als DĂ€mmstoff. Aktuell ist die RĂŒckbaurate noch gering. ZukĂŒnftig wird aber mit steigenden Abfallmengen gerechnet, sodass RĂŒckbau- und Recyclingstrategien an Bedeutung gewinnen. Heute zurĂŒckgebaute WDVS auf EPS-Basis enthalten in der Regel das seit August 2015 in EPS-Platten verbotene Flammschutzmittel HBCD und werden in geeigneten Anlagen verbrannt. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft werden zukĂŒnftig höherwerte Verwertungswege an Bedeutung gewinnen. Recyclingverfahren erfordern i.d.R. eine hohe Sortenreinheit der Stoffe. Durch die wissenschaftliche Begleitung von WDVS-RĂŒckbauprojekten konnte aufgezeigt werden, dass auch derzeit intensive selektive RĂŒckbau nicht direkt zu sortenreinen Abfallströmen fĂŒhrt. Versuche mit Aggregaten aus der Recyclingtechnik bieten aber die Möglichkeit, die einzelnen Werkstoffe aus einem WĂ€rmedĂ€mmverbundsystem auf EPS-Basis weitgehend sortenrein aufzubereiten.
Landfill Mining: Entwicklung eines gesamtheitlichen Bewertungsverfahrens
Robert Hermann, Univ.-Prof. DI Dr. mont. Roland Pomberger, DI Dr. Tanja Wolfsberger
Aufgrund der global sehr ungleichmĂ€ĂŸig verteilten PrimĂ€rrohstoffe, der wirtschaftlich oft nicht rentablen Erschließung neuer LagerstĂ€tten sowie der Intention der EuropĂ€ischen Union den Verbrauch an PrimĂ€rrohstoffen zu reduzieren und die Rohstoffeffizienz zu verbessern (EC 2010), sollen neben dem klassischen Bergbau nun auch andere Rohstoffquellen genutzt werden. Eine effiziente Nutzung von SekundĂ€rroh- und -brennstoffen aus Landfill Mining Projekten kann in diesem Zusammenhang einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Ressourcenwirtschaft in Europa liefern. Aus diesem Grund untersuchte das Projekt „LAMIS - Landfill Mining Österreich“ Deponien, die einen hohen Anteil an nutzbaren Wertstoffen im Vergleich zur gesamten abgelagerten Abfallmenge aufweisen, mit dem Ziel SekundĂ€rrohstoffe aus dem Deponiematerial rĂŒckzugewinnen.
Release of Hydrogen Gas During the Transport of MSWI Bottom Ash
Prof. Dr. Soraya Heuss-Aßbichler, Alexandra Huber
Nach einer Verpuffungsreaktion beim Transport frischer MV-Schlacke in einer bayerischen MĂŒllverbrennungsanlage stellte sich die grundsĂ€tzliche Frage, inwieweit in einem Container mit frischer bzw. bis fĂŒnf Tage gealterte MV-Schlacke eine kritische Konzentration fĂŒr eine Knallgasreaktion entstehen kann. Insgesamt wurden sechs Messkampagnen durchgefĂŒhrt, und die Gasentwicklung ĂŒber einen Zeitraum von jeweils vier Stunden dokumentiert. Bei einer erhöhten H2-Konzentration > 10.000 ppm (1 Vol.-%) wurde die Messkampagne um weitere vier Stunden verlĂ€ngert. Drei Messkampagnen wurden im Herbst (Oktober) und drei weitere im Sommer (August) durchgefĂŒhrt.
Die neue europĂ€ische Dimension des Abfallstroms „Altfahrzeuge“ zur Verhinderung illegaler Exporte
Dr. Peter Hodecek, MBA
Die Thematik der Entsorgung bzw. Verwertung von Altfahrzeugen wird auf Gemeinschaftsebene durch die EU-weit seit 18. September 2000 anzuwendende Richtlinie ĂŒber Altfahrzeuge 2000/53/EG geregelt. Diese verlangt insbesondere nach, durch die Mitgliedstaaten bis zu bestimmten Stichtagen zu erreichende, Mindestverwertungsquoten und sieht die Einrichtung von RĂŒcknahmesystemen fĂŒr Altfahrzeuge vor.
Karbonatisierung von Aschen und Schlacken zur Erzeugung von Wertstofffraktionen
Dr. Daniel Höllen, Katharina Pleßl, Markus Stöllner, MSc. Philipp Sedlazeck, Mag. Therese Schwarz
Mineralische AbfĂ€lle stellen den mengenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸten Abfallstrom dar, wĂ€hrend CO2-Emissionen maßgeblich zum Klimawandel beitragen. Daher kann die simultane Verwertung beider Stoffe durch “Carbon Capture and Utilization” (CCU) in Form der Karbonatisierung einen Beitrag zu Ressourceneffizienz und Klimaschutz leisten.
Auswirkung des nachhaltigen RĂŒckbaus von GebĂ€uden auf den Planungsprozess in Österreich
Anja Hogge, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Anke Bockreis, Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Arnold Tautschnig, T. Hogge
In der Abfallhierarchie der EU-Abfallrahmenrichtlinie (AbfRRl 2008), ĂŒbernommen in die österreichische Gesetzgebung ĂŒber das Abfallwirtschaftsgesetz (AWG 2002), ist die Verwertung durch eine Vorbereitung zur Wiederverwendung oder ein Recycling direkt nach der Abfallvermeidung prioritĂ€r zu betrachten. Damit zusammenhĂ€ngend wird auch der Begriff des „Urban Mining“ anthropogener SekundĂ€rrohstofflager geprĂ€gt.
48er-Tandler – Der Standort fĂŒr Re-Use in Wien
Franziska Howorka
Abfallvermeidung und Wiederverwendung sind die obersten Ziele der Wiener Abfallwirtschaft und neben den entsprechenden europĂ€ischen, nationalen und landesweiten Gesetzen sowohl im Bundesabfallwirtschaftsplan, als auch im Wiener Abfallwirtschaftsplan verankert. Im Wiener Abfallvermeidungsplan 2013 - 2018 wurde ein eigenes MaßnahmenbĂŒndel fĂŒr den Bereich Re-Use definiert und vom Wiener Landtag beschlossen. Altwaren wieder in den Wertstoffkreislauf einzubringen stellt in diesem Zusammenhang einen wichtigen Teil des regionalen Wiener Re-Use-Konzepts dar.
European Harmonization of Methods to Quantify Methane Emissions from Biogas Plants
In the past years, attempts were undertaken to quantify single emission sources as well as overall emissions from biogas plants using on-site (direct) and remote sensing (indirect) methods. While measurements on site often focus on one type of CH4 sources, remote sensing methods cover the overall emission plume. Among the current available emission measurement techniques, none is in a position to be recognized as the best international reference. Therefore, the establishment of a scientifically based standardization and harmonization of methods would greatly contribute to the assessment of the fugitive emissions from biogas plants.
Is an Effective Recovery of Heavy Metals from Industrial Effluents Feasible?
Alexandra Huber, Prof. Dr. Soraya Heuss-Aßbichler, Melanie John-Stadler
Metallic elements and their compounds represent, depending on their concentration and bioavailability, a potential hazard to the health of humans, animals, plants and other living organisms. Large volumes of water contaminated with heavy metals or radioactive elements are generated e.g. during mining processes or industrial productions. In general, legal limits are low and strict to ensure purifying of wastewater.
Flugaschezugabe in einen Drehrohrofen zur Behandlung von gefĂ€hrlichen AbfĂ€llen – Auswirkungen auf die SchlackenqualitĂ€t
Florian Huber, Amon Purgar, Dominik Blasenbauer, Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Franz Winter, Dipl.-Ing. Dr. Johann Fellner
Bei der Verbrennung von SiedlungsabfÀllen kann das Volumen um circa 90 %, die Masse um 60-90 % und der Anteil an organischen Substanzen um nahezu 100 % reduziert werden, wodurch begrenztes Deponievolumen eingespart und Schadstoffemissionen aus Deponien in Luft, Wasser und Böden vermieden werden. Bei der Abfallverbrennung entstehen Schlacke (ungefÀhr 20 % der Masse des verbrannten Abfalls) und Flugasche (ungefÀhr 5 % der Masse des verbrannten Abfalls) und geringe Mengen an Filterkuchen aus der Abwasserbehandlung.
Elektronisches Datenmanagement in der Umwelt und Abfallwirtschaft – Fluch oder Segen?
Roman Hummel, Prof. Dr. Arne Michael Ragoßnig, Johannes Novak, Dipl.-Ing. Dr. techn. JĂŒrgen Maier
Das Elektronische Datenmanagement in der Umwelt und Abfallwirtschaft (kurz EDM) ist ein zentrales Instrument in der österreichischen Abfallwirtschaft, um rechtliche Verpflichtungen seitens der Unternehmen und zustĂ€ndigen Behörden erfĂŒllen zu können.
Elektrodynamische Fragmentierung von Elektroschrott
Cedric Iseli, Prof. Dr. Martin Streicher-Porte, R. Martino, Stoyan Gaydardzhiev, Dr. rer. nat. Alexander Weh
Durch den Einsatz von elektrodynamischer Fragmentierung (EDF) ist es nicht nötig, Material fein zu mahlen, es kann vielmehr durch seine selektive Auftrennung aufgeschlossen werden.
