Brunnenverockerung und Härteanstieg – Lösungsansätze zu Folgeproblemen erhöhter Stickstoffeinträge ins Grundwasser

Zunehmende nachteilige Veränderungen der Rohwasserqualität und Brunnenleistung infolge lang anhaltender Stickstoffeinträge erfordern eine vorausschauende Anpassung der Bewirtschaftung von Grundwasserressourcen. Mit Hilfe hydrogeochemischer Modellsysteme können standortspezifische Maßnahmen zur Optimierung und Qualitätssicherung geplant und ihre Effektivität zur nachhaltigen Sicherung der Rohwasserqualität bewertet werden.

Während Grundwasserströmungsmodelle als Grundlage der Bewirtschaftung von Grundwasserressourcen allgemein anerkannte und vielfältig genutzte „Handwerkszeuge“ sind, gewinnen auch hydrogeochemische Modelle in diesem Einsatzbereich zunehmend an Bedeutung. Dies liegt, neben deutlichen Fortschritten in der Modellentwicklung, vor allem an der wachsenden Erkenntnis, dass die bisherigen Ansätze im Spannungsfeld Landwirtschaft/Wasserwirtschaft in vielen Fällen nicht ausreichen, um die langfristige Sicherstellung der Rohwasserqualität zu gewährleisten. Hierzu ist ein tiefergreifendes Systemverständnis der hydraulischen und hydrogeochemischen Verhältnisse im Einzugsgebiet der Trinkwassergewinnungen notwendig.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 11 - 2015 (November 2015)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Dr. Anna Jesußek
Dipl.-Geol. Dr. Siegfried Wilde
Dr. Carsten Hansen
Hilger Schmedding

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