Waschen 2.0: Verbesserungen an nassen Abgasreinigungsanlagen

Verbesserungspotenziale zu ermitteln und Störungsursachen zu finden gelingt am sichersten, wenn die Anlage rechnerisch abgebildet wird. Der Vergleich von Theorie zur Praxis lässt in vielen Fällen bereits Rückschlüsse auf geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der bestehenden Anlagentechnik zu. Eine gezielte Betrachtung der Betriebsdaten unterstützt diese Arbeiten bzw. untermauert die Erkenntnisse. Neue Konzepte können häufig durch einfache Versuchsaufbauten auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.
Auf diese Weise kann ein bestehendes Abgasreinigungskonzept an geänderte Randbedingungen angepasst und der Wartungsaufwand verringert werden.
Unterstützend steht für diese Aufgabenstellung steht ein Programm zur Verfügung, mit dem sich eine komplette Abgasreinigungsanlage rechnerisch simulieren lässt. Mit diesem Programm wurden bereits mehrere Anlagen modelliert und zahlreiche signifikante Verbesserungen geplant.

Um die Effektivität einer Anlage zu erhöhen, wird ständig nach neuen Wegen gesucht. Schwerpunkte sind z.B. die Verbesserung der Abscheideleistung und die Erhöhung der Energieeffizienz durch Wärmeauskopplungen. Auch die nasse Abgasreinigung mit ihrem nahezu stöchiometrischen Neutralisationsmittelbedarf bietet hierzu Möglichkeiten.

Um eine bestehende Abgasreinigung zu bewerten, sind Berechnungen der hierin stattfindenden Prozesse notwendig. Nur so kann festgestellt werden, ob es zwischen Planung und Betrieb Diskrepanzen gibt. Gegebenenfalls kann auf diese Weise bereits die Ursache erkannt werden, und das Potenzial für Verbesserungen kann ermittelt werden. Bisher haben wir solche Nachrechnungen in vielen Einzelrechnungen durchgeführt. Zweckmäßig ist es, den gesamten Prozess rechnerisch abzubilden.

Ein in dem Bereich Wasser-Dampf-Kreis etabliertes Berechnungsprogramm wird genutzt, um eine gesamte Abgasreinigung abzubilden. Auf diese Weise können schnell Auswirkungen von Änderungen auf andere Komponenten erkannt werden. Da dieses Programm vornehmlich für den thermodynamischen Prozess angewandt wird, sind Berechnungen des Chemismus ergänzend erforderlich. Nachfolgend soll eine solche Berechnung des thermodynamischen Prozesses vorgestellt werden.



Copyright: © Texocon GbR
Quelle: 11. Potsdamer Fachtagung - 20. bis 22. Februar 2014 (Februar 2014)
Seiten: 17
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Klaus Niemann
Martin Gutjahr

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