Materialzusammensetzung und Recycling von Leiterplatten
Aleksander Jandric
Die Entsorgung von Leiterplatten (LP) stellt eine ökologische Herausforderung dar. Gleichzeitig gewinnt deren Recycling immer mehr an Bedeutung in der Montan- und Recyclingindustrie. Einerseits, wegen der enthaltenen gefĂ€hrlichen Stoffe, wie zB. Hg, Pb, Cd und Be, chlorierte und bromierte Flammschutzmittel und andere, hat die Entsorgung bzw. Recycling von LP eine wesentliche umweltökologische Relevanz. Andererseits, sind in den LP eine große Bandbreite an wertvollen Metallen enthalten, v.a. Cu, Fe, Al, Au, Ag und Pd.
RĂŒckgewinnung von Hochleistungswerkstoffen aus Triebwerken unter BerĂŒcksichtigung der Unbrauchbarmachung
Dipl.-Ing. Sebastian Jeanvré, Prof. Dr.-Ing. Jörg Woidasky
Flugzeuge sind eine Quelle hochwertiger Komponenten und Werkstoffe, sobald sie zur Entsorgung kommen. Von besonderem Interesse sind Hochleistungswerkstoffe u.a. aus den Triebwerken. Triebwerke sind im Durchschnitt aus 40 % Nickel-Legierungen, 30 % Titan-Legierungen, 20 % StĂ€hlen und 10 % sonstigen Werkstoffen zusammengesetzt. Um deren Potential zu erschließen, ist eine Prozessentwicklung fĂŒr die dokumentierte Unbrauchbarmachung und RĂŒckgewinnung von SekundĂ€rrohstoffen wie z.B. Titan, Superlegierungen, Edelstahl und sonstigen Materialien aus Trieb- und Fahrwerken erforderlich. Der Beitrag stellt das Vorgehen zum rechtssicheren und gleichzeitig wirtschaftlichen Triebwerksrecycling in der betrieblichen Praxis dar.
A New Concept to Recover Heavy Metals from Industrial Wastewater
Melanie John-Stadler, Prof. Dr. Soraya Heuss-Aßbichler, Alexandra Huber
Heavy metals represent important raw materials. However, these elements can be potentially hazardous for the health of humans, animals, plants and other living organisms. In industry, wastewaters with a variable concentration of different metal components e.g. Cu, Ni, Zn, Ag, Pd, Au, Sn and Cr are produced. The amount of heavy metal containing wastewaters has strongly increased in the last decades due to the rapid development of industry.
Assessing the Resource Efficiency of Biorefineries Using Organic Residues - Methodology and Examples
DR. techn. Gerfried Jungmeier, Maria Hingsamer, Dr. Rene van Ree
The IEA Bioenergy Task 42 “Biorefining” has the following definition on biorefining: “Biorefining is the sustainable processing of biomass into a spectrum of bio-based products (food, feed, chemicals, and materials) and bioenergy (biofuels, power and/or heat)”. Various types of organic residues are a sustainable resource that offers great opportunities for a comprehensive product portfolio to satisfy the different needs in a future BioEconomy.
Polymer Recyclates for Technical Parts - Rec2TecPart
Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Matthias Katschnig, Clemens Holzer, Birgit Hornitschek, Bianca Purgleitner
Society and legislation are focusing more and more on sustainability due to ecological and economic reasons. This means that materials in general have to be used in a more sustainable way and that waste has to be turned into a valuable resource again. Searching for sustainable approaches the resource efficiency has come into play.
Elektrodynamische Fragmentierung von Betonabbruch
Thomas Keller, Prof. Dr. Martin Streicher-Porte, Prof. Dr. Harald Schuler
Bisher wird das Potenzial des Betonabbruchs zu wenig genutzt. Dort wo recycelt wird, findet meist ein minderwertiger Einsatz statt, z.B. wird der aufbereitete Betonabbruch aus dem Hochbau als Kofferung im Strassenbau eingesetzt. Feine Fraktionen (< 4 mm) werden teilweise auch deponiert, da diese verhÀltnismÀssig viel Zement enthalten.
Monitoring des anaeroben mikrobiellen in situ Mineralölabbaues ĂŒber akzeptorseitige Stabilisotopenfraktionierung
Martin Kern, Prof. Kerstin BrandstÀtter-Scherr, Mag. Dr. Andrea Watzinger
Weltweit gibt es zahlreiche mit Erdöl und dessen Produkten Mineralölkohlenwasserstoffe, MKW) kontaminierte FlĂ€chen, deren Sanierung eine essentielle Aufgabe zum Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit darstellt. Verglichen mit Aushub und Behandlung des kontaminierten Materials als Abfall handelt es sich bei der in situ Sanierung ĂŒber die Stimulation der vorhandenen Mikroorganismenpopulation um eine gering invasive, kostengĂŒnstigere und somit nachhaltigere Methode.
New Trends of Circular Economy in the City of Velika Gorica
Ervin Kolarec, Sanja Kalambura, Nives Jovičić
For a number of years, the city of Velika Gorica has been developing waste management projects, and the actual waste management system situation of the city of Velika Gorica is the result of its gradual and strategical development since the late 1990s. The waste is a very important resource in the concept of circular economy and the construction of infrastructure in Velika Gorica will ensure foundations for circular economy.
EinflussgrĂ¶ĂŸen auf die separate Bioguterfassung unter besonderer BerĂŒcksichtigung der QualitĂ€t
o. Prof. Dr.-Ing. Martin Kranert, Dipl.-Ing. Lea Böhme, Dipl.-Ing. Anna Fritzsche, Dipl.-Ing. Ralf Gottschall
Vor dem Hintergrund steigender Bioabfallmengen und gleichzeitig zu verzeichnender Verringerung der Sortenreinheit von Biogut wurde eine Studie zum Thema „EinflussgrĂ¶ĂŸen auf die separate Bioguterfassung unter besonderer BerĂŒcksichtigung der QualitĂ€t“ durchgefĂŒhrt. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass im Hinblick auf eine hochwertige und nachhaltige Verwertung von Biogut der Erzeugung eines fremdstoffarmen Produktes (Kompost, GĂ€rprodukt) PrioritĂ€t eingerĂ€umt werden muss. Dieses Ziel kann nur ĂŒber ein Zusammenspiel der verschiedenen Akteure – der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, den öffentlich-rechtlichen EntsorgungstrĂ€gern sowie den Verantwortlichen fĂŒr Planung und Betrieb von Entsorgungsanlagen – erreicht werden. Auch hier gilt es, den Paradigmenwechsel von der Entsorgungswirtschaft hin zu einer Versorgungswirtschaft umzusetzen.
Quo vadis Kunststoffrecycling – Bestandsaufnahme der polyolefinen Kunststoffe in der österreichischen Abfallwirtschaft
DI Lukas Kranzinger, Univ.-Prof. DI Dr. mont. Roland Pomberger, Daniel Schwabl, Dipl.-Ing. Dr.mont. Markus Bauer
Polyolefine zĂ€hlen zu den thermoplastischen Kunststoffen und besitzen die Eigenschaft nach ErwĂ€rmung umgeformt bzw. neu geformt werden zu können. Die daraus resultierende Wiederverwertbarkeit ist von großer Bedeutung fĂŒr das Recycling. Die vorliegende Studie hatte zum Ziel, das Aufkommen und den Verbleib dieser Polyolefine, im Speziellen Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP), in der österreichischen Abfallwirtschaft darzustellen um das noch ungenutzte Potential fĂŒr bestehende und neue Recyclingtechniken aufzuzeigen. Aus heutiger Sicht ist die österreichische Kunststoffrecyclinglösung noch ausbaufĂ€hig. Die Bestandsaufnahme wurde lt. Abfallkatalog nach ÖNORM S2100 durchgefĂŒhrt. Eine Beprobung ausgewĂ€hlter Abfallströme und eine Folge von physikalischen Analysen (Dichtesortierung und Infrarotspektroskopie) konnte ein theoretisches Jahrespotential von 310.000 Tonnen aufzeigen.
Strategische Metalle aus Telekommunikations-Netztechnik: Endlich eine Chance fĂŒr Robotik?
Dr. Siegfried Kreibe, Andreas Förster
Die Deutsche Telekom Technik GmbH (Telekom) baut im Rahmen der Erneuerung der Telekommunikations-Netztechnik in erheblichem Umfang Alttechnik ab. Die Verwertung erfolgt bereits heute auf hohem Niveau. Um dennoch Möglichkeiten zu einer weiteren Verbesserung der Recyclingquote von strategischen Rohstoffen zu identifizieren hat die Telekom die bifa Umweltinstitut GmbH (bifa) beauftragt, ihre Abbau- und Verwertungsprozesse zu untersuchen und VorschlĂ€ge zur Weiterentwicklung zu erarbeiten. An der Bearbeitung des Projektes wirkten neben bifa auch die Electrocycling GmbH in Goslar sowie die KUKA Systems GmbH in Augsburg mit. Im Bereich der strategischen Metalle zeigen sich interessante Potenziale, die vor allem die Leiterplatten betreffen. Eine gezielte EntstĂŒckung von Leiterplatten aus dem Elektronikschrott scheiterte bisher insbesondere an der Vielfalt der Leiterplatten-Bauformen. Im Falle der Telekommunikations-Netztechnik ist die Ausgangssituation insbesondere fĂŒr die Separation von Tantal-Kondensatoren wesentlich besser. Nicht alle Tantal-Kondensatoren und nicht alle untersuchten Leiterplatten sind fĂŒr eine wirtschaftliche EntstĂŒckung geeignet. Mit einem pragmatischen Roboterkonzept bestehen dennoch gute Aussichten fĂŒr eine wirtschaftliche Realisierung.
