Spülen ohne Pause: Mit Sand und Kohle lassen sich auch Spurenstoffe filtern

Arzneimittelrückstände in Gewässern sind zu einem ernsthaften Umweltproblem geworden. Dank immer besserer Analysemethoden lassen sich die Substanzen heute zum Teil auch im Grundwasser nachweisen. Da sie eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit darstellen, müssen Kläranlagen mehr leisten als bislang.

Abb.: Huber SE (11.11.2016) Arzneimittelrückstände sind mittlerweile in nahezu allen Gewässern und Böden nachweisbar. Wie sich Rückstände von Medikamenten, Chemikalien, Hormonen und Pestiziden auf die Ökosysteme in unseren Gewässern und damit auf Tiere und Pflanzen auswirken, ist zum Teil noch nicht ausreichend geklärt. Fest steht jedoch: Einige dieser Substanzen haben ein hohes umweltschädigendes Potential. Das weit verbreitete Schmerzmittel Diclofenac beispielsweise kann bei Fischen zu Nierenschäden führen. Der Stoff ist heute in vielen Gewässern vorhanden.
Kommunale Kläranlagen werden neben diffusen Quellen und Leckagen als der Haupteintragspfad von Mikroverunreinigungen angesehen. Die in Siedlungsabwässern enthaltenen Spurenstoffe sind in der Regel schlecht biologisch abbaubar und können durch die konventionelle Abwasserreinigung nur unzureichend entfernt werden. Für das Reinigen und Filtern eines möglichst breiten Stoffspektrums ist nach heutigem Kenntnisstand die Integration zusätzlicher Reinigungsstufen unerlässlich...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Huber SE
Autorenhinweis: Simon Schmaußer, Huber SE
Abb.: Huber SE



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 11/12 - November 2016 (November 2016)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Simon Schmaußer

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