Bemessung von Be- und Entlüftungsventilen

An Hochpunkten von Wasserversorgungsleitungen sammeln sich im Anlagenbetrieb Luftblasen an, die – sofern sie nicht abgeführt werden – den effektiven Fließquerschnitt an dieser Stelle einengen. Eine gut funktionierende Be- und Entlüftung der Rohrleitung trägt wesentlich zu einem optimalen und energieoptimierten Anlagenbetrieb bei. Dieser Beitrag beschreibt in Anlehnung an das DVGWMerkblatt W 334 und anhand von Rechenbeispielen die wichtigsten Betriebszustände sowie relevante Randbedingungen zur Bemessung von gängigen Be- und Entlüftungsventilen.

In Flüssigkeiten sind immer gewisse Mengen an Gasen gebunden. In der Natur findet ein kontinuierlicher, beidseitiger Austausch zwischen den im Wasser und in der Luft enthaltenen Gasen statt. Dieser Austausch resultiert aus den an der Wasseroberfläche herrschenden Konzentrationsunterschieden der jeweiligen Gase. Die Geschwindigkeit des Austausches hängt dabei vom jeweiligen Gasdruck und den Temperaturen der beiden Medien ab. Luft ist ein Gasgemisch, das zu 78 Prozent aus Stickstoff und zu 21 Prozent aus Sauerstoff besteht. Hinzu kommen etwa 1 Prozent Edelgase und Kohlenstoffdioxid. Die Mengen an Stickstoff und Sauerstoff, die hauptsächlich im Wasser gebunden sind, hängen von der Temperatur ab. Im Wasser liegen beide Gase zu etwa 50 Prozent im gebundenen Zustand Wasser demnach 0,0224 m³ oder 22,4 Liter Luft enthalten. Luftmenge in einer Trinkwassertransportleitung Im Betrieb gibt das Wasser das gebundene bzw. gelöste Gasgemisch teilweise wieder ab. Am Beispiel einer Wasserversorgungsleitung soll die ausgasende Menge nun anhand folgender Parameter berechnet werden:...



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 01 - 2012 (Januar 2012)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Kevin Turnsek

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