Altstoffsammelzentrum Leoben – Funktionelle und konzeptionelle Planung
Alfred Krenn, Dipl.-Ing. Dr. mont. Gernot Kreindl
In der Bezirkshauptstadt Leoben wurde im FrĂŒhjahr 2015 ein neues Altstoffsammelzentrum eröffnet, das in KapazitĂ€t und technischer Ausgestaltung den Anforderungen einer modernen, ressourcenorientierten Abfallwirtschaft gerecht wird. Unter der Gesamtkoordination der Stadtgemeinde Leoben – Referat fĂŒr Umwelt und Tiefbau arbeiteten interne sowie externe Experten, PlanungsbĂŒros und die MontanuniversitĂ€t Leoben eng zusammen. Beginnend mit einer umfassenden Standortsuche und der Diskussion und Auswahl von Kriterien fĂŒr einen geeigneten Standort im Stadtgebiet wurden Raumordnungskriterien, wie die Erreichbarkeit bzw. verkehrstechnische Anbindung und zukĂŒnftige Erweiterungsmöglichkeiten mitberĂŒcksichtigt. Die ZusammenfĂŒhrung der Anforderungen an FunktionalitĂ€t und Platzbedarf sowie einer architektonisch ansprechenden Gestaltung mit intelligentem Verkehrskonzept bildeten die Herausforderungen. Neben der funktionellen Planung waren die Verwendung nachwachsender Baustoffe wie Holz, die Nutzung von ErdwĂ€rme zur GebĂ€udeheizung, die Errichtung einer Photovoltaikanlage zur teilweisen Eigenenergieversorgung und der Betrieb eines Re-use-Shops wesentliche ökologische Kriterien bei der Umsetzung dieses erfolgreichen Projekts.
Material vs. Energy Recovery – An Assessment Using Computational Tools NERUDA and JUSTINE
Jiƙí Kropáč, J. Gregor, Dr. Martin Pavlas
The paper describes a continuing work on a unique approach of a Waste-to-Energy (WtE) Project assessment and related risk analysing. It is based on long time developed computational tools NERUDA and JUSTINE which support decision making in the field of waste Management.
Möglichkeiten zur Etablierung einer Förderungsschiene fĂŒr „BrachflĂ€chen“
Dr. Johannes Laber, M. Ortmann
Die (Wieder)Nutzung ehemaliger und kontaminierter Industrie- und Gewerbestandorte – auch „BrachflĂ€chen“ genannt – gilt als wesentliches Instrument zur Reduktion des FlĂ€chenneuverbrauches.
Untersuchung zur Entstehung brennbarer Gase beim Recycling von Li-Ionen Batterien
Michael Lammer, Alexander Königseder, Kurt Mayer, Ass.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Susanne Lux, Assoc.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Viktor Hacker
Beim Einsatz und der Entsorgung von Lithium-Ionen-Akkumulatoren kann es durch KurzschlĂŒsse in den Zellen bzw. durch Überhitzung zum Schmelzen des Polymerseparators und zur Zersetzung der Kathodenmaterialien kommen.
Intensiviertes Monitoring zur Bewertung der Deponienachsorge
Dipl.-Ing. David Laner, Dipl.-Ing. Dr. Johann Fellner
Deponiebetreiber sind verpflichtet Deponien nach Ablagerungsende solange nachzusorgen (zu betreuen bzw. zu kontrollieren) bis aus Sicht der zustĂ€ndigen Behörde von der Deponie keine GefĂ€hrdung fĂŒr Mensch und Umwelt zu erwarten ist. Als Grundlage zur Berechnung der finanziellen Sicherstellungsleistung fĂŒr Nachsorgemaßnahmen werden in der Deponieverordnung MindestzeitrĂ€ume von 30 (fĂŒr Baurestmassen-, Reststoff- und Massenabfalldeponien) bzw. 40 Jahren (fĂŒr ehemalige HausmĂŒlldeponien) festgeschrieben
Voraufbereitung von Altholz fĂŒr das stoffliche Recycling
DI Dr. Heinz Leitner, Andreas Kunter
In Österreich wurden 2015 620.000 Tonnen Altholz gesammelt, die fĂŒr die Aufbereitung zum stofflichen Recycling in der Plattenindustrie in Frage kommen. Bei der Aufbereitung kann zwischen Vor- und Nachaufbereitung unterschieden werden. Komptech, Hersteller von Zerkleinerungs- und Siebtechnik, hat unterschiedliche Voraufbereitungsverfahren in Hinblick auf Produktausbeute und Betriebskosten untersucht.
FTIR-Sickerwasseranalysen fĂŒr Monitoring von Altablagerungen und Deponien
Dipl.-Ing. Sabine Lenz, Dr. Katharina Böhm, Dipl.-Ing Erwin Binner, Reinhold Ottner, Dipl.-Ing. Dr. Marion Huber-Humer
Sickerwasseruntersuchungen liefern wichtige Informationen ĂŒber die ReaktivitĂ€t organischer Substanz in Deponien und sind hilfreich, um aktuell ablaufende VorgĂ€nge in Deponien bzw. Deponieabschnitten zu beschreiben. FTIR-Spektroskopie ist rasch durchfĂŒhrbar, zuverlĂ€ssig und ermöglicht eine umfassende Charakterisierung von SickerwĂ€ssern. Eine Unterscheidung aerober und anaerober Deponiebedingungen ist mithilfe der Spektren eindeutig möglich.
Innovative Verfahren zur Herstellung von Baustoffkomponenten aus HausmĂŒllverbrennungsasche
Dr. Stefan LĂŒbben
In der Stadt Hamburg werden jĂ€hrlich ca. 160.000 Mg HausmĂŒllverbrennungsasche erzeugt. Da eine Verwertung als Ersatzbaustoff wegen sinkender Akzeptanz und steigenden rechtlichen Anforderungen immer schwieriger wird, sucht die Stadtreinigung Hamburg nach alternativen Verwertungswegen.
Current State of Biowaste Management in the Czech Republic
Technical University of Ostrava Barbora Lyčková, J. Mudruƈka, Silvie Ơtanclová, Radmila Kučerová, Vojtech Dirner
The Czech Republic currently strives to comply with its obligations towards EU biowaste management requirements. The decisive Council Directive 1999/31/EC on the landfill of waste obliges all the EU member states, including the Czech Republic, to drastically reduce landfilling of biodegradable wastes or biodegradable municipal waste.
Wie wichtig ist Recycling in der Knowledge & Innovation Community (KIC) EIT RawMaterials?
Prof. Alfred Maier
FĂŒr Europa ergeben sich maßgebliche Herausforderungen fĂŒr eine nachhaltige und resiliente Versorgung mit mineralischen Rohstoffen. Dabei werden spezielle Rohstoffstrategien in Richtung Circular Economy verfolgt. Die AktivitĂ€ten des European Institute of Innovation and Technology, Budapest und der Knowledge and Innovation Community EIT RawMaterials sind Teil der AktivitĂ€ten.
Überarbeitung und Optimierung eines Abfallwirtschaftskonzepts in der Fahrzeugindustrie
Claudia Maier, Univ.-Prof. Dr. mont. Rupert J. Baumgartner
Nachhaltige Entwicklung erstreckt sich ĂŒber viele Bereiche des gesellschaftlichen Handelns, so auch auf den Umgang bzw. der Handhabung von AbfĂ€llen. Im Sinne der Abfallwirtschaft ist unter Nachhaltigkeit ein schonender Umgang mit erneuerbaren und nicht erneuerbaren Ressourcen sowie mit AbfĂ€llen zu verstehen. Demnach stellen die Abfallvermeidung und die Abfallverwertung wesentliche Maßnahmen zur Erzielung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft dar. Die Gestaltung und Umsetzung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft liegt nicht nur in der Verantwortung der Politik, die fĂŒr Rahmenbedingungen durch geeignete Gesetze und Regelungen zu sorgen hat, sondern auch bei jenen, die den Abfall produzieren, nĂ€mlich den ProduzentInnen und KonsumentInnen.
Tracer als Funktionsnachweis von Funnel & Gate-Systemen am Beispiel der Altlast O76 „Kokerei Linz“
Roland Mayr, Christoph Angermayer, GĂŒnter Hirsch, Gregor Gnjezda
Im Rahmen der Sanierung der Altlast O76 „Kokerei Linz“ wurde zur Grundwasserabstromsicherung ein Funnel & Gate-System implementiert. Dabei wird der gesamte kontaminationsrelevante Grundwasserabstrom erfasst und gezielt durch die in bestimmten AbstĂ€nden in der Dichtwand situierten, durchlĂ€ssigen Gates geleitet.
Bioabfall vs. organikreiche RestabfĂ€lle als Co-Substrat fĂŒr bestehende FaultĂŒrme auf KlĂ€ranlagen
Michael J. Meirer, Dr.-Ing. Wolfgang MĂŒller, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Anke Bockreis
In diesem Projekt wurde bzw. wird untersucht, ob es möglich ist, den biogenen Anteil von RestabfĂ€llen derart aufzubereiten, um sie als alternatives Co-Substrat zu den derzeit verwendeten getrennt gesammelten BioabfĂ€llen in den FaultĂŒrmen von KlĂ€ranlagen einsetzten zu können. Die BioabfĂ€lle könnten somit wieder höherwertig verarbeitet und dem NĂ€hrstoffkreislauf rĂŒckgefĂŒhrt werden.
