Einsatzmöglichkeiten von Kraftwerksrückständen bei Deponiebau und –Rekultivierung sowie zur Abfallbehandlung

Die Gesellschaft für die Aufbereitung und Verwertung von Reststoffen mbH (GFR) beschäftigt sich im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit und in FuE-Vorhaben seit 1986 mit der Verwertung von speziellen Rückständen aus Steinkohlekraftwerken in einer Größenordnung von jährlich mehreren hunderttausend Tonnen. Bei diesen Rückständen handelt es sich um Gemische von Aschen und Rückständen aus der Rauchgasentschwefelung.


Die spezifischen Eigenschaften dieser Kraftwerksrückstände erlauben je nach Typ einen Einsatz als Baustoff für Verfüll-, Rekultivierungs- und Deponiebaumaßnahmen oder auch zur Konditionierung und Behandlung von Böden und Abfällen. Sie sind in ihrer Zusammensetzung sehr homogen, haben transparente Herkunftsnachweise, sind witterungsunabhängig einzubauen und ganzjährig in großen Mengen verfügbar.

Für einen Einsatz als Deponieersatzbaustoff sprechen insbesondere ihre bautechnischen Eigenschaften, vor allem die bei fachgerechtem Einbau sehr hohen Standfestigkeiten und die geringen Wasserdurchlässigkeiten. Bei Rekultivierungsmaßnahmen kann die schluffdominierte Korngrößenverteilung gezielt zur Verbesserung der bodenphysikalischen Eigenschaften von Rekultivierungssubstraten eingesetzt werden.

Sie können aber ebenso gut auch zur Abfallbehandlung eingesetzt werden. So lassen sich beispielsweise schwermetallhaltige Kesselaschen aus Hausmüllverbrennungsanlagen mit einem von GFR speziell dafür entwickelten Behandlungsverfahren so weit verbessern, dass diese auch auf Deponien der Klasse I abgelagert werden dürfen. Und letztlich können mit den beschriebenen Kraftwerksrückständen auch Schlämme und nasse Böden sicher und kostengünstig in einen deponiefähigen Zustand versetzt werden.



Copyright: © ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH
Quelle: Rekultivierung von Deponien und Altlasten 2011 (Oktober 2011)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 5,00
Autor: Dr. Michael Zingk

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