Restmüllfreie Abfallwirtschaft – Wertstofftonne und Bioenergietonne im Neckar-Odenwald-Kreis

Der Neckar-Odenwald-Kreis liegt im nördlichen Bereich des Bundeslandes Baden-Württemberg und weist eine Fläche von ca. 1.100 km² auf, von denen ca. 10 % Siedlungsfläche und der Rest etwa je zur Hälfte landwirtschaftliche Fläche und Waldfläche sind. Hier leben ca. 150.000 Einwohner in 27 selbständigen Gemeinden, die Kreisstadt ist Mosbach.

Im Neckar-Odenwald-Kreis wird in der Gemeinde Rosenberg seit 2010 ein Pilotversuch mit dem Arbeitstitel „Restmüllfreie Abfallwirtschaft“ durchgeführt. Als Prämisse gilt: Alles ist verwertbar. Während im Neckar-Odenwald-Kreis schon heute 72 % der Abfälle aus den Haushalten einer Verwertung zugeführt werden, wird künftig die vollständige Verwertung angestrebt. Anstelle der bisherigen Restmüllgefäße gibt es eine Trockene Wertstofftonne (TWT) und eine Bioenergietonne (BET), als einfaches Trenn- bzw. Zuordnungskriterium wird „trocken“ und „nass“ definiert. Das neue System soll einfach sein und keine ökologischen und ökonomische Nachteile zum bisherigen System aufweisen. Nach einem Jahr Betrieb kann eine vorsichtig positive Ersteinschätzung vorgenommen werden. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist sehr hoch, der Inhalt der BET weist hohes energetisches Potenzial auf und mit der TWT können zusätzliche Wertstoffmengen, insbesondere Kunststoffe und Metalle, gewonnen werden.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 23. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2011 (April 2011)
Seiten: 13
Preis inkl. MwSt.: € 6,50
Autor: Dipl.-Ing. Stefan Kaufmann

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Waldböden und ihre Wirkung auf den Wasserhaushalt
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2023)
Waldböden erfüllen wichtige Funktionen im Wasserkreislauf, unter anderem durch ihre Speicherung von Niederschlägen, die Verlangsamung von Abflussprozessen sowie ihre Filter- und Pufferwirkung gegenüber Schadstoffeinträgen. Der Wasserkreislauf in Wäldern wird aber nicht nur durch deren Böden, sondern in ganz besonderem Maße auch von der kontinuierlichen Waldbestockung reguliert.

Landesweite Potenzialkarten für Waldbäche und Waldquellen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2023)
Baden-Württemberg ist reich an Fließgewässern. Insgesamt strömen, plätschern und rauschen circa 40.000 km Fließgewässer durch das Bundesland. Knapp die Hälfte davon (17 000 km) fließt in Wäldern. Die Fluss- und Bachläufe sowie ihre Auen und Quellen bieten wertvolle und einzigartige Lebensräume für Tier und Pflanzenarten.

Experimentelle Waldbewässerung im Hessischen Ried
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2023)
„Die Verbesserung der Wasser- und Bodenverhältnisse im Ried der Rheinebene ist eine alte Frage. Um sie ganz zu verstehen, müssen wir in der Geschichte unseres Hessenlandes weit zurückgreifen.“ Man könnte meinen, dieses Zitat aus dem Jahr 1925 vom Landtagsabgeordneten Dehlinger in einem Sonderabdruck aus der „Hessischen Landwirtschaftlichen Zeitschrift“ sei auf die heutige Zeit bezogen und ein Aufruf, die aktuellen Nutzungskonflikte vor dem Hintergrund ihrer komplexen Entwicklung und Geschichte besser zu verstehen.

Umweltqualitätskontrolle in Mangrovenwäldern an der Küste Honduras
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2023)
Als Ökosystem zwischen Meer und Land sind Mangrovenwälder der Lebensraum vieler Tierarten und haben eine große soziale sowie wirtschaftliche Bedeutung. Ein neues Projekt optimiert das Abfallmanagement und führt erstmals systematische Wasseranalysen im Golf von Fonseca, Honduras, ein.

Die britische Tree Preservation Order als Vorbild für das deutsche Baumschutzrecht?
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (3/2023)
Bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels kommt Bäumen als Kohlenstoffspeicher eine zentrale Bedeutung zu, da sie durch ihre Photosyntheseleistung Kohlenstoff- Emissionen binden. Nach den Ergebnissen der von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Kohlenstoffinventur waren 2017 in den deutschen Wäldern 1.264 Mio. Tonnen Kohlenstoffgebunden. Da der deutsche Wald jährlich mehr Kohlenstoff bindet, als er freigibt, trägt er maßgeblich zur Bewältigung der Kohlenstoffdioxidbelastung bei.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...