Energetische Verwertung einer Feinfraktion aus der MBA durch pyrolytische Behandlung
B.Sc. Martina Meirhofer, Dipl.-Ing. Dr. Christoph Strasser, Robert Kranner, Prof.(FH) Dipl. Ing. Dr. Christian Wartha
Die Pyrolyse ist ein seit Jahrzehnten bekanntes thermochemisches Verfahren mit welchem aus organischen Ausgangsstoffen (fossilen oder biogenen Ursprungs) feste, flĂŒssige und/oder gasförmige EnergietrĂ€ger erzeugt werden können. Je nach BetriebsfĂŒhrung des Prozesses kann die Ausbeute des bevorzugten Produkts gesteuert werden. Im gegenstĂ€ndlichen Projekt wird die Erzeugung eines flĂŒssigen Produkts hoher Energiedichte angestrebt. Als Einsatzstoff wird die Feinfraktion (< 25 mm) aus einer mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA), welche nach einer Intensivrotte (biologische Stufe) der Deponierung zugefĂŒhrt wird, hinsichtlich ihrer Eignung untersucht.
Österreichische Expertise fĂŒr eine deutschlandweite Re-Use Dachmarke
Markus Meissner, Nadja von Gries
Das Projekt „Wiederverwendungs- und Reparaturzentren in Deutschland“ verfolgt das Ziel, eine deutschlandweite Re-Use-Dachmarke zu entwickeln.
Abfallwirtschaft in der Republik Kroatien – Nachhaltig: Ja oder Nein?
Dr. Zlatko Milanović
Bereits 1990 wurde auf einem Fachseminar in Zagreb das sog. Gesamtabfallwirtschaftssystem promoviert. Zu dieser Zeit wurde mit der Aufstellung der Container fĂŒr Batterien, Medikamenten, Metallverpackungen, Kunststoffe, Altöl, etc. begonnen. Des Weiteren wurde die erste zentrale Kompostieranlage fĂŒr GrĂŒnabfĂ€lle gebaut und dazu drei Pilotprojekte zur getrennten Sammlung von BioabfĂ€llen aus Haushalten in Zagreb organisiert sowie Gartenkomposter fĂŒr die eigene Kompostierung verteilt.
Erfahrungen im Vollzug der Recycling-Baustoffverordnung
Dipl.-Ing. Josef Mitterwallner, Univ.-Lektor Hofrat Dipl.-Ing. Dr. Wilhelm Himmel
Am 29. Juni 2015 wurde die Recycling-Baustoffverordnung kundgemacht. Damit sind im Hinblick auf die DurchfĂŒhrung von GebĂ€udeabbrĂŒchen bzw. auf die Herstellung von Recycling-Baustoffen aus mineralischen Abbruchmaterialien mit 1. JĂ€nner 2016 völlig neue Regelungen in Kraft getreten. Erstmals ist es möglich, fĂŒr Recycling-Baustoffe bestimmter QualitĂ€ten, ein vorzeitiges Abfallende zu erreichen. Die neue Verordnung enthĂ€lt detaillierte Bestimmungen zu Gewinnung, Aufbereitung und Einsatz von mineralischen AbbruchabfĂ€llen, beginnend bei der Abbruchplanung bis hin zum Einbau der Recycling-Baustoff-Produkte.
Rohstoffe fĂŒr Erneuerbare Energien – Knappheit oder Überfluss?
Prof. Dr. Mario Mocker, M.Eng. Jonathan Aigner, Stephanie Kroop
Der zusĂ€tzliche Rohstoffbedarf fĂŒr Erneuerbare Energien (EE) wird spĂŒrbare EinflĂŒsse auf die RohstoffmĂ€rkte ausĂŒben. Um mögliche VerfĂŒgbarkeitseinschrĂ€nkungen hieraus rechtzeitig zu erkennen, mĂŒssen die Berechnungen regelmĂ€ĂŸig aktualisiert und fortgeschrieben werden. Im vorliegenden Beitrag wird das Ergebnis einer Hochrechnung bis zum Jahr 2040 auf der Basis neuerer Prognosen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien prĂ€sentiert.
Die Sanierung der SondermĂŒlldeponie Kölliken (CH) - Ein Fazit
Dr. Benjamin MĂŒller, Dr. Bruno Covelli, Hansjörg Merz
Die Geschichte der SondermĂŒlldeponie Kölliken/CH (kurz: SMDK) kann als exemplarisch fĂŒr den Umgang mit gefĂ€hrlichen Stoffen und deren Entsorgung in Mitteleuropa gelten. Ob sich der nun fast abgeschlossene RĂŒckbau der Deponie der einst auch als Vorzeigebeispiel eignet, wird vor allem an der langfristigen Nachhaltigkeit der Massnahme gemessen werden. Der vorliegende Artikel versucht hierzu ein erstes Fazit zu ziehen.
Abfallwirtschaft in China - Stand und Perspektiven
Prof. Dr. Michael Nelles, Dr.-Ing. Abdallah Nassour, Dr. Gert Morscheck
Die VR China bemĂŒht sich seit Jahren um eine umweltvertrĂ€gliche Abfallbewirtschaftung. Die Abfallsammlung ist in den urbanen Gebieten gut ausgebaut. Die Erfassung und Behandlung der SiedlungsabfĂ€lle wurde und wird stark ausgebaut. Stofflich verwertbare AbfĂ€lle werden oftmals informell erfasst und verwertet. Noch immer werden AbfĂ€lle hauptsĂ€chlich unvorbehandelt deponiert. Diese Deponien werden mehr und mehr zu sicheren, gedichteten Deponien ausgebaut. Anlagen zur Abfallbehandlung sind in den StĂ€dten vorhanden, die BehandlungskapazitĂ€ten werden stĂ€ndig weiter ausgebaut.
Semmering-Basistunnel: Deponie Longsgraben und die komplexen Randbedingungen
Gernot Nipitsch, Martin Nipitsch
In der Deponie Longsgraben wird Tunnelausbruch aus sĂ€mtlichen Zwischenangriffen sowie dem Portalbereich MĂŒrzzuschlag abgelagert. Ausbruchmaterial aus dem Portalvortrieb in Gloggnitz wird aufgrund der geografischen Voraussetzungen mit der Bahn weggeschafft. Die Anlieferung des Tunnelausbruchs aus den benachbarten Baulosen auf die Deponie Longsgraben erfolgt per LKW ĂŒber im Vorfeld eigens errichtete Baustraßen. Innerhalb des Bauloses erfolgt der Transport des Schuttermaterials von der BE-FlĂ€che Fröschnitzgraben ĂŒber ein etwa 2,3 km langes Förderband in die Deponie.
Praxisbeispiele eines hochflexiblen Mischsystems
Peter Nold, Harald Eirich
Viele Recyclingprozesse basieren auf chemischen VorgĂ€ngen, in welchen Stoffe miteinander reagieren und auf diesem Wege die jeweiligen Wertstoffe zurĂŒckgewonnen werden. Die chemischen Reaktionen verlangen, dass die Reaktionspartner gleichmĂ€ĂŸig verteilt vorliegen. Zudem gilt, dass die Reaktionen schneller und vollstĂ€ndiger ablaufen, wenn die einzelnen Reaktionspartner so fein verteilt und nahe zueinander wie möglich vorliegen. Dies sind die GrĂŒnde dafĂŒr, weshalb die meisten Recyclingprozesse mit einem Mischprozess beginnen.
Practices and Problems in MSW Management for Bio-Waste in Turkey
E. B. Özkaraova GĂŒngör, Assist. Prof. Dr. Hasan SarptaƟ, Prof. Dr. Ertugrul Erdin
Regarding the integrated solid waste management in Turkey, tremendous efforts have been given to the transposition and implementation of related EU directives. The “By-law” on General Principles of Waste Management (05.07.2008), the “By-law” on Landfilling of Waste (26.03.2010) and many others have been enacted and the management of municipal solid wastes and other special and hazardous wastes has been improved.
Einsatz der elektrodynamischen Fragmentierung zum Recycling von Werkstoffverbunden
MSc Fadri Pestalozzi, Prof. Dr.-Ing. Jörg Woidasky, Prof. Dr. Thomas Hirth
Die zunehmende Stoffvielfalt moderner Produkte erfordert bei gleichzeitig sinkenden Stoffmengen und strengeren juristische Vorgaben, z.B. in Form steigender Verwertungsquoten, die Erforschung alternativer Recyclingverfahren.
Abfallwirtschaft 2.0 – Ein neues Modell digitaler Innovation fĂŒr die Entsorgungswirtschaft
Andreas Opelt, DI Ralf Mittermayr
Die Digitalisierung wird als die vierte industrielle Revolution gehandelt und bietet auch fĂŒr die Abfallwirtschaft neue Möglichkeiten. Gleichzeitig werden dadurch aber auch neue Anforderungen seitens der Endkunden gestellt.
Die EU-Verordnung 1907/2006 (REACH) und ihr Einfluss auf das werkstoffliche Recycling von Kunststoffen
Dr. Christian Pfeisinger
Es ist kein Ziel der EU-Verordnung 1907/2006 zur Registrierung, Evaluation und BeschrĂ€nkung von Chemikalien (REACH), eine Kreislaufwirtschaft zu implementieren, wie das im Bereich der Abfallwirtschaft u.a. im „GrĂŒnbuch zu einer europĂ€ischen Strategie fĂŒr KunststoffabfĂ€lle in der Umwelt“ angedacht wird. Obgleich die Oberziele von REACH und der Gesetzgebung, wie mit Abfall in den EU-Mitgliedsstaaten umgegangen werden soll, dieselben sind, stehen die Umsetzungswege, wie diese Ziele erreicht werden sollen, in manchen FĂ€llen diametral einander gegenĂŒber. Gerade wenn Abfall aufbereitet wird und als Produkt in den Wirtschaftskreislauf wieder eingebracht werden soll, ergeben sich einige Diskussionspunkte.
