Reaktive Wände - Praxiserfahrungen mit unterschiedlichen Systemen

Seit ca. 10 Jahren werden reaktive Wände (im englischen Sprachgebrauch permeable reactive barriers - PRB) ausgehend von Nordamerika zunehmend zur passiven Grundwassersanierung eingesetzt. Bis 2005 wurden allein in den USA ca. 80 Wände installiert. In Europa wurde die Mehrzahl der ca. 25 Wände in Deutschland installiert.

Reaktive Wände werden vor allem hinsichtlich des hydraulischen Funktionsprinzips sowie hinsichtlich des eingesetzten reaktiven Materials unterschieden. Bei weitem am häufigsten wurde bisher nullwertiges, d.h. elementares Eisen (Fe0) zur reduktiven Dehalogenierung von im Grundwasser gelösten LHKW eingesetzt. Darüber hinaus hat vor allem in Europa auch die in-situ Anwendung von Aktivkohle eine gewisse Verbreitung gefunden. Hinsichtlich des hydraulischen Funktionsprinzips wurden zunächst die vollflächig durchströmten reaktiven Wände von den sogenannten Funnel-and-GateTM Systemen unterschieden. Zwischenzeitlich wurde eine Vielzahl von Untervarianten beider Typen kreiert, hydraulisch signifikant anders sind die sogenannten Drain-and-Gate Systeme. Dabei wird das Grundwasser ähnlich wie beim Funnel-and-GateTM umgelenkt, allerdings nicht durch eine undurchlässige Barriere sondern durch eine besonders gut durchlässige Drainage. Entsprechend eignen sich Drain-and-Gate Systeme besonders für Grundwassergeringleiter. Im vorliegenden Beitrag werden die Erfahrungen mit mehreren reaktiven Wänden vorgestellt und diskutiert. Dazu werden einige Standorte im Detail diskutiert, die verschiedenen Typen werden abschließend zusammenfassend bewertet.



Copyright: © ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH
Quelle: 6. Karlsruher Altlastenseminar - 2005 (Juni 2005)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 5,00
Autor: Dr. Hermann Schad

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