The Role of Law for Coastal Adaptation to Rising Sea Levels

Der Artikel beleuchtet die Rolle des Rechts für die Anpassung an den steigenden Meeresspiegel und einen zukunftsfähigen Küstenschutz. Die derzeitig u.a. in Deutschland vorherrschende Verteidigungsstrategie dürfte auf Dauer an ihre Grenzen stoßen, insbesondere aufgrund zukünftig zu erwartender Kostensteigerungen. Obwohl konkrete Anpassungsmaßnahmen stark von den örtlichen Gegebenheiten abhängen, ist eine Langzeitorientierung von Anpassungsstrategien insgesamt erforderlich. Dies hilft, Maladaptation und sog.

Lock-Ins zu verhindern und könnte etwa durch die Einführung eines Climate Proofing Instruments umgesetzt werden. Gleichzeitig sollten Küstenanpassungsstrategien flexibel sein, um mit den verbleibenden Unsicherheiten hinsichtlich der Geschwindigkeit und des Ausmaßes des steigenden Meeresspiegels umzugehen und um notfalls angepasst werden zu können. Neben Konzepten wie Adaptation Pathways könnten auch verpflichtende regelmäßige Überprüfungen oder zeitliche befristete (Bau-) Genehmigungen hierfür genutzt werden. Konkret sollten Anpassungsmaßnahmen möglichst sog. No oder Low Regret Actions sein. In diesem Zusammenhang kann die gleichzeitige Verfolgung anderer Ziele Anpassungsmaßnahmen zu solchen No Regret Actions machen, etwa wenn durch die Freihaltung gefährdeter Küstenabschnitte von Bebauung gleichzeitig neue Naturschutzgebiete geschaffen werden. Aus rechtlicher Sicht können Anpassungsmaßnahmen dadurch zusätzlich legitimiert und der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz gewahrt werden. Des Weiteren ist die Etablierung einer Rückzugsstrategie als echte Option langfristig erforderlich, wobei etwaige Entschädigungsansprüche mit bedacht werden müssen. 


Autorin:
Linda Schumacher



Copyright: © Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Quelle: EurUp 04/2022 (November 2022)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 32,00
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