Sowohl Ammoniak als auch Harnstoff setzen sich bei Temperaturen von 900 bis 1.100 °C mit den Stickoxiden der Verbrennungsgase in einer radikalischen Reaktion zu Stickstoff und Wasserdampf um.
Der SNCR-Prozess steht in direkter Konkurrenz zu anderen ebenfalls radikalisch ablaufenden Prozessen. Hierbei spielt die Eigenoxidation des Reduktionsmittels zu Stickstoff und Wasserdampf die größte Rolle, d.h. bei einer Stöchiometrie von 1 können selbst unter idealen Bedingungen, wie optimale Temperatur für das jeweilige Reduktionsmittel und eine möglichst lange Reaktionszeit, nur ca. 60% der Stickoxide reduziert werden
Inhomogenitäten in der Stickoxid- / Reduktionsmittelverteilung und kürzere Verweilzeiten im optimalen Temperaturfenster verschlechtern das Ergebnis dahingehend, dass nicht abreagiertes Reduktionsmittel, der sogenannte NH3-Schlupf, sich zunehmend bemerkbar macht.
Eine weitere Einschränkung des NOx-Reduktionsergebnisses wird durch die mit Last- und Heizwertänderungen einhergehenden Temperaturschwankungen hervorgerufen. Je weiter die Temperatur abnimmt desto geringer werden die Reaktionsgeschwindigkeiten. Je mehr die Temperatur zunimmt, desto größer werden die Reaktionsgeschwindigkeiten, aber die der konkurrierenden Eigenoxidation nimmt überproportional zu.
Kurzum: Die Bedeutung des Wann und Wo und Wie der Reduktionsmitteleindüsung nimmt mit zunehmender Optimierung der NOx-Reduzierung exponentiell zu.
| Copyright: | © Texocon GbR | |
| Quelle: | 9. Potsdamer Fachtagung - 23.2. bis 24.2.2012 (Februar 2012) | |
| Seiten: | 14 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 0,00 | |
| Autor: | Dr. Rainer Dittrich | |
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