Betriebsoptimierung bei bestehenden MVAs durch Modifikation der Rauchgasreinigung aufgezeigt an Fallbeispielen

Im diesem Vortrag werden einige Fallbeispiele für die Modifikation von Rauchgasreinigungsanlagen diskutiert. Einschränkend sei angemerkt, dass die hier beschriebenen Maßnahmen zur Optimierung keinen Anspruch auf Vollständigkeit besitzen. Es gibt viele weitere Optionen, die für eine Optimierung von Rauchgasreinigungen zur Verfügung stehen. Als Beispiel sei der Einsatz von NaHCO3 genannt.

Es gibt 3 wesentliche Gründe für den Umbau einer Rauchgasreinigung im Bereich Verbrennungsanlagen für Müll und Ersatzbrennstoffe.

- Gesicherte Einhaltung der Emissionsgrenzwerte

- Kapazitätserweiterung

- Betriebskosteneinsparung

Bis in die 90er Jahre stand bei Anlagenmodifikationen die Einhaltung der Grenzwerte im Vordergrund. Es galt die im Laufe der Zeit sich verschärfenden Forderungen an die Emissionsgrenzwerte einzuhalten. Nicht zuletzt auf Grund fehlender Praxiserfahrungen entstanden so sehr komplex aufgebaute vielstufige Rauchgasreinigungsanlagen. Kurz nach der Jahrtausendwende wurden Überlegungen angestellt, die Kapazitäten bestehender Müllverbrennungsanlagen auf Grund des sich abzeichnenden Deponierungsverbotes für heizwertreiche Abfälle zu erweitern. Heute steht die Senkung der Betriebskosten im Vordergrund. Durch die in den letzten Jahren gebaute große Anzahl von Neuanlagen ist es zu Überkapazitäten verbunden mit einer Reduzierung der Erlöse für die Müllannahme gekommen. Dies hat zur Folge, dass für einen wirtschaftlichen Betrieb die laufenden Kosten gesenkt werden müssen. Die Rauchgasreinigung hat einen großen Anteil an diesen Kosten. Aber auch der Chlor- und Schwefelgehalt im Brennstoff hat sich erhöht. Dies führt zu der Notwendigkeit einer effizienteren Abscheidung der sauren Schadgase möglichst ohne Anhebung der Stöchiometrie.



Copyright: © Texocon GbR
Quelle: 10. Potsdamer Fachtagung - 21.2. bis 22.2. 2013 (Februar 2013)
Seiten: 16
Preis inkl. MwSt.: € 8,00
Autor: Dipl.-Ing. Rüdiger Margraf

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