Bauperipherie beim neuen Wasserkraftwerk Rheinfelden

Der Höherstau im Oberwasser des neuen Kraftwerks führte zu einem Anstieg des Grund­wasserspiegels. Im historischen Schloss Beuggen sowie in den Unternehmen Evonik Rhein­felden und Aluminium Rheinfelden mussten daher Kellerräume gesichert werden. In der Schlossanlage wurden die gefährdeten Keller mit einem Horizontalabdichtungsschleier im Mauerwerk sowie einer äußeren und inneren Abdichtung mit einer teilweisen Auffüllung geschützt. Bei den Industriegebäuden kamen verschiedene Maßnahmen zum Einsatz.

Zur Steigerung der Stromproduktion fordert die 1989 erteilte Konzession des neuen Kraftwerks Rheinfelden einen Höherstau von 1,4 m im Oberwasser. Mit der Wasserspiegelabsenkung im Unterwasser erhöht sich das nutzbare Gefälle damit auf maximal neun Meter. Mit dem Rhein-Wasserspiegel zwischen den Kraftwerken Ryburg-Schwörstadt und Rheinfelden stieg auch der Grundwasserspiegel. Aufgrund des vorherrschenden Muschelkalkfels kommuniziert das Grundwasser nämlich direkt mit dem Rhein-Wasserspiegel. Das bestätigten auch die dreidimensionalen Grundwassermodelle. Die veränderte Grundwassersituation hat Auswirkungen auf das denkmalgeschützte Schloss Beuggen, das Werk Nord der Firma Evonik Rheinfelden, den Werksteil III der Firma Aluminium Rheinfelden und kleinere Anlagen am Ufer (Fischerhütten, Bootsliegeplätze, Angelsporteinrichtungen).



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 06/2013 (Juni 2013)
Seiten: 5
Autor: Frank Pelzer

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