DRANCO-Verfahren – Aktuelle Entwicklungen der Trockenvergärung

In den vergangenen Jahren hat sich die anaerobe Vergärung als eine wichtige Verarbeitungsmethode für Biomüll und die organische Fraktionen aus Restmüll entwickelt. Das DRANCO-Verfahren vergärt organischen Abfall mit Trockensubstanzgehalten bis 45 % und wandelt ihn in Kompost um. Maximale Wiederverwertung von Rohstoffen und Gewinnung erneuerbarer Energie kennzeichnen das Verfahren. Das produzierte Biogas wird verwendet, um Elektrizität und Wärme zu erzeugen.

Anaerobe Vergärung wandelt die biologisch abbaubare Fraktion eines (Abfall-) Substrates in Biogas (CH4 und CO2) und einen Gärrest um, der weiter zu Kompost verarbeitet werden kann. So wird nicht nur Energie in Form von Methangas, sondern auch Kompost produziert, der als Dünger eingesetzt werden kann. Das produzierte Biogas kann in einem Biogas-Motor (BHKW) verbrannt werden, um Elektrizität und Wärme zu erzeugen, oder es kann zu anderen energietechnischen Zwecken verwendet werden. Pro Tonne vergorenen (Abfall-) Substrats werden ungefähr 60 bis 100 m³ Methan produziert, was einem Energiegehalt von 60 bis 100 Litern Heizöl entspricht. Vor der Vergärung wird der Abfall einer Vorbehandlung unterzogen, die im Wesentlichen von der Zusammensetzung des Abfalles abhängt. Für gemischten Hausmüll erfolgt eine Zerkleinerung und Trennung der verschiedenen Abfallfraktionen. Bei selektiver Sammlung, wie zum Beispiel bei Bioabfall, kann diese Vorbehandlung stark vereinfacht werden.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 23. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2011 (April 2011)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 3,50
Autor: Dipl.-Ing. Michael Aehling
Winfried Six

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