Deponie Dorfweiher – Ergebnisse des F+E-Projektes

Das vom Landkreis Konstanz beauftragte Forschungsprojekt zur Verkürzung der Nachsorgezeit seiner Deponie „Dorfweiher“ wurde im Dezember 2014 nach 60 Monaten Laufzeit abgeschlossen. Das Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte-und Abfallwirtschaft der Universität Stuttgart (ISWA) hat in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Lhotzky & Partner, Braunschweig, ein gemeinsam entwickeltes In-situ-Belüftungsverfahren („EISBER“- Extensive Intervallbelüftung mit Sickerwasserrückführung und Biologischer Emissions-Reduzierung) in einem Teilbereich der Deponie eingesetzt..

Nach Abschluss der dreijährigen Belüftungsphase eines Abschnitts der Deponie Konstanz-Dorfweiher im Dezember 2012 wurde über 24 Monate die Entwicklung maßgeblicher Parameter verfolgt. Das Projektziel der Verkürzung der Nachsorgedauer wurde in Bezug auf die Reduzierung der aus der Oberfläche emittierten Methanfracht erreicht. Auch zwei Jahre nach dem Ende der Belüftung blieb die emittierte Methanfracht auf einem Niveau, das einen vollständigen Abbau in einer biologischen Methanoxidationsschicht erlauben würde. Materialuntersuchungen zeigten unterschiedliche starke Auswirkungen der Belüftung auf den Abfall. Setzungen aufgrund von beschleunigtem, aerobem Abbau wurden gemessen. Biologisch-Chemische Veränderungen im Sickerwasser waren eher gering wobei eine reversible Erhöhung des CSB-Austrags über den Sickerwasserpfad auftrat. Als Folge der Belüftung des Deponieabschnitts wäre eine vereinfachte Oberflächenabdichtunggemäß Deponieverordnung möglich.



Copyright: © Universität Stuttgart - ISWA
Quelle: Zeitgemäße Deponietechnik 2015 (Mai 2015)
Seiten: 15
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Martin Reiser
Dipl.-Ing. Daniel Laux
Dipl.-Phys. Kurt Lhotzky
o. Prof. Dr.-Ing. Martin Kranert

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