Wasserinfiltration kann einer Altdeponie wieder Methan entlocken: Wiederbelebung des Reaktors Deponie

Die Gewinnung von Methan aus still gelegten Deponien ist eine Frage des Klimaschutzes, denn Methan hat ein weit höheres Treibhauspotential als Kohlendioxid. Außerdem entweichen mit dem Methan sehr oft hochgiftige Gase. Doch nicht selten reichen die entweichenden Gasmengen weder für eine Abfackelung noch für eine energetische Nutzung. Eine Wasserinfiltration könnte helfen.

Foto: U. Seemann(10.10.2013) Die Deponie Camitz befindet sich im Landkreis Vorpommern-Rügen, rund 40 Kilometer östlich von Rostock. Hier wurde im Jahr 2008 eine Verbrennungsanlage für die Entsorgung des Deponiegases errichtet. Entsprechend der prognostizierten Deponiegasentwicklung laut einem Gutachten der RUK Ingenieurgruppe, erstellt im März 2003, sollte mittels der errichteten Anlage eine energetische Nutzung des vorhandenen Deponiegases erfolgen. Doch die Gasbildungsrate lag unter den prognostizierten Werten. Um die wirtschaftliche Betriebsweise der Anlage zu verbessern, strebte der Landkreis Vorpommern-Rügen mittels der so genannten Methanreaktivierung an, die organischen Abbauprozesse anzukurbeln und damit eine erhöhte Deponiegasentwicklung zu erreichen.
Die positiven Erfahrungen aus den Versuchen mit der Methanreaktivierung auf der Deponie Rönkendorf (Landkreis Nordvorpommern) sollten auf den Bauabschnitt 2.1 der Deponie Camitz übertragen werden...

Autorenhinweis: Uwe Seemann, Camitz
Foto: U. Seemann



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Oktober 2013 (10.10.2013) (Oktober 2013)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Uwe Seemann
Martin Boeckh

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