Praxis der Kanülenentsorgung

Führt der Einsatz von gebrauchten Reinigungskanistern
zu einer erhöhten Verletzungsgefahr?

Die Verwendung von spitzen und scharfen Gegenständen, insbesondere von Kanülen im Gesundheitswesen stellt eine besondere Verletzungsgefahr dar. Da nie sicher davon ausgegangen werden kann, daß die Gegenstände nicht mit einem Infektionserreger kontaminiert sind, muß auch mit einer möglichen Infektionsgefährdung gerechnet werden. Mit diesen Gegenständen sollte daher besonders sorgfältig umgegangen werden. Um eine Verletzung bei der  Entsorgung zu vermeiden, werden in der Regel spezielle durchstichsichere Behältnisse verwendet, in denen die spitzen, scharfen Gegenstände gesammelt und der Entsorgung zugeführt werden sollen. Neben diesen Behältern, die speziell für diesen Zweck hergestellt und verkauft werden, gibt es schon seit Jahren die Empfehlung, gebrauchte Kanister von Reinigungsmitteln, Desinfektionsmitteln oder ähnlichem für die Sammlung zu verwenden. Bei diesen Kanistern ist von einer ähnlichen Sicherheit auszugehen wie bei den eigens dafür hergestellten Behältern. Um beurteilen zu können, ob eventuell die Verwendung von speziellen Kanülenentsorgungsbehältern zu einer größeren Entsorgungssicherheit führt, wurden im Universitätsklinikum Freiburg über einen Zeitraum von zehn Tagen alle Kanülenentsorgungsbehälter untersucht, die in der zentralen Abfallentsorgung ankamen. Es wurde festgestellt, ob es sich dabei um gebrauchte Kanister oder gekaufte Entsorgungsboxen (klein, mittel, groß) handelte. Weiterhin wurde qualitativ und quantitativ untersucht, wie die Behälter verschlossen waren und ob weitere Probleme zu beobachten waren, wie zum Beispiel ein erhöhtes Verletzungsrisiko bei der Entsorgung. Darüber hinaus wurde auch auf die Kennzeichnung der Behälter geachtet.



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: 02/2002 - Integrierte Produktpolitik (Juni 2002)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. (FH) Martin Scherrer

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