Unkontrollierte Sickerwässer im Untergrund von Stauanlagen oder in bestehenden Damm-Bauwerken gefährden deren Bestand. Durch Dichtwände werden solche Wasserwegigkeiten abgesperrt und so eine Gefährdung der Bauwerke vermieden. Beton-Dichtwände werden durch Fräsen und Greifer im Zwei-Phasen-Verfahren oder mit überschnittenen Bohrpfählen ausgeführt. Die bis in große Tiefen klar definierte Ausprägung und die Herstellungs-Kontrollierbarkeit von gefrästen Dichtwänden bieten eine Technik, um den Untergrund wie auch gefährdete Bauwerke genügend abzudichten.
Nicht nur in Deutschland wird aufgrund der prognostizierten Erderwärmung zur CO2-Reduktion und zur Speicherung erneuerbarer Energie durch die Energiewende wieder verstärkt in Stauanlagen investiert – in Deutschland im Wesentlichen zur Erhaltung des Bestands. Die Ertüchtigung und nachhaltige Sanierung des Sylvensteinspeichers in Bayern ist nur ein Beispiel dafür.
Die Sicherung von Stauanlagen, hier insbesondere von Erddämmen, hängt ganz wesentlich von deren dauerhaften Dichtigkeit und der Dichtigkeit des Untergrundes ab. Unkontrollierte Wasserwegigkeiten und Sickerwässer im Untergrund können zur starken Gefährdung des Bauwerkes führen.
Regelmäßige, systematische Kontrolle des Talsperrenbestandes und, bei entsprechendem Gefährdungszustand, die dauerhafte Sanierung tragen wesentlich zur Bestandssicherung bei.
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| Quelle: | Wasserwirtschaft 05/2013 (Mai 2013) | |
| Seiten: | 4 | |
| Autor: | Peter Banzhaf | |
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Regionalisierung von Abflussdauerlinien
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Eine Abflussdauerlinie (ADL) basiert auf der Darstellung von Tagesabflusswerten, welche der Größe nach für einen bestimmten Zeitraum sortiert werden. Durch diese Darstellung lassen sich sehr einfach Informationen darüber ableiten, welche Abflüsse an wie vielen Tagen im Jahr über- oder unterschritten werden. ADL werden in der wasserwirtschaftlichen Praxis für
eine Vielzahl an Fragestellungen, wie zum Beispiel zur Wasserkraftnutzung, der Berücksichtigung ökologischer Aspekte, der Wasserentnahme, Vernässungsfragen bei Flutrinnen u. v. m. als Planungsgrundlage benötigt.
Tragverhalten alter Staumauern und Folgerungen für die Bauwerksüberwachung
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Die Sicherheit einer Talsperre hängt sowohl von der rechnerischen Tragfähigkeit der Staumauer gemäß Norm als auch von einer sorgfältigen Bauwerksüberwachung ab. Mit modernen Berechnungsverfahren lassen sich nicht nur die geforderten Sicherheitsnachweise führen, sondern auch das Trag- und Verformungsverhalten im Ist- und Bruchzustand genauer darstellen. Auf Basis zahlreicher statischer Analysen an verschiedenen Staumauermodellen werden das komplexe Bruchverhalten beschrieben und Empfehlungen für die Bauwerksüberwachung abgeleitet.
Die interaktive Karte des Stauanlagenverzeichnisses für Deutschland 2022
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Während für die großen Stauanlagen landesweite Verzeichnisse existieren, ist es schwierig, einen Überblick über die mittleren und kleinen Anlagen in Deutschland zu erhalten. Mit dem vorgestellten Stauanlagenverzeichnis soll versucht werden, diese Lücke nach und nach zu schließen und auch mittlere und kleine Talsperren, Rückhaltebecken, Staustufen, Pumpspeicher- und Sedimentationsbecken in einem zentralen Register mit den wichtigsten technischen Angaben zu erfassen.
Gerechte Verteilung limitierter Wasserressourcen in Entwicklungs-
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In vielen strukturschwachen Regionen der Welt führen limitierte Wasserressourcen zu einer
defizitären Wasserversorgung. Da herkömmliche Verteilsysteme für einen bedarfsdeckenden Betrieb konzipiert sind, führt ein nicht bedarfsdeckender Betrieb zu einer hydraulisch bedingten ungerechten Wasserverteilung. Dieser Beitrag beschreibt ein Verteilsystem, das auf Basis einfacher Lösungen auch bei einem nicht bedarfsdeckenden Betrieb eine gerechte Wasserverteilung
ermöglicht. Die Umsetzung und Evaluierung erfolgte in einer Karstregion im Norden Vietnams.
Lufteintrag – Eine Herausforderung bei physikalischen und numerischen Modellierungen
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Lufteinmischung an Überfallrücken tritt häufig auf, wobei die physikalischen Eigenschaften des abströmenden Fluids verändert werden. Eine genaue Quantifizierung des Lufteintrags am reellen Bauwerk ist jedoch äußerst schwierig bzw. unmöglich. Bei vielen Projekten stellt sich daher die Frage, welchen Einfluss Lufteinträge bzw. verschiedene Belüftungsgrade besitzen und inwiefern ein solcher modelltechnisch umgesetzt sowie eine Belüftung simuliert werden können.
