Grüne Tonne plus – Eine kommunale Wertstofftonne im Rhein-Neckar-Kreis

Nun zeigt aber die derzeitige bundesweite Diskussion, dass je nach Standort sowohl unter einer Wertstofftonne als auch bei der Frage nach der Systemträgerschaft für eine derartige Tonne Unterschiedliches verstanden wird und damit keineswegs eine Einheitlichkeit in der Betrachtungsweise vorhanden ist. Welche Stoffe sollen in die Wertstofftonne im Spannungsverhältnis zu den Dualen Systemen und wer soll der Systemträger werden, die kommunale Seite oder die Dualen Systemträger bzw. die gewerbliche Entsorgungswirtschaft.

Fragen, auf die Antworten gegeben werden müssen und dies nach Möglichkeit im laufenden Gesetzgebungsverfahren. Ob dies gelingen wird, werden die nächsten Monate zeigen. Zumindest bleibt die Erwartung, dass in dem anstehenden Planspiel des BMU viele Fragen geprüft werden. Eine solche kommunale Wertstofftonne wird bereits seit 1986 erfolgreich im Rhein- Neckar-Kreis, dem einwohnerstärksten Landkreis Baden-Württembergs und dem drittgrößten Landkreis der Bundesrepublik, eingesetzt. In diesem System des Rhein- Neckar-Kreises, der sogenannten Grünen Tonne plus, werden Verpackungen, stoffgleiche Nichtverpackungen, Metalle sowie Papier, Pappe und Kartonage gemeinsam erfasst, in einer eigenen Sortieranlage für Sekundärrohstoffe in einzelne Fraktionen getrennt und anschließend der Verwertung zugeführt. Die Grüne Tonne plus des Rhein-Neckar-Kreises geht also deutlich über die vorstehenden Vorstellungen einer gemeinsamen Erfassung von Verpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen hinaus.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 23. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2011 (April 2011)
Seiten: 23
Preis inkl. MwSt.: € 11,50
Autor:

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Herausforderungen an den Vollzug der abfallwirtschaftlichen Vorgaben aus Sicht einer Genehmigungsbehörde
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2018)
Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) ist Obere Abfallbehörde für den Norden von Rheinland-Pfalz und ist für 14 Landkreise und zwei kreisfreie Städte mit insgesamt rund zwei Millionen Einwohner/-innen zuständig. An die Abfallbehörden wird oft der Anspruch formuliert, die Stoffströme im Sinne der fünfstufigen Abfallhierarchie des KrWG zu lenken. In der Realität fehlen jedoch oftmals die Instrumente zu einer wirksamen Stoffstromlenkung.

Maßnahmen zur Intensivierung der Grünguterfassung und -verwertung im Landkreis Nordhausen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2017)
Nicht zuletzt durch den Wegfall der Brenntage in Thüringen hat sich im Landkreis Nordhausen die Menge an Grünabfällen innerhalb von fünf Jahren mehr als verzehnfacht.

Der zukunftssichere Wertstoffhof – Was ist bei der Planung alles zu beachten?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Neue Produkte und Gesetze wie das ElektroG werden auch zukünftig dafür verantwortlich sein, dass sich Betreiber und Entwickler von Wertstoffhöfen neuen Herausforderungen zu stellen haben. Aber auch Aspekte wie Unfallprävention und die Vorbereitung zur Wiederverwendung nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz sollten in der Planung von Wertstoffhöfen berücksichtigt werden. Der Beitrag zeigt an einigen Beispielen, wie ein zukünftiger Wertstoffhof aussehen kann. Hierbei werden von planerischer Seite auf die Aspekte räumliche Trennung des Bürgerverkehrs und der Containerlogistik, Annahmestelle für EAG und Güter zur Wiederverwendung auf einem Wertstoffhof eingegangen.

Wertstoffhof vs. Wertstofftonne – eine Abwägung
© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen (9/2016)
Im Landkreis Böblingen existieren seit vielen Jahren ein Hol- und Bringesystem für die Erfassung aller Abfälle und Wertstoffe. Das Rückgrat der Wertstofferfassung bilden dabei die 31 Wertstoffhöfe, die de Abfallwirtschaftsbetrieb seit Beginn der neunziger Jahre in allen Städten und Gemeinden als ortsnahe Entsorgungsmöglichkeiten für Wertstoffe und andere Abfälle eingerichtet hat. Ganz bewusst hatte sich der Kreistag für Wertstoffhofsystem und gegen den "Gelben Sack" entschieden.

Wertstofferfassung aus Sicht der privaten Entsorgungswirtschaft
© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen (9/2016)
Eckpunkte für ein Wertstoffgesetz - Folien zum Vortrag

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...