KIC RawMaterials Scrap Cycle
Dipl.-Ing. Dr.mont. Andreas Pichler, Thomas Wolfinger, Michael Andreas Zarl, Dr. Johannes Schenk
Mittels eines geeigneten Systems (STAN2 (IWQ 2012)) sollen die MaterialflĂŒsse von Eisen und Stahl innerhalb von Österreich grafisch dargestellt werden.
LebensmittelabfĂ€lle in Österreich – Fakten statt Mythen
Dipl. Ing. Christian Pladerer, Philipp Hietler, DI Markus Meissner, Gabriele Bernhofer, Maria Kalleitner-Huber
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen aktiven Beitrag zur Objektivierung der Diskussion zum Thema „LebensmittelabfĂ€lle“ zu leisten. Wesentlich dabei ist die Frage, welche LebensmittelabfĂ€lle in Österreich prinzipiell anfallen und welche tatsĂ€chlich vermeidbar sind. Die fĂŒr Österreich verfĂŒgbaren Daten und Fakten werden in diesem Artikel dokumentiert.
Dynamische Darstellung der LeistungsfÀhigkeit der Siedlungsabfallwirtschaft in der EU mittels der TernÀrdiagrammmethode
Univ.-Prof. DI Dr. mont. Roland Pomberger, Dipl.-Ing. Dr. mont. Renato Sarc, Em.o.Univ.-Prof. Dr.-Ing. Karl E. Lorber
Dieser Beitrag beschreibt die dynamische Darstellung der LeistungsfÀhigkeit der Siedlungsabfallwirtschaft in der EuropÀischen Union (EU) mittels der TernÀrdiagrammmethode. Diese LeistungsfÀhigkeit hÀngt in erster Linie von drei Behandlungskategorien ab: Recycling & Kompostierung, Verbrennung und Deponierung.
Aufbereitung von RĂŒckstĂ€nden aus der thermischen Abfallbehandlung – Trocken oder nass?
Prof. Dr. Arne Michael Ragoßnig, Dipl.-Ing. Dr. techn. JĂŒrgen Maier
aus der thermischen Behandlung von AbfĂ€llen, vor allem vor dem Hintergrund verstĂ€rkter BemĂŒhungen einer Steigerung des Recyclings, eine zunehmend grĂ¶ĂŸere Bedeutung zu. Dies war der Ausgangspunkt entsprechender Untersuchungen der Möglichkeiten der Aufbereitung und Verwertung von Wirbelschichtbettaschen aus dem Wirbelschichtofen 4 der Wien Energie GmbH.
Bestimmung der fossilen Kohlendioxidemissionen aus österreichischen MĂŒllverbrennungsanlagen
Professor Dipl.-Ing. Dr. Helmut Rechberger, Therese Schwarzböck, Dipl.-Ing. Oliver Cencic, Dipl.-Ing. Dr. Johann Fellner
Ziel des Projektes war es, die Zusammensetzung des Abfallinputs aller österreichischen Abfallverbrennungsanlagen zu analysieren und zu vergleichen. Da auf aufwĂ€ndige Probenahmen und Sortierungen verzichtet werden sollte (sehr kosten- und zeitintensiv), wurde die Bilanzenmethode als relativ einfaches und kostengĂŒnstiges Tool zur Bestimmung des biogenen und fossilen Brennstoffanteils eingesetzt.
Die erfolgreiche Umsetzung des UVP-Verfahrens Deponie Rautenweg Wien
Karl Reiselhuber
Eine Zielvorgabe der strategischen UmweltprĂŒfung fĂŒr die Wiener Abfallwirtschaft, durchgefĂŒhrt in den Jahren 2011 bis 2012, war die GewĂ€hrleistung der Entsorgungssicherheit und Entsorgungsautarkie der Stadt Wien auch fĂŒr die nĂ€chsten Jahrzehnte. Dies bedeutet ausreichend freies Deponievolumen fĂŒr die Ablagerung der vorbehandelten VerbrennungsrĂŒckstĂ€nde auf der Reststoffdeponie Rautenweg, der kommunalen Deponie der Stadt Wien.
Gewinnung von Wertkomponenten aus Stahlwerksreststoffen mit Hilfe des RecoDust-Prozesses
Wolfgang Reiter, Bernhard Geier, Franz Edler, Klaus Pilz, Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Harald Raupenstrauch
Die anfallenden StĂ€ube in der Eisen und Stahl erzeugenden Industrie beinhalten die Wertkomponenten Eisen und Zink. Das derzeit dominierende WĂ€lzverfahren ist lediglich fĂŒr hochzinkhĂ€ltige StĂ€ube geeignet, StĂ€ube mit niedrigen Zinkgehalten mĂŒssen derzeit unter großen Kostenaufwand extern verwertet oder deponiert werden.
Vorschlag zur verbesserten Beschreibung des Deponiegashaushaltes
Prof. Dr.-Ing Gerhard Rettenberger
Ziel war es, aufbauend auf den Daten ĂŒber Abfallmenge und -zusammensetzung konkreter Deponien, die aufgrund einer OberflĂ€chenabdeckung einen nahezu 100 %igen Erfassungsgrad haben mĂŒssten, fĂŒr diese einen Parametersatz zu finden, der die Gasdaten der tatsĂ€chlichen Gaserfassung im Vergleich zu denen der Modellberechnung wiederspiegelt.
Erfolgsmodell Umweltkommission Wels – 25 Jahre BĂŒrgerbeteiligung in der Abfallwirtschaft
Dr. Helmut Retzl, Dipl. Ing. Robert Piller, Mag. Christoph Rudlstorfer
Der „Recylingpark“ Wels umfasst heute zwei thermische abfallverwertungslinien mit einer JahreskapazitĂ€t von ĂŒber 340.000 Tonnen, eine Kompostieranlage, eine mechanische Sortierung, eine Reststoffdeponie sowie eine mobile Schlackenaufbereitungsanlage und eine eigene Betriebsfeuerwehr, welche 2008 (auf Anregung von Anrainern) eingerichtet wurde. Um allen rechtlichen Anforderungen zu entsprechen, wurden in Summe mehr als 110 Bescheide mit ca. 300 wiederkehrenden ÜberprĂŒfungen und mehr als 800 Dauerauflagen seitens der Verwaltungsbehörden ausgestellt.
Kombinierte DeponiebelĂŒftung und -bewĂ€sserung ĂŒber horizontale Drainagesysteme
Dr.-Ing. Marco Ritzkowski, Prof. Dr.-Ing. Rainer Stegmann, Beat Walker
Vor dem Hintergrund signifikant abnehmender Deponiegasmengen sowie anhaltend hoher Verunreinigungen des erfassten Sickerwassers werden seit Dezember 2014 großtechnische Maßnahmen zur beschleunigten Stabilisierung der Reaktordeponie am Standort umgesetzt. Ziel ist es, technische Aufwendungen und damit einhergehende Kosten im Zuge der Deponienachsorge zu minimieren und die Reaktordeponie in einen emissionsarmen und langzeitstabilen Zustand zu ĂŒberfĂŒhren.
Anforderungen an den emissionsarmen Betrieb von Kompostanlagen im Hinblick auf das BVT-Dokument
Christian Rolland, J. Kuczewski-Poray, Senatsrat Dipl.-Ing. Reinhard Siebenhandl
Im Rahmen eines Projektes des Umweltbundesamtes mit der Stadt Wien wurden unter Einbindung von Stakeholdern und Anlagenbetreibern wesentliche Anforderungen an einen emissionsarmen Betrieb von großen Kompostierungsanlagen formuliert. Diese Anforderungen wurden unter BerĂŒcksichtigung der Richtlinie zum Stand der Technik der Kompostierung und auf Basis von Best-Practice-Beispielen österreichischer Kompostierungsanlagen zusammengestellt.
EEffG – Die Unternehmens- und Lieferantenverpflichtung aus Sicht eines Abfallwirtschaftsbetriebs
Mag. Christoph Rudlstorfer, Dipl. Ing. Robert Piller
Eine Anwendbarkeit des EEffG auf die Entsorgungswirtschaft ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Doch bereits durch die ErwĂ€hnung des Begriffs „Abfall“ in der Energieeffizienz-Richtlinie 2012/27/EU des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates hat sich die Implementierung des Abfalls als EnergietrĂ€ger im EEffG „angekĂŒndigt“ und wurde schließlich in weiterer Folge seitens des nationalen Gesetzgebers umgesetzt. Auf eine weitergehende Darlegung der Grundlagen und HintergrĂŒnde des Gesetzes wird im Folgenden nicht eingegangen, einzelne Kritikpunkte seitens der Wirtschaft werden jedoch aufgezeigt.
ISCO und ISBR – Effiziente In-Situ Technologien zur Sanierung von LCKW-SchĂ€den
Erich-Heiko Ruiter, Dr. Hans-Georg Edel, Thomas Meyer
Die In-situ Chemische Oxidation (ISCO) zÀhlt zusammen mit der In-situ iologischen Reduktion (ISBR) und der In-situ Biologischen Oxidation (ISBO) zu den am hÀufigsten eingesetzten In-situ Sanierungstechnologien. Die In-situ Verfahren ISCO und ISBR werden schon seit mehr als 20 Jahre erfolgreich und effizient eingesetzt.
