In Kölliken sind in einer stillgelegten Tongrube mitten im Wohngebiet ab 1978 rund 250'000 m3 Sondermüll eingelagert worden. Verantwortlicher Betreiber ist das Konsortium Sondermülldeponie Kölliken, an welchem die Kantone Aargau und Zürich mit je 41 2/3 % und die Stadt Zürich sowie ein Konsortium der Basler Chemischen Industrie mit je 8 1/3 % beteiligt sind.
| Copyright: | © ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH | |
| Quelle: | Abschluss und Rekultivierung von Deponien und Altlasten 2008 (Oktober 2008) | |
| Seiten: | 7 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 3,50 | |
| Autor: | Jean-Louis Tardent | |
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Der zürcherische Deponiefonds zur Sanierung und Nachsorge von Deponien.
© Wasteconsult International (12/2008)
Der Kanton Zürich hat eine Fläche von 1700 km2, 1.3 Mio. Einwohner oder etwa 750 Einwohner pro km2. Hoch entwickelt ist der tertiäre Bereich. Primäre Industrie fehlt. Seit ich mich erinnern mag, boomt die Wirtschaft und damit das Bauwesen. Der Kanton produziert jährlich rund 4 Mio. Tonnen Abfälle. Davon werden über 80% stofflich oder thermisch verwertet.
Ressourcen- und Klimaschutz am Beispiel der Oberflächenabdichtung der Hochhalde Schkopau
© ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH (10/2008)
Die MDSE Mitteldeutsche Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH betreibt, saniert und verwaltet 60 Altdeponien und Altablagerungen in Sachsen-Anhalt sowie rund 300 weitere, in der Regel altlastverdächtige, Liegenschaften. Sie ist darüber hinaus verantwortlicher Projektträger für die Altlastensanierung in den Großprojekten Bitterfeld/ Wolfen, Mansfelder Land, Leuna und Zeitz sowie in zahlreichen weiteren Projekten, wie Tankstellen, Tanklagern, chemischen Reinigungen und anderen industriellen Altlasten. Die Altdeponien der MDSE umfassen ein derzeitiges Ablagerungsvolumen von ca. 220 Mio. m³ Abfällen.
Erfahrungen beim Bau von Wasserhaushalts-/Rekultivierungsschichten,
Bodenqualität und -verfügbarkeit, unverdichteter
Einbau, Erosions- und Setzungsverhalten, erste Langzeiterfahrungen
© ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH (10/2008)
In Rheinland Pfalz werden durch das Landesamt für Bergbau und Geologie (LBRG) seit einigen Jahren in
niederschlagsarmen Gebieten mit N < 650 mm/a Wasserhaushaltsschichten als Ersatz für die mineralische
Dichtung als zweite Dichtungskomponente nach DepV propagiert, wenn die Gleichwertigkeit mit Hilfe von Modellrechnungen (z.B. HELP) nachgewiesen wird LGB (2006). So sind in Rheinland Pfalz mehrere
Deponien, i.d.R. der Deponieklasse II, mit einer Kombinationsdichtung aus Kunststoffdichtungsbahn und Wasserhaushaltsschicht ausgeführt worden (s. z. B. Egloffstein et. al. 2003).
Sicherung der Altablagerung „Balger Straße“ in Baden-Baden durch eine kombinierte Einphasen-Dichtwand /MIP_wand /Dränagewand
© ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH (6/2008)
In den Jahren 1956 – 1972 wurde eine ehemalige Tongrube nordwestlich der Stadt Baden-Baden als Deponie zur Ablagerung von Siedlungsabfällen, Gewerbeabfällen, Sperrmüll, Bauschutt und Erdaushub sowie Straßenkehricht und Reste aus der damaligen Hausmüll- und Klärschlammkompostierung genutzt. Das Ablagerungsvolumen wurde bei einer Ablagerungsfläche von ca. 6,5 ha mit ca. 700.000 bis 1.000.000 m3 abgeschätzt. Die Deponie wurde nach ihrer Schließung lediglich mit einer ca. 1 – 5 m starken Erdabdeckung ohne jeglichen weiteren technischen Sicherungselemente versehen.
Betrieb und Stilllegung von Deponien - Berechnung der Rückstellungen für die Deponienachsorge -
© Wasteconsult International (12/2010)
Über den gesamten Nachsorgezeitraum einer Deponie sind hohe finanzielle Aufwendungen zu erwarten, die durch Rückstellungen, die aus den Gebühren in der Einlagerungsphase gebildet wurden, zu decken sind. Auch zum Zeitpunkt der Stilllegung lässt sich die Höhe dieser Summe noch durch aktive Maßnahmen (Deponiebewirtschaftung) beeinflussen.
