Für die hydraulische Dimensionierung von Wasserbauwerken können vereinfachte Bemessungsansätze, numerische Berechnungsverfahren und skalierte Laborversuche verwendet werden. Die theoretischen und erfahrungsbasierten Ansätze liefern für einfache Anwendungen durchaus sehr gute und ausreichende Ergebnisse. Im Regelfall ist aber eine erweiterte numerische oder physikalische Modellierung notwendig, um gesicherte Aussagen zu erhalten. Die vorliegende Arbeit zeigt anhand der Adaptierung der Hochwasserentlastung Enzingerboden der ÖBB-Infrastruktur AG wie die beiden Ansätze miteinander verschränkt werden können und somit einen optimierten Formfindungsprozess unterstütz wird.
Der aktuelle wasserbauliche Planungsbedarf erstreckt sich von Neubauten bis hin zu Erweiterungen von bestehenden Kraftwerksgruppen [1]. Zusätzlich besteht aber auch weiterhin der Bedarf, dass bestehende Anlagen überprüft und bei veränderten Randbedingungen angepasst werden. Ein solches Beispiel ist die Hochwasserentlastungsanlage des Ausgleichsbeckens Enzingerboden. Dieses Becken gehört zur Kraftwerksgruppe Stubachtal (Hohe Tauern, Salzburg), welche von der ÖBB-Infrastruktur AG für die Erzeugung von 16,7-Hz-Bahnstrom eingesetzt wird. Diese Kraftwerksgruppe besteht aus den Kraftwerken Enzingerboden, Schneiderau und Uttendorf. Gesamthaft besitzt und betreibt die ÖBB-Infrastruktur AG zehn Wasserkraftwerke in Österreich.
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| Quelle: | Wasserwirtschaft 05/2013 (Mai 2013) | |
| Seiten: | 4 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Dr. Roman Gabl Dipl.-Ing. Dr. Stefan Achleitner Dipl.-Ing. Andreas Sendlhofer Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Markus Aufleger Dipl.-Ing. Thomas Höckner | |
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Zeitliche und räumliche Verteilung der Grundwasser-Oberflächenwasser-Interaktion in den Niederlanden
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2013)
Die Grundwasser-Oberflächenwasser-Interaktion in den Niederlanden variiert räumlich und unterliegt einer jahreszeitlichen Dynamik. In diesem Beitrag wird der mit dem Niederländischen Hydrologischen Modellinstrumentarium berechnete Wasseraustausch für drei repräsentative Jahre (feucht, mittel, trocken) in seiner räumlichen Verteilung für die Niederlande dargestellt. Neben der räumlichen Verteilung für das gesamte Untersuchungsgebiet in Form von Landkarten wird für fünf charakteristische Gebiete der Wasseraustausch quantitativ im Jahresverlauf gezeigt.
Ökonomische Aspekte im Kontext von Integriertem Wasserressourcenmanagement
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2013)
Neben der Erkenntnis, dass es kein allgemeingültiges Verständnis vom Integrierten Wasserressourcenmanagement (IWRM) gibt, steht fest, dass ökonomische Aspekte ein Schlüsselelement von IWRM sind. Belegt durch ein IWRM-Pilotprojekt in Südafrika können mit ökonomischen Aspekten nicht nur die Wassernutzungseffizienz identifiziert, sondern auch Optimierungsmöglichkeiten in der Wasserressourcenallokation abgeleitet werden. Trotz zusätzlicher Berücksichtigung von sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit kann eine Entschärfung des Wassermangels in einem Flusseinzugsgebiet erreicht werden.
Wenn jeder Tropfen zählt - Singapur – globales Zentrum für nachhaltiges Wasser-Management
© Deutscher Fachverlag (DFV) (7/2007)
Mangels eigener Quellen setzt Singapur auf eine viergleisige Strategie, in deren Mittelpunkt die Schließung des Wasserkreislaufs steht. Im Zuge der Umsetzung entwickelt sich der asiatische Tigerstaat zum internationalen Zentrum für nachhaltige Wasser-Technologien.
Automatisierte Erstellung digitaler Böschungsoberkanten und Gewässerrandstreifen
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Vorgestellt wird eine Methode zum Erstellen von digitalen Böschungsoberkanten und Gewässerrandstreifen, die auf digitalen Geländemodellen und Open-Source-GIS-Software basiert. Über die Verarbeitung von hochauflösenden DGM-Daten und der Ableitung eines Ersatzfließgewässernetzes wurden die Böschungsoberkanten identifiziert und mit Attributen wie Gefälleneigung und Qualitätsklassen versehen. Für den Freistaat Sachsen konnten so über 63.600 km Böschungsoberkanten mit differenzierten Qualitätsmerkmalen und Abstandsflächen identifiziert werden.
Feinrechen - Grenzen der Kirschmer- Gleichung
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Die Berechnung des Stauhöhenverlusts an Feinrechen in kommunalen Kläranlagen basiert seit Jahrzenten auf der von Otto Kirschmer 1925 entwickelten Gleichung. In der Praxis zeigt sich bei Anwendung dieser für Wasserkraftanlagen konzipierten Gleichung auf Feinrechen, dass sich die berechneten und gemessenen Werte z. T. erheblich unterscheiden. Unter Zuhilfenahme von über 900 Experimenten wurden in der Herleitung der Kirschmer-Gleichung die dafür verantwortlichen Annahmen, welche in heutigen Kläranlagen oft nicht zulässig sind, identifiziert.
