Praxiserfahrung mit dem Kontrollsystem TAUPE für Deponie-Oberflächenabdichtungen

Die Deponie Hintere Dollert auf der Gemarkung Gaggenau-Oberweier wurde auf einer Fläche von ca. 20.000 m2 mit dem System Kapillarsperre mit optimiertem Wurzelboden abgedichtet (Testfeld). In dieses Abdichtungssystem ist ein flächendeckendes System zur Kontrolle von Wassergehaltsänderungen (TAUPE-System) zweilagig im unteren Bereich des Wurzelbodens (oberhalb der Kapillarsperre) und in einer Kontrollschicht (unterhalb der Kapillarsperre) angeordnet. Damit wird die Wasserdichtigkeit des Abdichtungssystems kontrolliert.

Zum Nachweis der Funktionstüchtigkeit dieses Kontrollsystems ist in das Testfeld ein Lysimeterfeld integriert. In diesem Lysimeterfeld ist das TAUPE-System dreilagig installiert, mit einer weiter Lage in der Kapillarschicht Zusätzlich sind im Lysimeter 4 LUMBRICUS-Sonden eingerichtet, mit denen in einem Profil sekercht über das Abdichtungssystem die Wassergehalte gemessen werden. Weitere 4 LUMBRICUS-Sonden sind entlang dem unteren Bermenweg über das Testfeld verteilt. Mit deren Hilfe ist eine Nachkalibrierung des TAUPE-Systems möglich.
Gemäß der Genehmigung des Regierungs-Präsidiums Karlsruhe ist in einer mindestens dreijährigen Intensivüberwachungsphase das Testfeld mit dem integrierten Lysimeterfeld so zu überwachen, dass u.a. folgende Verhaltensweisen des Abdichtungssystems dargestellt werden können:
- Funktionsqualität des Abdichtungssystems hinsichtlich Wasserdurchlässigkeit/ Wasserhaushalt 
- Veränderung in den Eigenschaften des Abdichtungssystems 
- Nachweissicherheit des TAUPE-Systems (Kontrolle über Lysimeterfeld)



Copyright: © Universität Stuttgart - ISWA
Quelle: Zeitgemäße Deponietechnik 2013 (März 2013)
Seiten: 15
Preis: € 7,50
Autor: Rainer Schuhmann
Dipl.-Ing. Franz Königer
Gerhard Kohler
Johann Roth
Dipl.-Ing. Werner Rabl-Lasar

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Mine It Or Leave It - Integrating Landfilled Material Stocks Into Modern Resource Classification Frameworks
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2018)
As an integral part of holistic resource planning strategies, the efficient use of resources, including urban mining, recycling and re-use of waste, has received increasing attention in Europe.

Das “EU Training Network for Resource Recovery Through Enhanced Landfill Mining” (NEW-MINE)
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2018)
Die Rückgewinnung von Rohstoffen aus Deponien, Landfill Mining, ist bereits seit Jahrzehnten untersucht worden, wobei ein fließender Übergang zur Altlastensanierung besteht und in vielen Projekten weitere Aspekte wie Flächenbedarf und Nachsorgekosten eine Rolle spielen.

Characterization of Fine Fractions from Landfill Mining - A Case Study of a Landfill Site in Belgium
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2018)
In general terms, landfill mining (LFM) and enhanced landfill mining (ELFM) aim for the mitigation of the pollution originating from landfill sites, reduction of aftercare and closure costs, land reclaim in urban areas, material recovery and, among many others, regaining landfill capacity.

Kohlenstoffsenke Deponie - Restkohlenstoffgehalt nach Aerobisierung
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2016)
Die mechanisch biologische Behandlung von Restabfall (MBA) hat das Ziel die enthaltenen organischen Ursprungssubstanzen zu mineralisieren bzw. zu stabilisieren. Dies führt zur deutlichen Verringerung von Emissionen nach der abschließenden Deponierung. Weiters kann eine MBA-Deponie auch als Kohlenstoffsenke betrachtet werden, da ein Teil der stabilisierten Kohlenstoffverbindungen über lange Zeiträume nicht abgebaut wird. Welcher Kohlenstoffanteil schlussendlich langfristig im Deponiegut verbleibt, ist derzeit jedoch nicht bekannt.

Kohlenstoff- und Stickstoffbilanzen bei der in-situ Belüftung von Altablagerungen
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2016)
Deponien sind sehr uneinheitliche Strukturen, u.a. wegen der großen Unterschiede im abgelagerten Abfall, dem Alter, klimatischen Gegebenheiten und der verwendeten Deponietechnik. Es lassen sich nichtsdestotrotz allgemeine Gesetzmäßigkeiten ableiten. Alte Hausmüllablagerungen z.B., die nicht vorbehandelte Abfälle enthalten, können jahrhundertelang problematische Stoffe über das Sickerwasser emittieren, während man davon ausgeht, dass Deponiegasemissionen mehrere Jahrzehnte nach Ablagerungsende ein umweltverträgliches Maß erreichen.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...