Kombinierte Wertstofftonne Bochum

In dem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit erstellten Referentenentwurf (Stand 06.08.2010) für ein Gesetz zur Neuordnung des Kreislaufwirtschaft- und Abfallrechts wird neben der verpflichtenden Einführung der Biotonne ab 2015 konkret die Einführung einer flächendeckenden Wertstofftonne beschrieben, d. h. die gemeinsame Erfassung von Leichtverpackungen (LVP) und sogenannten stoffgleichen Nichtverpackungen (SNVP). Die im Referentenentwurf vorgesehenen Regelungen für die Einführung einer „einheitlichen Wertstofftonne“ sind in ihrer Festlegung der hierfür erforderlichen Rahmenbedingungen nicht eindeutig genug, da die Entsorgungsverantwortlichkeit nicht näher bestimmt wird.

Die Stadt Bochum hat frühzeitig begonnen, sich mit dem Entwurf für ein Gesetz zur Neuordnung des Kreislaufwirtschaft- und Abfallrechts und der darin enthaltenen getrennten Erfassung von Kunststoffen und Metallen auseinanderzusetzen. Das Auslaufen der Abstimmungsvereinbarung zum 31.12.2010 ermöglichte den Ansatz, in einen konsensualen Verhandlungsprozess mit allen neun Dualen Systembetreibern zu treten, um das sich im Restabfall befindliche Wertstoffpotenzial an Kunststoffen und Metallen zu heben und in ein bürgerfreundliches, gemeinsames Erfassungssystem für LVP und SNVP (stoffgleiche Nichtverpackungen) zu überführen. Im Rahmen eines dreijährigen Modellversuchs, der auch von den Aufsichtsbehörden positiv begleitet wird, wurde die kombinierte Wertstofftonne zum 1. Januar 2011 durch den USB Unternehmensverbund im Auftrag der Stadt Bochum eingeführt.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 23. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2011 (April 2011)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Dipl.-Kffr. Kerstin Abraham

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Zur Zulässigkeit gewerblicher Sammlungen gemäß § 13 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 KrW-/AbfG
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (5/2011)
Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hatte im Beschwerdeverfahren über Abänderungsanträge der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der beigeladenen Stadtreinigung Hamburg gemäß § 80 Abs. 7 VwGO zu entscheiden. Hintergrund war eine Untersagungsverfügung aus dem Jahr 2008. Mit dieser untersagte die Stadt Hamburg einem Entsorgungsunternehmen, zuvor angemeldete gewerbliche Sammlungen von Papier, Pappe und Karton (PPK) mittels „Blauer Tonnen“ durchzuführen.

Die Wertstofftonne – eine rechtliche Einordnung
© IWARU, FH Münster (2/2011)
Anlässlich der 11. Münsteraner Abfallwirtschafttage im Jahre 2009 habe ich einen Beitrag zu den rechtlichen und finanziellen Hürden alternativer Erfassungssysteme verfasst. Gegenstand des Beitrages waren die praktischen und rechtlichen Probleme solcher alternativer Erfassungssysteme. Gleichwohl bin ich auch damals schon zu dem Ergebnis gelangt, dass – eine ernsthafte Bereitschaft aller Beteiligten unterstellt – eine gemeinsame Erfassung von LVP und stoffgleichen Nichtverpackungen möglich sei.

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz - Eine Chance für die Wertstofftonne
© HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fakultät Ressourcenmanagement (1/2011)
Themen wie Ressourcenschutz, Ressourceneffizienz, steigende Rohstoffpreise und Klimaschutz gehören heute zu den besonders dringlichen gesellschaftlichen Problemen. Natürliche Ressourcen sind eine Grundlage unseres menschlichen Seins und bilden das wichtigste Fundament unseres wirtschaftlichen Handelns und unseres Wohlstandes.

Bioabfallwirtschaft 2030 – Potenziale, Herausforderungen und Hemmnisse: Statement zur Podiumsdiskussion
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2024)
In den 80er bis 90er Jahren betraten viele Pioniere der getrennten Bioabfallwirtschaft als junge Gärtner, Landwirte, Techniker, Studenten und Akademiker das Feld der damals noch hemdsärmeligen Abfallwirtschaft. Viele sind dem Metier während ihres gesamten Berufslebens treu geblieben. Heute, gut 40 Jahre später, sind die Pioniere von damals bereits im wohlverdienten Ruhestand oder stehen kurz davor. Der Generationenwechsel in der Bioabfall- und Kompostwirtschaft ist im vollen Gange.

Stand und Perspektiven der Bioabfallverwertung in Deutschland
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2024)
Im Rahmen der Diskussionen über die Kreislaufwirtschaft tauchen die Bioabfälle häufig nur am Rande auf, obwohl sie einen der größten Abfallströme im Bereich der Siedlungsabfälle darstellen.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...