Grundwasserschäden als Folge des ostdeutschen Braunkohlenbergbau Sicherungs- und Sanierungsstrategien

Der Braunkohlenbergbau hat nachhaltig in die Gebietswasserhaushalte der Lausitz und Mitteldeutschlands eingegriffen. Durch die Inanspruchnahme der Oberfläche zur Gewinnung der Kohle und die Trockenlegung der Tagebaue wurde das Grundwasser weiträumig abgesenkt. In den Revieren entstanden Grundwasser-Absenkungstrichter mit einem Wasserdefizit von 13 Mrd. m³, davon allein 5,7 Mrd. m³ in Mitteldeutschland.

Zahlreiche Oberflächengewässer wurden verlegt und nachhaltig verändert. Die kurzfristige Schließung von Gewinnungsbetrieben infolge der Neuausrichtung der Energiewirtschaft in den 90 er Jahren ließ mehr als 200 Rest- und Randlöcher entstehen.

Durch die Umweltministerkonferenz der Länder wurde 1994 das „Rahmenkonzept zur Wiederherstellung eines ausgeglichenen, sich weitgehend selbstregulierenden Wasserhaushaltes in den vom Braunkohlenbergbau beeinträchtigten Flusseinzugsgebieten" verabschiedet. Die Füllung der Tagebaurestlöcher mit Oberflächenwasser soll so schnell wie möglich erfolgen, um eine rasche Nachnutzung der entstehenden Seen im Sinne einer wirtschaftlichen Stützung der Regionen zu ermöglichen.



Copyright: © ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH
Quelle: 7. Karlsruher Altlastenseminar - 2006 (Juni 2006)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 3,00
Autor: Dr. Friedrich - Carl Benthaus

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