„Der Mensch lebt zu Lasten der Umwelt“ - Rückblick auf den 2. Umweltgipfel 2016 in Frankfurt/Main

Wissenschaftler und Politiker aus dem In- und Ausland diskutierten auf dem Umweltgipfel 2016 in Frankfurt zahlreiche Aspekte des betrieblichen Umweltschutzes. Es war die zweite Veranstaltung dieser Art, die die Mediengruppe Deutscher Fachverlag und das ENTSORGA-Magazin zusammen mit dem Umweltinstitut Offenbach veranstaltete.

Foto: M. Boeckh (11.11.2016) Die Key Note zum zweitägigen Umweltgipfel hatte Walter Hirche übernommen. Hirche ist seit vielen Jahren Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und war während seiner politischen Laufbahn mehrfach Wirtschaftsminister in den Ländern Niedersachsen und Brandenburg sowie Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Hirche sprach vom „Anthropozän“, in dem der Mensch wie kein Lebewesen in der Erdgeschichte zuvor den Lebensraum Erde verändert. „Wir leben nicht nur in Abhängigkeit von Entscheidungen unserer Vorfahren sondern prägen die Zukunft unserer Nachfahren weit stärker als jemals zuvor“, formulierte es Walter Hirche. Geologisch hätte der Mensch bereits durch anthropogene Ablagerungen wie Plastikmüll seinen geologischen Fußabdruck in den Sedimenten hinterlassen.
„Es gibt keinen Zweifel daran, dass der Mensch längst das dominierende Raubtier auf der Erde geworden ist.“ Der Mensch lebe zu Lasten der Umwelt, zu Lasten der Nachkommen und zu Lasten anderer Regionen auf der Erde, so Hirches nüchterne Einschätzung der Situation. Viele Menschen seien auf der Suche nach Orientierung, und auch für Unternehmen stelle sich die existentielle Frage, was wir heute tun müssen, um als Mensch morgen noch eine Zukunft zu haben...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Mediengruppe Deutscher Fachverlag, Umweltinstitut Offenbach
Autorenhinweis: Martin Boeckh
Foto: M. Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 11/12 - November 2016 (November 2016)
Seiten: 1
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Martin Boeckh

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