Was kann man von deutscher MBA-Technologie im Ausland vermarkten?

Die Abfallwirtschaft muss sich zunehmend an den Vorgaben nachhaltiger Ressourcen- und Klimaschutzziele ausrichten. Nach aktuellen Studien kann die Abfallwirtschaft aber auch dazu einen relevanten Beitrag leisten, insbesondere durch eine stoffliche und energetische Verwertung von Abfällen bei energieeffizienter Optimierung der Behandlungsanlagen. In Europa wird die konkrete Umsetzung der AbfRRL in den Staaten der EU zu einer in ihrer Größenordnung zurzeit noch nicht abschätzbaren Veränderung des Abfallaufkommens hinsichtlich Menge und Qualität sowie
dessen Verbleib führen.

In Deutschland werden derzeit 46 MBA-Anlagen und etwa 20 MA-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 8 Mio. Mg betrieben. Die meisten Anlagen verfügen inzwischen über mehr als sechs Jahre Betriebserfahrungen und haben sich zu einer wichtigen Säule in der Abfallwirtschaft entwickelt. Derzeit werden die Anlagen weiter optimiert, um Verfahrenstechnik, Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und Beitrag zum Klimaschutz zu verbessern. Auf dieser technologischen Basis wird die M(B)A als flexible und umweltverträgliche Option der Abfallbehandlung, insbesondere im internationalen Bereich künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Da Deutschland in diesem Bereich weltweit als Technologieführer anerkannt ist, stellt sich die Frage wie die M(B)A-Technik international vermarktet werden kann. Im vorliegenden Beitrag wird als Basis zunächst kurz auf den Stand und die laufenden Optimierungsarbeiten in Deutschland eingegangen und anschließend werden die Entwicklungen beispielhaft für den arabischen Raum und China erläutert.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 23. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2011 (April 2011)
Seiten: 21
Preis inkl. MwSt.: € 10,50
Autor: Prof. Dr. Michael Nelles
Dr. Gert Morscheck
Dr.-Ing. Abdallah Nassour

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