Amplitudengang des Verzögerungsglieds 1. Ordnung als Modell für den Scheitelabfluss von Hochwasser

Über den Amplitudengang eines Verzögerungsglieds 2. Ordnung wird ein einfaches Modell für den Scheitelabfluss eines Hochwassers, ausgelöst von einem isolierten, zeitbegrenzten Starkniederschlag, hergeleitet. Die Überlegungen führen zum Amplitudengang eines Verzögerungsglied
1. Ordnung (PT1, Tiefpass 1. Ordnung) dessen Argument, bestehend aus dem Produkt aus der Kreisfrequenz ω und der Zeitkonstante des Systems T, lediglich durch der den Quotient to/d = Δ aus Verzögerungszeit to und Regendauer d, zu ersetzen ist.

Das PT1-Modell bietet die Vorteile der Einfachheit, Übersichtlichkeit, Genauigkeit und minimalem Aufwand in der Anwendung. Die eigentliche Schwierigkeit in der Anwendung liegt in der Wahl der Verzögerungszeit to. Empirische Beziehungen zwischen to und hydraulische, hydrologische, geometrische und morphologische Variablen sind ohne Kenntnis der Ähnlichkeit unter den Gebieten nur mit Vorbehalt verwendbar, es sei denn die Parameter beruhen auf Beobachtungen aus der näheren Umgebung, so dass dann etwas genauere Schätzungen zu erwarten sind. Genauigkeit ist eines der ungelösten Problem der Hydrologie, diese Realität trifft nicht nur fur PT1, sondern grundsatzlich auch für alle auf der Einheitsganglinie beruhenden Methoden und konzeptuelle Modelle zu. Der Vorteil von PT1 liegt aber auch gerade darin, dass man sich anhand von Bild 2 eine gute, vor allem aber auch eine schnelle Vorstellung der Brauchbarkeit der rechnerischen Ergebnisse machen kann.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 5 / 2011 (Mai 2011)
Seiten: 6
Autor: Dr.-Ing. Friedrich E. Fahlbusch

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