Küchenabfälle gehören in die Biotonne – eine Kampagne des Hessischen Umweltministeriums gemeinsam mit Kommunen

Das Hessische Umweltministerium, rund 50 Kommunen und mehr als 100 Supermärkte wollen in Hessen mit einer gemeinsamen Kampagne die Menge an getrennt erfassten organischen Küchenabfällen in den privaten Haushalten erhöhen.

Laut einer Studie des Witzenhausen-Instituts sind 36 Prozent des Restabfalls in Gebieten mit Biotonne immer noch organische Abfälle. Die landesweite „Aktion Biotonne" startet Ende April 2016 in Frankfurt, Offenbach, Kassel, Marburg, Gießen, Hanau, Wetzlar und vielen kleineren Städten und Gemeinden. Drei wesentliche Merkmale kennzeichnen die Kampagne:

  1. Ein emotionaler Kommunikationsstil mit einer Design- und Lifestyle-Orientierung soll die Bürger ansprechen, die sich wenig für abfallwirtschaftliche Aspekte interessieren.
  2. Konsummarken wie „Koziol" oder „REWE" werden aktiv in die Kampagne eingebunden und treten neben den herkömmlichen kommunalen Akteuren als neue Absender eines abfallwirtschaftlichen Themas auf.
  3. Durch das Zusammenwirken unterschiedlichster Akteure wird die lokale und regionale Öffentlichkeitsarbeit zur Biotonne durch landesweite Aktivitäten ergänzt; dies erhöht den Kommunikationsdruck und die Kosteneffizienz.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 28. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum (April 2016)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Dr. Martin Lichtl

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