Bewertung erheblich veränderter Fließgewässer in Deutschland

Nach EG-Wasserrahmenrichtlinie können Gewässer in bestimmten Fällen als „erheblich veränderte Wasserkörper" ausgewiesen werden. Bewirtschaftungsziel ist dann das „gute ökologische Potenzial". Um einheitliche Grundlagen für den zweiten WRRL-Bewirtschaftungsplan zu schaffen, wurde hierfür ein Verfahren entwickelt und in einem Handbuch dokumentiert.

Mit dem Handbuch zur Bewertung und planerischen Bearbeitung von erheblich veränderten Gewässern liegt eine Methode vor, die bundesweit für den zweiten Bewirtschaftungsplan angewandt werden kann und den Anforderungen der WRRL in Hinblick auf die Bewirtschaftungsziele erheblich veränderter und künstlicher Fließgewässer Rechnung trägt. Die besondere Herausforderung bei der Verfahrensentwicklung lag einerseits in der Kombination der Bewertung mehrerer biologischer Qualitätskomponenten mit der Abschätzung der Wirkung umzusetzender hydromorphologischer Maßnahmen. Andererseits wurde das Verfahren so angelegt, dass die Bewertung von HMWB und AWB – analog der Bewertung natürlicher Fließgewässer – einheitlich durchgeführt werden kann, aber für Ausnahmefälle auch die Möglichkeit einer Individualisierung angeboten wird. Das Verfahren wird zurzeit anhand von Fallbeispielen aus verschiedenen Regionen Deutschlands erprobt.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 12/2012 (Dezember 2012)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dipl.-Biol. Eva Bellack
Dr. Sebastian Birk
Dipl.-Ing. Christoph Linnenweber

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