Zukünftige Entsorgung von mineralischen Abfällen

Die vor gut einem Jahr neu gewählte schwarz/rote Koalitionsregierung blickt mit gewissem Bedacht auf die ersten Sprösse ihrer konjunkturellen Saat zurück. Gerade die Bauwirtschaft, stets als Konjunkturlokomotive bezeichnet, ist davon maßgeblich betroffen. Zugleich schickt sich Europa an, den Weg für eine Recycling-Gesellschaft zu ebnen - die Geflogenheiten einer neuen Abfallstrategie nehmen erste Gestalt an. Die Diskussionen sind in vollem Gange.

Vor diesem Hintergrund hat sich durch jüngste Rechtssprechungen im Abfallsektor ein gewisses behördliches Vollzugsvakuum bei Verwertungsfragen mineralischer Abfälle aufgetan, dass von föderal geprägten, pragmatischen und zukunftsweisenden Entwicklungen zudem quasi überrannt wird. Auch der Bund bleibt in diesem Findungsprozess nicht untätig, wenngleich ihm Rahmenbedingungen zu beachten auferlegt sind. Niemand vermag bislang überhaupt die Frage zu beantworten, in welchem Grad überhaupt ein mögliches Inhaltsstoffinventar bei mineralischen Abfällen „geeignet" ist, irreversible Schäden bei den Medien Boden und Grundwasser herbeizuführen, deren Vorsorge angezeigt ist, zumal übrige „Zustandstörer" vollkommen unbeachtet bleiben. Das Referat zeigt im steten Blick auf die Zukunft der Entsorgung von mineralischen Abfällen anhand von Fakten die allgegenwärtige Ist-Situation auf, es beleuchtet Wirkfaktoren und Modelle und verzichtet bewusst auf nicht gesicherte „Zahlenspielereien", die keinesfalls den Anspruch der Validität erfüllen würden und lediglich visionären Charakter besäßen.



Copyright: © IWARU, FH Münster
Quelle: 10. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (2007) (Februar 2007)
Seiten: 12
Preis inkl. MwSt.: € 6,00
Autor: Dipl.-Geol. Ingo Schulz

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

bifa-Text Nr. 65: Eigenverwertung von Bioabfällen - Eigenkompostierung, Eigendeponierung, illegale Eigenentsorgung
© bifa Umweltinstitut GmbH (12/2015)

Das Pferd von hinten aufzäumen
© Eigenbeiträge der Autoren (3/2013)
Werden kommunale Bioabfälle nur deponiert, sind sie klimaschädlich. Dabei könnten sie zu einer europaweit bedeutsamen Energieressource reifen: Aus dem Bioabfall lässt sich durch Trockenfermentation Biogas herstellen! Welche Verfahren aber sind an welchem Standort richtig - automatisierte, kontinuierliche oder diskontinuierliche Batch-Verfahren?

Ausbau der getrennten Bioabfallsammlung - Chance für die kommunale Abfallwirtschaft
© Verband Kommunaler Unternhemen e.V. (VKU) (1/2013)
Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) enthält die Verpflichtung, Bioabfälle spätestens ab dem 01.01.2015 getrennt zu sammeln. In Gebieten, die bisher kein System zur getrennten Bioabfallsammlung anbieten, wird die Einführung der Biotonne in naher Zukunft zur Diskussion stehen. Aber auch die Kommunen, die bereits eine Getrennterfassung von Bioabfällen anbieten, sollten prüfen, ob Anschlussgrad und Sammelmenge erhöht werden können.

Vorstellungen Baden-Württembergs zur Änderung des KrW-/AbfG bzw. zur Änderung des E-KrWG
© VKU - Landesgruppe Baden-Württemberg (7/2010)
Die Interessen von Bund und Ländern sind nicht deckungsgleich. Der Bundesgesetzgeber einerseits hat zunächst die europäische Abfallrahmenrichtlinie in deutsches Recht zu implementieren und den Wunsch der UMK (Umweltministerkonferenz) zur Kenntnis genommen, dies im Wege einer sogenannten 1:1 Umsetzung zu tun, d.h. ohne Verschärfung gegenüber den europarechtlich vorgegebenen Standards. Er steht mit der Erfüllung der „europäischen Hausaufgabe“ unter Druck, weil er die Umsetzung eigentlich bis Dezember 2010 vollziehen muss.

Kommunale Ressourcenwirtschaft – mehrwert für Berlin
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (9/2009)
Die Berliner Stadtreinigung zählt mit 5.564 Beschäftigten und einem Umsatz von 533 Millionen Euro (Angaben BSR-Konzern für 2008) europaweit zu den größten kommunalen Unternehmen der Entsorgungsbranche. Seit 1994 nimmt sie ihren Auftrag als Anstalt des öffentlichen Rechts wahr. Mit dieser Rechtsform verband der Eigentümer die Aufgabe, die BSR weiter zu entwickeln und die Wirtschaftlichkeit zu steigern. Das Kerngeschäft ist zum einen die Sammlung, Verwertung und Beseitigung von Siedlungsabfällen und zum anderen die flächendeckende Straßenreinigung inklusive des Winterdienstes.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...