Editorial: Alles geklärt

Wer hätte (früher) gedacht, dass Müll einmal so wertvoll wird. Noch vor 50 Jahren galt die Devise: Ab in den Untergrund und aus dem Blick. Der Begriff ,Entsorgen’ hatte noch seine wörtliche Bedeutung, nämlich von Sorgen befreien.

Foto: privat(10.10.2013) Heute reißt sich so manches Entsorgungsdienstleistungsunternehmen um den Müll, den wir täglich produzieren, ja man gräbt inzwischen nach den ’Müllschätzen’, die im Untergrund auf zugedeckten Deponien schlummern, und nennt das ganz modern und fortschrittlich ‚Urban Mining’ im weitesten Sinne. Doch nicht nur auf Festsubstanzen, meist Edelmetalle und Seltene Erden haben es die Second- Hand-Bergarbeiter abgesehen, sondern auch auf die energiereichen und damit wertvollen Gase, die aus den Zersetzungsprozessen organischen Materials auf Deponien entstehen. Damit werden die Entsorger unversehens zu Versorgern. Eigentlich ist dieses methanhaltige Gas viel zu schade, um im Sinne einer Entsorgung einfach abgefackelt zu werden. Schließlich könnte man – und das tun leider nicht alle Deponiebetreiber – es beispielsweise zur Verstromung nutzen. Alles nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit? Dem Thema ,Deponiegas’, und wie man es möglichst effektiv mobilisiert, ist ein Artikel im aktuellen Heft gewidmet...

Autorenhinweis: Dr. Martin Mühleisen, Gaiberg
Foto: privat



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Oktober 2013 (10.10.2013) (Oktober 2013)
Seiten: 1
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Martin Mühleisen

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