XMercury – Ein innovatives Verfahren zur Reduktion von Quecksilberemissionen bei der Herstellung von Zementklinker
Florian Salzer, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. mont. Helmut Flachberger
Das Minamata-Abkommen der UNEP setzte 2013 den ersten Schritt, Quecksilberemissionen weltweit zu reduzieren. Unter den Emittenten befindet sich laut der im Abkommen dargestellten Studie neben den artisanalen Goldbergbau- und Kohlefeuerungsanlagen auch die Zementindustrie. Da der Quecksilberausstoß in der Zementindustrie sowie bei Kohlefeuerungsanlagen ĂŒber dementsprechende Reglementierung einfacher (zumindest in Europa und Nordamerika) zu begrenzen ist, erfolgten auch hier die ersten GrenzwertverschĂ€rfungen.
Kann sich die Behandlung von KĂŒhl- und GefriergerĂ€ten mit den eingesetzten Treibgasen Ă€ndern?
Milena Samhaber, M. Bartmann, Dr. Michael Pollak
Ein alternatives Behandlungsverfahren soll den Zusammenhang zwischen Polyurethan (PUR, Isolierschaum)-KorngrĂ¶ĂŸe und VHC-Bindung in den Schaumteilchen nutzen. Dabei sollen > 90 % der Isoliergase in den PUR-Schaumteilen zurĂŒckgehalten werden („Foam Capturing“) und die PUR-Teile vom Stoffstrom abgetrennt und einer thermischen Behandlung zugefĂŒhrt werden.
Current Practices and Future Management Options of Medical Waste Management in Turkey
Assist. Prof. Dr. Hasan SarptaƟ, Bırcan Dındar, B. Sakız, Prof. Dr. Ertugrul Erdin
Medical wastes constitute a larger portion of infectious wastes that are potentially dangerous since they contain pathogenic agents. While sustainable management of municipal solid waste, wastewater sludge and construction and demolition waste gain significant attention, medical waste has not attracted the same level of attention as other types of wastes, especially in developing countries. Therefore, medical waste management is still a critical issue in many countries due to ist potential environmental hazards and public health risks.
Rohstoffliches Recycling von BiomasserĂŒckstĂ€nden als Koksersatz in der Eisen- und Stahlerzeugung
Dipl.-Kfm. Andreas Sauter, Prof. Dr.-Ing. Saulo H. Freitas Seabra da Rocha
Das Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) bewilligte im Rahmen der CLIENT Bekanntmachung ein internationales Forschungsvorhaben mit den PartnerlĂ€ndern Brasilien und Deutschland. Gegenstand des Vorhabens ist der Einsatz von Biorestmassen zur Substitution von Koks in den Retorten der Eisen- und Stahlherstellung.
Circular Economy – Geradeaus in den Kreislauf?
Prof. Dr. Christoph Scharff
Das Ziel des BMBF-geförderten Vorhabens (Laufzeit 2015 bis 2017) ist die Entwicklung von Verfahren und Maßnahmen, um Biorestmassen-Briketts als Alternative zum ĂŒblichen Koks in der Roheisen- und Stahlherstellung verwenden zu können. Dabei soll die Verfahrensentwicklung bereits ein ĂŒber den Technikumsmaßstab hinausgehendes scale-up enthalten, um eine wirtschaftliche AnschlussfĂ€higkeit sicherzustellen. Eine ganz klar anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung ist somit integraler Bestandteil des Vorhabens.
So viele verschwendete Ressourcen in den Batterien
Ing. Mag. Gerald Schmidt, Holger Kuhlmann, Ing. DI Dr. Astrid Arnberger
Es gibt viele verschiedene Batterietypen, wobei aktuell Bleiakkus und Alkali-Mangan-Batterien due hĂ€ufigsten sind. In letzter Zeit werden immer mehr Lithium-Ionen Akkus auf den Markt gebracht, die auch neue Anwendungsgebiete (E-MobilitĂ€t, RasenmĂ€her, Staubsauger,
) erfassen. Es gibt somit steigende Mengen und auf Grund der vielen verschiedenen Arten auch eine Vielzahl an potentiellen Wertstoffen in den Batterien. Somit stellt sich die Frage welche potentiellen Mengen an Wertstoffen sich in den BatterieabfĂ€llen aktuell bzw. in Zukunft in Europa befinden, welche davon genutzt werden bzw. welche verloren gehen. Im Abschluss werden Maßnahmen im Bereich F&E und der Politik analysiert, die getroffen werden mĂŒssen, um mehr Wertstoffe der Verwertung zufĂŒhren zu können.
Stummel - Und dann? Abbauverhalten verschiedener Zigarettenfilter in der Umwelt
Dr. Janin Schneider, Prof. Dr. habil. Stefan A. GĂ€th
Weltweit werden pro Jahr ungefĂ€hr 5,6 Billionen Zigaretten geraucht, von denen rund 4,5 Billionen in Form von Zigarettenstummeln unsachgemĂ€ĂŸ entsorgt werden . Damit gelten diese als die hĂ€ufigste Form von AbfĂ€llen im Bereich des Litterings und sind allgegenwĂ€rtig.
Lessons Learned on the Way to Realize and Operate MBT Plants
Dipl.- Ing. Theo Schneider
Under aspects of climate protection the fermentation process in AD-sections of an MBT should be favoured for the separated organic (wet) fraction. Best performing plants are not only separating some recyclables – in addition to separate collection systems – and producing electricity form the biogas but are also utilizing the heat produced in water cooling circuits and exhaust gas heat. MBT-plants are regarded as a suitable solution to reduce methane-emissions from landfills, if such plants are constructed and operated well and using state-of-the-art emission reduction equipment.
A System Model of the Recycling of Critical Raw Materials from Wastes and By-Products in Austria
Mag.rer.nat. Bakk.rer.nat. Andreas Schober, Josef-Peter Schöggl, Morgane Marie Caroline Fritz, Univ.-Prof. Dr. mont. Rupert J. Baumgartner, Dipl.-Ing. Kerstin Pfandl
The development of the high-technology industry plays an important role for the economic growth particularly in industrialized countries. This industry has a big demand on raw materials which are considered critical due to their economic importance and their associated supply risk (e.g., REE, gallium, germanium, PGE and tantalum). Subsumed under the collective term critical raw materials (CRMs), 14 of these materials were first defined by the Resource Initiative of the European Commission in 2010 and have been updated to 20 in 2014, since the supply with CRMs is crucial for European economies. In consequence the Austrian economic location, being part of the European economic area with a developing high-technology industry also depends in CRMs. Therefore also the Austrian Ministry for Transport, Innovation and Technology defined a specific list of materials that are critical or potentially critical for the country and the future manufacture of technological products as well.
Energieverbunde kommunaler KlÀranlagen
Kerstin Schopf, Bernhard Schmid, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Thomas Kienberger
Die Abwasserbehandlung stellt einen energieintensiven Prozess dar, der fĂŒr rund 20 % des Energieverbrauchs des Gemeindeapparates verantwortlich ist. Jedoch hinterlĂ€sst der Prozess auch energiereiche Reststoffe: Faulgas und KlĂ€rschlamm, welche erhebliche Bioenergiepotentiale darstellen. Bei energetisch optimaler Einbindung der Potentiale kann ein hoher ElektrizitĂ€ts- und WĂ€rmeeigenversorgungsgrad erreicht werden. HierfĂŒr ist es jedoch notwendig, die Massen- und Energieströme verschiedener KlĂ€ranlagen zu analysieren, Bioenergiepotentiale zu identifizieren und eine Einbindung dieser ĂŒber thermische Verwertungsaggregate zu ermöglichen. Eine genaue Analyse diverser Energieverbunde wird angestrebt und mit Hilfe eines eigens entwickelten modularen Simulationsmodelles durchgefĂŒhrt.
Reducing Leachate Treatment Costs, But How?
Dr. Christian Schröder
Leachate processing at landfills places significant demands on process technology. Landfill leachate contains a cocktail of various pollutants. In addition to biodegradable nitrogen compounds, this also includes a large number of other organic and inorganic pollutant groups that are fully or partially non-biodegradable. These substances have to be removed from the landfill leachate through cost-intensive physicochemical treatment. The requirements placed on the treated leachate depend on the way it is discharged. Legal framework specifications define the limits for direct or indirect dischargers.
Weiterentwicklung eines nassmechanischen Aufbereitungsverfahrens fĂŒr Altkunststofffraktionen
Daniel Schwabl, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. mont. Helmut Flachberger, DI Lukas Kranzinger, Dipl.-Ing. Dr.mont. Markus Bauer, Wolfgang Hofer
Der folgende Beitrag beschreibt die aufbereitungstechnischen Untersuchungen, welche im Zuge des Research Studio Austria (RSA) Plastic Reborn zwischen Juni 2014 und Juni 2016 durchgefĂŒhrt wurden. Anfangs wird dabei auf die technischen wie auch wirtschaftlichen Aspekte eingegangen, die zur Initiierung des Projektes fĂŒhrten. Vor dem Hintergrund dieser Betrachtungen wird das zu erforschende nassmechanische Aufbereitungsverfahren beschrieben. Dabei wird einerseits der Aufbau der Technikumsanlage, aber auch die Funktionsweise des HerzstĂŒckes der Anlage - des Zentrifugalkraftscheiders - erlĂ€utert. Es wird ein Überblick ĂŒber durchgefĂŒhrte Versuchsreihen gegeben. Einerseits handelt es sich dabei um statistische Parameterstudien zu Optimierungszwecken, andererseits um eine vergleichende Betrachtung der erzielten Trennleistungen der Technikumsanlage zu Laborergebnissen fĂŒr verschiedeneindustrielle Reststoffe. Abschließend folgen eine Zusammenfassung ĂŒber die erbrachten Arbeiten und ein Ausblick fĂŒr weitere ForschungstĂ€tigkeiten.
