Beteiligung der Bürger im Vorfeld von Planungen – ein Plus für den Hochwasserschutz?

Die Beteiligung der Bürgerschaft im Vorfeld von Planungen zum Hochwasserschutz in Dresden-Laubegast hat diese erst möglich gemacht. Es wird damit aber zugleich der Anspruch an eine breite Einbeziehung über die gesamte Maßnahme gefördert. Die positiven zusätzlichen Effekte auf das Hochwasserrisikobewusstsein der Betroffenen rechtfertigen den Aufwand, bevor Maßnahmen überhaupt begonnen werden.

Seit mittlerweile 10 Jahren nach dem Augusthochwasser 2002 engagiert sich die Stadt Dresden für einen bewussten Umgang mit den Hochwasserrisiken. Dabei zeigt sich, dass es nicht das EINE Mittel zum Erfolg gibt. Und schon gar nicht eines, das schnell wirkt. Geduld und „langer Atem“ – auch in der Bereitstellung entsprechender finanzieller Mittel und personeller Ressourcen – wird der bekannten Aussage gerecht, dass ein angemessener Umgang mit Hochwassern eine Generationenaufgabe darstellt.
Dazu sollten alle Kommunikationen zu Hochwasserrisiken und den Möglichkeiten, mit diesen umzugehen, von Beginn an auf eine breite Basis gestellt werden. Verschiedene Instrumente und die Einbindung verschiedener Multiplikatoren erhöhen die Wirksamkeit beträchtlich. Dies sollte möglichst frühzeitig erfolgen, möglichst schon im Vorfeld konkreter Planungen.
Für den Stadtteil Laubegast in Dresden wurden mit dieser Herangehensweise überhaupt erst die Voraussetzungen geschaffen, die Chancen und Risiken eines Gebietsschutzes vor Hochwasser der Elbe planerisch zu untersuchen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 11 / 2012 (November 2012)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Phys. Jens Seifert

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