Strukturwandel und Minderung des Flächenverbrauchs – ein unauflöslicher Widerspruch?

Kriterien für den Erfolg oder Misserfolg von Brachflächenrevitalisierungsprojekten – Ein Erfahrungsbericht aus der Stadt Duisburg

Die Stadt Duisburg im Ballungsraum Rhein-Ruhr durchlebt seit vielen Jahren – letztlich bereits seit Ende der sechziger Jahre - einen tief greifenden Strukturwandel. Die ehemalige „Stadt Montan“, deren letztes Bergwerk Ende 2008 geschlossen werden wird, wandelt ihr Image und unternimmt, insbesondere in den letzten 15 Jahren erhebliche strukturpolitische Anstrengungen, um zukunftsorientierte Arbeitsplätze anbieten zu können. So wurde gerade in der letzten Woche das zweitgrößte „Infineon Development Center“ Europas für die Chip-Entwicklung eröffnet. Daneben gewinnt die Umwelt- sowie die gesamte Lebensumfeldqualität weiter an Bedeutung. Nahezu exklusiv ist die in Duisburg seit Beginn der neunziger Jahre konsequent angewendete Strategie, den strukturpolitischen Wandel ausnahmslos auf reaktivierten Altflächen voranzutreiben. Hierzu gehören u.a. die Realisierung des modellhaften, trimodalen Logistik-Centers „Logport“ auf dem ehemaligen Krupp- Hüttenwerksgelände in DU-Rheinhausen, das Cityergänzungsprojekt Duisburg Innenhafen sowie der Landschaftspark Duisburg-Nord, der im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park realisiert wurde. Lediglich im Wohnungsbaubereich wurden noch Freiflächen erstmals in Anspruch genommen, doch auch hier zeichnet sich eine Trendwende ab. Die größte wohnungspolitische Flächenreserve in Duisburg ist so heute der aufgegebene Rangierbahnhof in Duisburg-Wedau mit einer Größe von rd. 65 ha.



Copyright: © ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH
Quelle: 6. Karlsruher Altlastenseminar - 2005 (Juni 2005)
Seiten: 22
Preis inkl. MwSt.: € 11,00
Autor: Diplom-Geograph Martin Linne

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