Wem nützt die Wiederverwendung?

Ökonomie heißt möglichst effizient mit knappen Ressourcen zu wirtschaften. Knappheiten werden über die Marktpreise abgebildet. Finanzanalysten rechnen damit, dass sich das begrenzte Rohstoffangebot dauerhaft in steigenden Preisen niederschlagen wird. Sie empfehlen den Einstig in die entsprechenden Bonds.

Ökonomie heißt möglichst effizient mit knappen Ressourcen zu wirtschaften. Knappheiten werden über die Marktpreise abgebildet. Finanzanalysten rechnen damit, dass sich das begrenzte Rohstoffangebot dauerhaft in steigenden Preisen niederschlagen wird. Sie empfehlen den Einstig in die entsprechenden Bonds.
Idealtypisch kennen wir zwei Wege, die Rendite auf das eingesetzte Naturkapital zu erhöhen: entweder wir nutzen die Produkte und ihre Teile länger und intensiver oder wir führen die Rohstoffe in den Kreislauf zurück. Oder wir tun das eine, ohne das andere zu lassen.
Nehmen wir einmal rein hypothetisch an, Deutschland sei ein rohstoffarmes Land. Rein hypothetisch natürlich! Dann könnte man vermuten, dass der hier derzeit vorhandene Rohstoff „Wissen“ dazu genutzt würde, unser Wohlstandsmodell in diesem Sinne zukunftsfähig zu machen.
Aber: Sinkende Preise und kurzlebige Technikkonzepte lassen das Rad derzeit eher noch schneller drehen. In die falsche Richtung.  Dank „Geiz ist geil!“ und „Laßt Euch nicht verarschen!“ werden auch in diesem Jahr unter den Weihnachtsbäumen zahllose Chancen verspielt. Auch die EG-Richtlinie Waste Electrical and Electronic Equipment (WEEE) bietet hier wenig Anlass zum Optimismus. Auf meinem Wunschzettel steht eine zukunftsfähige Technikvision. Damit  „made in Germany“  Synonym für die Fähigkeit wird, notwendigen Veränderungen in die Augen zu sehen und proaktive Lösungen anzubieten. Weltweit.
Christine Ax, M.A., Geschäftsführerin des Instituts für Produktdauer-Forschung Hamburg (i.f.p.)



Copyright: © Rhombos-Verlag
Quelle: 04/2004 - Computerrecycling (Dezember 2004)
Seiten: 1
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