Kompensationsmaßnahmen beim Mainausbau unterstützen die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie

Seit knapp 30 Jahren wird die Bundeswasserstraße Main auf die Bedürfnisse der modernen Binnenschifffahrt angepasst. Die Fahrrinne wird dazu vertieft und verbreitert, abschnittsweise sind auch Uferabgrabungen erforderlich. Für die Eingriffe in Natur und Landschaft sind Kompensationsmaßnahmen durchzuführen. Eine Vielzahl solcher Maßnahmen wurde bisher umgesetzt und ihre Entwicklung durch Kontrolluntersuchungen überprüft. Es zeigt sich, dass diese Maßnahmen geeignet sind, das ökologische Potenzial des Mains zu erhöhen.

Gegenstand des Mainausbaus ist die Vertiefung und Verbreiterung der Fahrrinne. Die Verbreiterung der 36 m breiten Fahrrinne auf mindestens 40 m und die Vertiefung von 2,50 m auf 2,90 m entspricht der Zuordnung des Mains zur Wasserstraßenklasse Vb. In Kurven ist eine Aufweitung der Fahrrinne erforderlich; Berechnungsgrundlage hierfür ist der Platzbedarf eines 185 m langen Schubverbandes auf Talfahrt. Neben Sohlenbaggerungen sind für den Fahrrinnenausbau auch abschnittsweise Uferabgrabungen erforderlich. Zur Kompensation der mit dem Ausbau verursachten Eingriffe in Natur und Landschaft werden verschiedene Typen von Kompensationsmaßnahmen geplant und umgesetzt.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 6 / 2011 (Juni 2011)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Biol. Gerd Karreis

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