In Memoriam Werner Schenkel - Ein Mythos namens Abfallvermeidung

Den früheren Fachbereichsleiter des Umweltbundesamtes, Werner Schenkel, zu ehren, kommt man dann besonders schnell nah, wenn man sich dessen Veröffentlichungen anschaut. Man steht dann nur noch vor der Qual der Wahl, welches Thema man besonders beleuchten sollte. In jedem Falle fällt aber auf, wie modern, die Arbeiten heute noch sind. Ich wende mich im Folgenden dem Thema der Abfallvermeidung zu.

Am 17. Juni 2008 hat das Europäische Parlament der Novelle der Abfallrahmenrichtlinie zugestimmt. Ein wesentliches Element der neuen Richtlinie ist eine fünfstufige Abfallhierarchie:
- Vermeidung und Reduzierung von Abfällen 
- Wiederverwendung von Abfällen („reuse“)
- stoffliche Verwertung von Abfällen („ecycling of waste“)
- andere Verwertungsmaßnahmen („ther recovery operations“)
- sichere und umweltgerechte Beseitigung
An oberster Stelle steht dabei die Abfallvermeidung. Sie soll, als vorrangigstes Ziel einer modernen Abfallpolitik, gestärkt werden. Damit sind wir bereits am entscheidenden Punkt angelangt: Was ist Abfallvermeidung? Wie können wir sie erreichen? Kann Abfall überhaupt vermieden werden?



Copyright: © Rhombos Verlag
Quelle: Ausgabe 02 / 2013 (Juli 2013)
Seiten: 3
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
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