Die Trinkwasser-Talsperre Wadi Dayqah im Oman – Erfahrungen aus Planung, Bau und Betrieb

den Gebieten der Erde. Die potenzielle Verdunstung ist höher als der durchschnittliche Niederschlag mit 100 bis 300 mm/a. Da es nur in den Monaten zwischen November und April regnet, muss der Niederschlag zur Versorgung gespeichert werden. Das Wasser ist daher im Oman von jeher ein sehr kostbares Gut. Normaler Weise führen die Wadis, wie die Flüsse in ariden Gebieten genannt werden, nur an wenigen Tagen des Jahres Wasser.

Das Sultanat Oman gehört zu den semiariden Gebieten der Erde. Bedingt durch die an der Sperrenstelle besonderen geologischen Verhältnisse und der Größe des Einzugsgebietes von 1 700 km² beträgt der Abfluss auch außerhalb der Regenzeit etwa 1,5 m³/s. Die Talsperre wird nach der Fertigstellung der Aufbereitungsanlage und der notwendigen Leitungen mehrere kleine Ortschaften in der unmittelbaren Umgebung und die Hauptstadt Muscat mit Trinkwasser versorgen. Das Projekt beinhaltet eine 75 m hohe Staumauer aus Walzbeton, einen 50 m hohen Steinschüttdamm, eine 100 km lange Wasserleitung und eine Aufbereitungsanlage. Bei der Planung waren die Dimensionierung der Hochwasser-Entlastungsanlage über die RCC-Mauer und die Abdichtung des Sandsteingebirges unter dem Staudamm neben den im Sommer hohen Tages- und Nachttemperaturen von 45 bis 35 ºC die größten Herausforderungen. Während der Bauarbeiten betrug der Abfluss im Wadi im Juni 2007 bei einem tropischen Zyklon über 10 000 m³/s; die Hochwasser-Entlastungsanlage war nur für 7 500 m³/s bemessen worden und musste den neuen Gegebenheiten anzupassen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 05/2013 (Mai 2013)
Seiten: 4
Autor: Prof. (em.) Dr.-Ing. Theodor Strobl

Die Bibliothek und die Kaufoptionen sind umgezogen zu https://library.wasteculture.com

Bereits erworbene Artikel können weiterhin über myASK abgerufen werden.


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Verluste und Auslegung von Schrägrechen anhand ethohydraulischer Studien
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2020)
Als mögliche Lösung zur Herstellung des Fischschutzes und der Durchgängigkeit an Wasserkraftwerken hat sich der schräg angeströmte Horizontalstabrechen, hier als Schrägrechen bezeichnet, inzwischen bewährt. Nun wurden anhand wissenschaftlicher Labor- und Feldstudien die Ermittlung der hydraulischen Verluste, d. h. Rechenverluste, am Schrägrechen und die hydraulischen Signaturen, welche durch den Rechen hervorgerufen werden, untersucht. Die Schutz- und Leitwirkung auf abwandernde Lachssmolts und Aale konnte daran anknüpfend in ethohydraulischen Studien für unterschiedliche Rechenparameter ermittelt werden.

Ertüchtigung des Sylvenstein- Staudamms – Planung und Ausführung der Dichtwand
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2013)
Der Sylvenstein-Damm wird nach über 50-jähriger Betriebszeit durch eine Dichtwand sowie ein neues Sickerwasserfassungs- und Messsystem ertüchtigt. Die 70 m tiefe Dichtwand aus Tonbeton wird im Schlitzwandverfahren mittels Greifer und Fräse als Zweiphasenwand hergestellt. Die Überlegungen zur Wandtiefe, zur Felseinbindung und zur Ausschreibung werden erläutert, die Bauausführung und Überwachung der Baustelle dargestellt.

Defizite und Chancen der Wasserversorgung in der südchinesischen Megastadt Guangzhou
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2009)
Im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms „Megacities Megachallenge“, werden Einflüsse und Wechselwirkungen (in)formeller Strukturen auf die Ressource Wasser in Guangzhou untersucht. Im Verlauf des Projekts sollen städtische Planungsstrukturen und informelle Einflüsse erkannt und nachhaltige Handlungsoptionen entwickelt werden.

Wenn jeder Tropfen zählt - Singapur – globales Zentrum für nachhaltiges Wasser-Management
© Deutscher Fachverlag (DFV) (7/2007)
Mangels eigener Quellen setzt Singapur auf eine viergleisige Strategie, in deren Mittelpunkt die Schließung des Wasserkreislaufs steht. Im Zuge der Umsetzung entwickelt sich der asiatische Tigerstaat zum internationalen Zentrum für nachhaltige Wasser-Technologien.

Grundinstandsetzung der linken Schleusenkammer der Schleuse Lauffen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (8/2023)
Damit der Neckar künftig auch für längere Schiffe befahrbar ist, werden die Neckarschleusen sukzessive ausgebaut - so auch die Schleuse Lauffen. Gleichzeitig war hier eine Grundinstandsetzung nötig. Das Projekt erforderte hochpräzise Arbeiten, sowohl beim Bau der Schleusentore als auch bei der Schleusenanlage selbst. Die vermessungstechnische Bauüberwachung übernahm Afry Deutschland.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...