
Eine Umorientierung der Abfallwirtschaft setzt eine Veränderung der heute bestehenden gesetzlichen Regelungen voraus
Die Abfallentsorgung steht derzeit vor einem Dilemma: Noch höhere Anforderungen an die Getrenntsammlung erhöhenden Aufwand der Entsorger für Sammlung, Sortierung und Behandlung der Abfälle weiter und belasten die Haushalte mit zusätzlichen Aufgaben und Kosten. In diesem Beitrag wird aufgezeigt, wie auch bei einer geringeren Getrennterfassung von Haushaltsabfällen künftig die zentralen Ziele der Kreislaufwirtschaft erreicht werden könnten, das heißt weitgehende Nutzung von Wertstoffen und umweltgerechte Beseitigung nicht verwertbarer Abfallbestandteile. Mit neuen leistungsfähigen automatischen Sortiertechniken und neuen Techniken für die Abfallbehandlung, unter anderem die hochwertige Kombination biologischer und thermischer Verfahren, wäre es dann auch möglich, eine Abfallwirtschaft ohne (oberirdische) Deponie zu erreichen.
Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssen bereits jetzt entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Hinzu kommt, daß auch die heute vorhandenen Abfallbehandlungs und Beseitigungsanlagen noch über längere Zeit genutzt werden müssen, um die Kostenbelastungen für Entsorger und Bürger auf einem erträglichen Niveau zu halten.
Dr. Martin Kaimer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Technik, Funktionalität, Lebensqualität“, Dr.-Ing. Diethard Schade ist Leiter des Bereichs Technik, Funktionalität, Lebensqualität“ an der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden Württemberg.
| Copyright: | © Rhombos-Verlag | |
| Quelle: | 01/2002 - Abfallablagerung (Februar 2002) | |
| Seiten: | 5 | |
| Autor: | Dr. Martin Kaimer | |
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Transport und Zwischenlagerung von Ersatzbrennstoff
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH (12/2003)
Unter dem Begriff Logistik werden alle Material- und Informationsprozesse zusammengefasst, die der Raumüberwindung und der Zeitüberbrückung sowie deren Steuerung und Regelung dienen. Die Logistik umfasst alle inner- und zwischenbetrieblichen Transport-, Lager- und Umschlagvorgänge.
Risiken der mechanisch-biologischen Abfallbehandlung
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH (11/2004)
In diesem Beitrag werden in erster Linie unter Bezug auf die eingangs genannten wesentlichen Ziele und auf den Stand der mechanisch-biologischen Verfahren, Probleme diskutiert. Auf das vorhandene Entwicklungspotential und auf den erforderlichen Untersuchungsbedarf wird hingewiesen.
Restabfallbehandlungsmethoden zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH (6/2002)
Den seit langem zur Behandlung von Abfällen aus Haushaltungen und Gewerbe verwendeten verfahrenstechnischen Grundoperationen
• Mechanische Aufbereitung und Fraktionierung,
• Biologischer Abbau und
• Verbrennen
wird im Rahmen der gültigen Gesetzgebung zum Teil eine neue oder modifizierte Rolle zugewiesen. Eine intensivere Stoffstromteilung bewirkt eine im Vergleich zu früher stark ausgprägte Tendenz zur Kombination der Grundoperationen zu Verbundstrategien [3]. Auch eine erhebliche Verfeinerung der Anlagenkonzepte zur Stoffstromteilung und Zuordnung von Abfallfraktionen zu bestimmten Grundoperationen geht mit dieser Entwicklung einher. Dieser Weg ist seit einigen Jahren zu beobachten und pflanzt sich bei aktuellen und zukünftigen Abfallbehandlungsprojekten verstärkt fort.
Wertstoffhof 2020 - Neuorientierung von Wertstoffhöfen
© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen (4/2015)
Im Jahr 2014, zwanzig Jahre nach dem durch das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen organisierten Wettbewerb „Der vorbildliche Wertstoffhof“, ist es sicher angebracht, sich dem Thema erneut zuzuwenden. Was ist aus den prämierten Wertstoffhöfen der Preisträger in den jeweiligen Clustern geworden? Wie hat sich das System grundsätzlich entwickelt? Wo geht es hin, wenn man die gesellschaftlichen Anforderungen aus demografischer Entwicklung, Ressourcenschutz und Klimarelevanz betrachtet?
Eignung und notwendige Nachrüstung von MBA zur Verbesserung der Brennstoffqualität
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Die mechanisch-biologische Abfallbehandlung wurde ursprünglich mit der Zielsetzung eingeführt, eine technische Alternative zur thermischen Abfallbehandlung zu bieten. Der Entwicklungsschwerpunkt lag bei dieser Technologie im Bereich der Abfall Stabilisierung. Hier galt es, die anspruchsvollen Kriterien der Technischen Anleitung Siedlungsabfall zu erfüllen, nach denen vorbehandelter Restabfall ohne weitere Nachsorgeerfordernis dem Endzeitlager Deponie übergeben werden kann.