Warum findet derzeit kein Recycling von NdFeB-AbfÀllen in Europa statt?
Sabrina Schwarz, Prof. Dr.-Ing. Tobias Elwert, M. Sc. Matthias Hoffmann
Viele der heutigen Hochleistungstechnologien basieren auf Seltenerdelementen (SEE), einer Gruppe von 17 physikalisch und chemisch Ă€hnlichen Metallen, die einzigartige magnetische und optische Eigenschaften aufweisen. Anwendungsbeispiele sind Leuchtstoffe oder NdFeB-Magnete, die u.a. in der ElektromobilitĂ€t und getriebelosen Windkraftanlagen eingesetzt werden. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften fĂŒhrt der Einsatz von SEE in diesen Anwendungen zu einer Steigerung der LeistungsfĂ€higkeit und Effizienz. Den SEE kommt in diesem Zusammenhang somit eine wichtige Bedeutung fĂŒr die Erreichung von Klima- und Energiezielen sowie der Umsetzung einer Green Economy in Europa zu.
Improved Eco-Design of Lithium-Ion Battery Packs for Simplifying the Recycling Process
Mag. Therese Schwarz, Bettina Rutrecht, Alexander Curtis, P. Handel, J. Worschech
Due to the increasing numbers of lithium-ion batteries in electric cars as well as in electric and electronic equipment, the design and recycling of batteries is gaining increasing importance. This fact demands for an efficient and holistic battery concept as well as a future concept for recycling and treatment.
Auf der Überholspur in Richtung Kreislauf – Fast-Track Notifizierung als Modell um legale Exporte zu vereinfachen
Dipl.-Ing. Chris Slijkhuis
Es gibt mittlerweile viele Firmen – hauptsĂ€chlich in großen LĂ€ndern wie Deutschland oder Frankreich – die keine Notifizierungen mehr beantragen, weil diese zu komplex und zu teuer sind und zu lange dauern. Oft ist es wesentlich leichter, billiger und auf alle FĂ€lle viel schneller, diese komplexe Mischungen als grĂŒngelistete AbfĂ€lle aus der EU zu exportieren, weil es kaum wirksame Kontrollen in den grĂ¶ĂŸeren EU HĂ€fen gibt. Somit wurde aus der guten Absicht der Basler Konvention mittlerweile ein Hemmschuh fĂŒr eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft. Diese Probleme lassen sich nicht mit den Prinzipien des EU Kreislaufpaketes vereinen.
Big Brother in der Abfallwirtschaft – Anwendungsbeispiele fĂŒr GIS und BIM
MSc Daniel Söderlindh, Johannes Novak, Michaela Ragoßnig-Angst, Prof. Dr. Arne Michael Ragoßnig
Die Wahrnehmung von geografischen Informationssystemen und Building Information Modeling bewegt sich im Spannungsfeld zwischen „praktischem Werkzeug“ und „Big Brother“ als Synonym fĂŒr unerwĂŒnschte Überwachung. Die folgenden AusfĂŒhrungen zu den Grundlagen und Anwendungsmöglichkeiten dieser Systeme sollen das Potential dieser Technologien hervorstreichen, einen Ausblick auf mögliche Weiterentwicklungen in der Zukunft bieten und die Wahrnehmung dieser Werkzeuge in ein positives Licht rĂŒcken.
Herausforderungen und abfallwirtschaftliche Zukunftslösungen der österreichischen Zementindustrie
Sebastian Spaun, Mag. Dr. Felix Papsch
Der Einsatz von AbfĂ€llen bietet in der Zementindustrie vielfĂ€ltige Möglichkeiten, natĂŒrliche Ressourcen zu schonen und die Ressourceneffizienz zu steigern. Der Einsatz von alternativen Ressourcen im Zementherstellungsprozess erfordert ein umfassendes Know-How, hohe Investitionen und zahlreiche qualitĂ€tssichernde Maßnahmen. Neben der sorgfĂ€ltigen Auswahl der Materialien und der PrĂŒfung ihrer Eignung fĂŒr den Zementherstellungsprozess stellen vor allem die Aufrechterhaltung eines hohen Umweltschutzniveaus und die ErfĂŒllung einer hohen ProduktqualitĂ€t wesentliche Anforderungen dar. Bei der ErfĂŒllung dieser Anforderungen geht der Einsatz von alternativen Ressourcen mit zahlreichen Vorteilen einher.
Entwicklung in der Deponienachsorge – Forschungs-Sickerwasseranlage im halbtechnischen Maßstab
Christoph Steiner, Prof. Dr. Astrid Rehorek, PD Dr. rer. nat. Dr.-Ing. habil. Martin Denecke
Wasser, das Kontakt mit abgelagerten Stoffen in einer Deponie hatte, muss als Deponiesickerwasser vor der Einleitung in eine kommunale KlÀranlage (SekundÀreinleitung) aufgrund von organischen Verschmutzungen und wasserlöslichen Verunreinigungen aufbereitet werden. Die anfallenden Mengen an Sickerwasser sind stark von den Jahreszeiten und dem Grad der Versiegelung der Deponie abhÀngig. Der Deponiebetreiber muss sich dynamisch auf die sich verÀndernden Parameter einstellen. VerÀnderungen ergeben sich auch aus der fortschreitenden Versiegelung der Deponie.
Innovative Aufbereitung von MĂŒllverbrennungsschlacke
Gerhard Stockinger
Nach eingehender BeschĂ€ftigung mit der Aufbereitung von MVA-Schlacke und einer internen Analyse der vorhandenen und verwendeten Aufbereitungssysteme, wurden einige Potenziale fĂŒr die Aufbereitung von MVA Schlacken erkannt. Mit der Entwicklung eines neuen nassen Aufbereitungskonzeptes konnte die Behandlung der Schlacke wesentlich verbessert werden.
Stand der Technik in der Abfallverbrennung: Review des BREF Waste Incineration
Dipl.-Ing. Dr. Helga Stoiber
Der Informationsaustausch im Sevilla-Prozess findet zwischen den EU Mitgliedsstaaten, den betreffenden Industriezweigen, den Umwelt-NGOs und der Kommission statt. Gemeinsam ermitteln sie die besten verfĂŒgbaren Techniken im Rahmen einer technischen Arbeitsgruppe (Technical Working Group, TWG) auf europĂ€ischer Ebene.
Die Anwendung von Geogittern im Deponiebau und dabei besonders zu berĂŒcksichtigende Randbedingungen
Ole Syllwasschy
Geogitter können als Bewehrungselemente im Deponiebau mehrere Funktionen erfĂŒllen. Sie dienen der Sicherung gegen hangparalleles Gleiten von Abdichtungssystemen. Sie können ungleichmĂ€ĂŸige Setzungen insbesondere im Bereich von Zwischenabdichtungen ausgleichen. StĂŒtzwĂ€nde stabilisieren BöschungsfĂŒĂŸe nach dem Prinzip der kunststoffbewehrten Erde. Somit dienen Geogitter der Sicherung von Abdichtungssystemen gegen Gleiten und Verformungen oder, nach den gleichen technischen Prinzipien, dem wirtschaftlichen Aspekt der Optimierung des Deponievolumens. In der Planungsphase ist hierbei besonderes Augenmerk auf die BauausfĂŒhrung zu richten und die geometrischen Randbedingungen sind zu berĂŒcksichtigen. FĂŒr die Verankerung ist genĂŒgend Auflast und somit Platz vorzuhalten. Die Verlegung der Abdichtungskomponenten kann auf sehr steilen und langen Böschungen wegen der eingeschrĂ€nkten Befahrbarkeit problematisch bis unmöglich sein. Gegebenenfalls sind temporĂ€re Sicherungsmaßnahmen erforderlich.
Trocknungsanlagen in Recyclingprozessen
Mathias Trojosky, DI Robert Primavesi
Im Rahmen unterschiedlicher Recycling-Prozesse hat sich die DurchfĂŒhrung von mindestens einem Trocknungsschritt in vielen FĂ€llen als zwingend notwendig erwiesen. Eine Trocknung kann z.B. erforderlich werden um die zu behandelnden Stoffe rieselfĂ€hig zu machen, das Gewicht der Reststoffe zu reduzieren, den Heizwert der Produkte fĂŒr eine energetische Verwertung zu erhöhen, eine Reinigung der Stoffe fĂŒr den weiteren Aufschluss zu erreichen, die Sortierung gemischter Stoffe zu ermöglichen, TransportfĂ€higkeit zu erreichen, eine EndlagerfĂ€higkeit zu erzeugen, etc. AbhĂ€ngig von der Produktbeschaffenheit sowie der zu erzielenden Wirkung, muss das einzusetzende Trocknungsverfahren sorgfĂ€ltig ausgewĂ€hlt werden, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Dabei erweist es sich als vorteilhaft, wenn ein Anlagenlieferant ĂŒber mehrere unterschiedliche Trocknungsverfahren verfĂŒgt und alle Technologien in einem Versuchstechnikum demonstrieren oder mit realen Kundenprodukten testen kann.
A Common Framework for Assessing Life Cycle Impacts of Food Waste Prevention, Valorisation & Treatment
Dr. Nicole Unger, Jennifer Davis, Karin Östergren, Marion Loubiere
The European Waste Framework Directive 2008/98 EC mandates that member states should take measures to encourage waste prevention and management options which deliver the best overall environmental outcome from a life cycle perspective, even if these differ from the waste hierarchy. Life cycle assessment (LCA) is a well-established tool to compare and evaluate such environmental life cycle impacts of food (waste) systems. However, as a tool, LCA leaves a lot of freedom to the assessor to determine key aspects. Notable aspects can be found mainly as part of the goals and scope definition, such as the functional unit, the system boundaries or the handling of multiple outputs. This influences the outcome of the assessments.
