Die Umsetzung der FFH-Richtlinie im Vereinigten Königreich: Der lernfähige Gesetzgeber

Während auf europäischer Ebene über die FFH-Richtlinie beraten wurde, war die Regierung des Vereinigten Königreichs noch der Meinung, dass die nationale Gesetzgebung wegen der Richtlinie nicht verändert werden muss.

Schließlich konnte man ja auf eine lange Tradition und einen hohen Stellenwert des Naturschutzes verweisen. Die letzte legislative Stärkung hatte der Naturschutz durch den Wildlife and Countryside Act 1981 (WCA 1981) erfahren, der auch der Umsetzung der Vogelschutz- RL dienen sollte. Der WCA 1981 stärkte vor allem den Schutz der Sites of Special Scientific Interest (SSSIs), einer Schutzkategorie, die vor allem auf Gebiete im Privateigentum Anwendung findet. Zu einer SSSI wird ein Gebiet, indem es vom zuständigen Nature Conservation Body notifiziert wird. Die Notifizierung nach dem WCA 1981 zog sich allerdings bis Ende der 90er Jahre hin, so dass der darauf aufbauende Schutz vielfach erst mit wesentlicher Verspätung wirksam wurde. Bei Notifizierung benannte der Nature Conservation Body potentiell schädliche Maßnahmen (Potential Damaging Operations – PDOs).



Copyright: © Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Quelle: EurUP 06/2005 (Dezember 2005)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 32,00
Autor: Dr. Steffen Till

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Bio- und Grünabfallverwertung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen – Von der Sammlung bis zur Erzeugung hochwertiger Loisachtaler Erden
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen startete in den 1980er Jahren als einer der Pioniere mit der Einführung der Getrenntsammlung von Abfällen im Rahmen eines 2-Tonnensystems (Altstoff- und Nassmülltonne). Anfang der 1990er Jahre wurde das Konzept weiterentwickelt und 1993 die separate Erfassung und biologische Behandlung von Bio- und Grünabfällen über die Biotonne eingeführt.

Grünguterfassung und Verwertung von holzigem Grüngut im Heizwerk des Landkreises Nordhausen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Im Landkreis Nordhausen wurde ein innovatives Konzept zur energetischen Verwertung von holzigen Grüngutanteilen etabliert. Im April 2021 wurde ein Biomasseheizwerk errichtet, das den holzigen Teil des Grünguts als Brennstoff nutzt, um Wärme für verschiedene kommunale Gebäude zu erzeugen.

Dokumentation von Bioabfallchargen und Konsequenzen für den praktischen Betrieb
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Die Novelle der Bioabfallverordnung (BioAbfV) von 2022 verpflichtet biologische Verwertungsanlagen, angelieferte Bioabfälle bereits vor der Behandlung auf Fremdstoffe zu kontrollieren und strengere Grenzwerte bezüglich des Kunststoffgehalts in die erste biologische Behandlungsstufe einzuhalten. Die BEM hat daraufhin zwei Verfahren zur Sichtkontrolle eingeführt: eine manuelle Fotodokumentation und ein KI-basiertes System mit Kameras, das den Flächenanteil von Fremdstoffen automatisch analysiert.

Die Mischung macht‘s – Der Gärrestmischer in der Praxis
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Zur Nachbehandlung von Gärrest aus Bio- und Restabfall entwickelte Eggersmann den Gärrestmischer, der aus Gärresten und Zuschlagstoffen homogene, gut belüftbare Mischungen erzeugt. Damit wird den besonderen Anforderungen der Gärreste mit hohem Wassergehalt begegnet und eine effiziente Kompostierung ermöglicht.

Grüngut – Multitalent mit sehr hohen ungenutzten Potenzialen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Die getrennte Erfassung von Grüngut ist ein zentraler Baustein der deutschen Kreislaufwirtschaft und seit 2015 für alle öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) rechtlich verpflichtend.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...