Die Küstenzone ist gekennzeichnet durch ein komplexes Ökosystem und eine Vielzahl an natürlichen Ressourcen. Die menschlichen Nutzungen konkurrieren direkt mit den Bedürfnis¬sen von Flora und Fauna. In diesem Kontext können integrierte Simulationssysteme, wie die Telemac-Suite, helfen, umweltverträgliche, kostengünstige und nachhaltige Lösungen zu entwickeln. In dem vorliegenden Artikel werden wesentliche Funktionen der Telemac-Suite mit Hinblick auf Küstenanwendungen zusammengefasst. Am Beispiel eines großskaligen Simulationsmodells der Deutschen Bucht werden exemplarische Ergebnisse dargestellt. Die Ergebnisse zeigen die Leistungsfähigkeit der Telemac-Suite für Simulationen eines derartig komplexen Naturraums.
In der Küstenzone treffen Gezeiten, die sich durch periodische Wasserstandschwankungen auszeichnen, und stochastische Ereignisse, wie Wind und Seegang, zusammen und formen ein hydrodynamisch komplexes System. Das führt zu Sedimenttransportmustern und Sohlenänderungen, die räumlich und zeitlich hochdynamisch sein können. Diese natürlichen treibenden Prozesse werden durch anthropogene Einflüsse, wie z. B. Unterhaltungsmaßnahmen von Seeschifffahrtswegen oder Küstenschutzmaßnahmen, überlagert und beeinflusst.
Daraus resultieren spezielle Anforderungen an ein numerisches Simulationssystem für Fragestellungen im Küstenbereich. Die in diesem Zusammenhang wesentlichen Eigenschaften der Telemac-Suite werden nachfolgend beschrieben. Eine detaillierte Darstellung kann den Handbüchern der Telemac-Programme entnommen werden. Auch auf die Unterstützung durch das Forum www.opentelemac.com und die zahlreichen Validierungsfälle, die erste Schritte im Umgang mit der Telemac-Suite sehr erleichtern, sei an dieser Stelle hingewiesen.
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH | |
| Quelle: | Wasserwirtschaft 12/2013 (Dezember 2013) | |
| Seiten: | 7 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Bert Putzar | |
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