Großtechnische Schließung von StoffkreislĂ€ufen in der Bau- und Recyclingindustrie
Patric Van der Haegen, R. Albert
Im Jahre 1986 wurde das Umweltleitbild der Schweiz vom Bundesamt fĂŒr Umwelt (BAFU, vormals BUWAL) publiziert. Es legte die auch heute noch gĂŒltigen Eckpfeiler der Schweizerischen Abfallpolitik fest. So wurde zum Beispiel das Prinzip Vermeiden, Vermindern und Verwerten eingefĂŒhrt. Dass dieses Prinzip in der Schweiz nicht konsequent durchgesetzt wurde, ist offensichtlich. Die Schweizer Bevölkerung hat heute eines der weltweit höchsten Abfallaufkommen pro Kopf. Heute ist das Schlagwort „Kreislaufwirtschaft“ aktuell. Dies ist ein weiterer Hinweis, dass das Vermeiden und das Vermindern immer noch nicht die notwendige PrioritĂ€t haben. Es ist aber sicher richtig, dass wenn aus verschiedensten GrĂŒnden Abfall nicht vermieden oder vermindert wird, wenigstens die Kreislaufwirtschaft gestĂ€rkt wird.
DeponierĂŒckbau als Beitrag zur Ressourcensicherung - Verwertbare Stoffströme aus der Feinaufbereitung
Dipl.-Ing (FH), Dipl. UWT Sebastian Wanka, Dr.-Ing. Kai MĂŒnnich, Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke
Die Feinfraktion, je nach Siebschnitt < 20 bis < 60 mm, nimmt mit bis zu 70 % den grĂ¶ĂŸten Massenanteil bei klassischen Siedlungsabfalldeponien ein. Nach dem aktuellen Stand des Wissens liegen jedoch kaum Informationen vor, welche Techniken zur Aufbereitung dieser Feinfraktion geeignet sind bzw. welche Materialströme und ProduktqualitĂ€ten daraus erzeugt werden können. Aus diesem Grund soll hier gezielt die Aufbereitung des Feingutes 10 - 60 mm betrachtet werden. Das Probenmaterial fĂŒr die VersuchsdurchfĂŒhrungen zur nassmechanischen Aufbereitung im halbtechnischen Maßstab stammt aus der Deponie des Entsorgungszentrums Pohlsche Heide im Kreis Minden-LĂŒbbecke. Bei der Deponie handelt es sich um eine Haus- und Gewerbeabfalldeponie, die im Zeitraum von 1989 bis 2005 verfĂŒllt wurde.
Industrieller Einsatz des Hochspannungsimpuls-Verfahren zur Aufbereitung von VerbrennungsrĂŒckstĂ€nden
Dr. rer. nat. Alexander Weh, Johannes KĂ€ppeler
FĂŒr eine nachhaltige Behandlung von RestabfĂ€llen hat sich die thermische Abfallbehandlung durchgesetzt. Vorteile sind die signifikante Volumenreduktion und die thermische/energetische Degradation organischer Schadstoffen durch die Mineralisierung der AbfĂ€lle. Mehrere Autoren beschreiben die Zusammensetzung der resultierenden Rostschlacken und erkennen das signifikante Wertstoffpotential. Als anthropogene LagerstĂ€tten variiert die Zusammensetzung mit dem eingebrachten RestmĂŒll und stellt ein heterogenes Stoffgemisch dar. Die Verwachsung von Wertstoffen mit Schmelzprodukten hĂ€ngt von den Bedingungen wĂ€hrend der Verbrennung und der nachfolgenden Lagerung ab.
Effizienz von Extraktionsverfahren bei der Metallentfrachtung von MVA-Flugaschen
Gisela Weibel, Urs Eggenberger, Dr. Urs MĂ€der, Dr. Stefan Schlumberger
Die relevanten technischen Aspekte im neuen Altlastensanierungsgesetz
Stefan Weihs
Das geplante neue Altlastensanierungsgesetz enthĂ€lt unter anderem Bestimmungen betreffend die Erfassung und Beurteilung von Altablagerungen und Altstandorten sowie Bestimmungen betreffend die DurchfĂŒhrung von Altlastenmaßnahmen. Im Beitrag werden diese Bestimmungen erlĂ€utert.
Re-Use-Prozess fĂŒr Hochenergie-Lithium-Ionen-Akkumulatoren unbekannten Zustands
Helmut Weiss, Herbert Ziegerhofer
Lithium-Ionen-Akkus mit gespeicherten Energien von etwa 15 bis 30 kWh bilden die gegenwĂ€rtigen Standard-Energiequellen fĂŒr Elektroautos und stellen zugleich einen wesentlichen Kostenfaktor des Fahrzeugpreises dar. Im Fahreinsatz sind deutlich ĂŒber 1.000 Ă€quivalente Volllast-Zyklen zu erwarten, bis sich der nutzbare Energieinhalt aufgrund der betrieblichen Degradation um etwa 20 % verringert hat, sodass diese Akkus aus der weiteren Nutzung im Fahrbetrieb ausgeschieden werden. Bereits frĂŒher können Spontandefekte einzelner Zellen einen gesamten Fahrakku fĂŒr den weiteren Fahreinsatz unbrauchbar machen. In beiden FĂ€llen steht industrielles Recycling an, welches hier in der energetisch besonders gĂŒnstigen Form von weitgehendem Re-Use realisiert werden soll.
Recycling von Metallen aus Abfallbeizen
Mag. Dr. Martin Wellacher, Lisa Nachtschatt
In chemisch-physikalischen Anlagen zur Behandlung von anorganischen, gefĂ€hrlichen und meist flĂŒssigen AbfĂ€llen (CPA-Anlagen) werden u.a. Metallbeizen aus der metallverarbeitenden Industrie neutralisiert, in eine feste und eine flĂŒssige Fraktion separiert und diese entsprechend entsorgt. Mit dem derzeitigen Wissensstand ist im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit und den Umweltschutz bei der Behandlung und Entsorgung eine Verbesserung möglich. Dazu braucht es neue innovative AnsĂ€tze zur Aufbereitung der AbfĂ€lle in Hinblick auf eine Verwertung der enthaltenen Metalle. FĂŒr eine Verwertung geeignet erscheinen die Metalle Al, Cu, Fe, Mo, Ni, Pb, Pd, Sn, V und Zn.
New Sampling Technique for Coarse Waste Materials from Bales
Mag. Dr. Martin Wellacher, T. Berto
Environmental analysis has to deal with the possible sources of error. It is known that the process of sampling is the major source of error (up to 90 % of the total error). The sampling error is scarcely considered, while the insignificant analysis error is included with up to three decimals. However, there are not yet any effective methods to reduce the sampling error, mainly because of the inhomogeneous properties of waste. The aim of the project was to improve the sampling process with the same or an even higher accuracy of the analysis results.
Entwicklung eines Simulationsmodells zur KostenabschÀtzung von Landfill Mining Projekten
DI Dr. Tanja Wolfsberger, Robert Hermann, Dipl.-Ing. Dr. mont. Renato Sarc, Univ.-Prof. DI Dr. mont. Roland Pomberger, Ing. Michael Pinkel
Landfill Mining (LFM) bietet die Möglichkeit SekundĂ€rrohstoffe aus Deponien wiederzugewinnen. Ob dieses Vorhaben ökonomisch durchgefĂŒhrt werden kann, ist von mehreren Faktoren abhĂ€ngig. Hierzu zĂ€hlt z.B. die Menge an wiedergewonnenen, potentiellen SekundĂ€rrohstoffen (z.B. Metalle), welche erlösbringend verwertet werden können.
Konditionierung und Recycling aluminiumhaltiger Reststoffe minderer QualitÀt
Dipl.-Ing. Marlis Zöhrer, Prof.Dipl.-Ing. Dr. Helmut Antrekowitsch, Ing. Franz Duspiva
Die innerbetriebliche KreislauffĂŒhrung sowie das Recycling von Schrotten haben sich in den Industriestaaten bereits seit vielen Jahrzehnten etabliert. Verunreinigte Reststoffe, SchlĂ€mme und StĂ€ube werden jedoch, unabhĂ€ngig von ihrem Metallgehalt, in vielen FĂ€llen noch einer technisch einfachen Deponierung zugefĂŒhrt, wobei die enthaltenen Wertmetalle verloren gehen.
Abgaskondensation zur Steigerung der Energieeffizienz in der Abfallverbrennung
Dr. Albert Zschetzsche, Hubert Pauli
Anhand praktischer Daten wird die Wirtschaftlichkeit einer Kombination aus Abgaskondensation und GroßwĂ€rmepumpe zur Steigerung der Energieeffizienz in der Abfallverbrennung untersucht. Durch die Steigerung der Effizienz um bis zu 20 % ergeben sich auch bei vergleichsweise hohen Zusatzinvestitionen gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
A New Methodical Approach for Environmental Impact Assessment (EIA) Related to MSW Landfills in Russia
Ekaterina Zyryanova, Olga Ulanova
Nowadays, the most widespread method of MSW disposal in Russia is landfilling, using the most primitive landfilling technology. On an average, only 3-4 % of municipal solid waste is recycled, but the majority of waste is taken to dumps — there are about 11 thousand in Russia with an area of more than 11,000 hectares of land. About 82 billion tons of waste is buried in them. This fact requires that a full-fledged and accurate assessment of this activity and its influence on Environment has to be carried out before its implementation.
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