Die Kontamination des untersuchten Standortes ist in den Primärschadherden, die infolge Versickerung flüssiger Schadstoffe gebildet wurden, durch
• mobile, auf dem Grundwasser aufschwimmende Produktölphase (Floatings),
• immobil, residual an die Feststoffmatrix des Untergrundes gebundene Produktölphase (Residuals) und
• im Grundwasser eingelöste Schadstoffe (Solutes) gekennzeichnet.
Die genutzten hydraulischen Sanierungssysteme im Bereich der Primärschadherde fördern Floatings durch spezielle Ölabschöpfbrunnen und kontaminiertes Grundwasser durch so genannte Haltungsbrunnen. Eine nennenswerte Abreicherung der Residuals, in der die Hauptmasse der Kontaminanten im Bereich der Primärschadherde gebunden vorliegt, findet dabei praktisch nicht statt. Aus ihnen werden lediglich die im Wasser leicht löslichen Komponenten (wie z.B. Benzol und Phenol) bevorzugt herausgelöst.
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| Quelle: | 2. Karlsruher Altlastenseminar - 2001 (Juni 2001) | |
| Seiten: | 7 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. S. Grupe Dipl.-Ing. Reinhard Schinke Prof. Dr. Ing. habil Ludwig Luckner | |
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Abfallrecht und Stoffrecht – ein Gegeneinander oder ein Miteinander?
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH (12/2008)
Am 30. Dezember 2006 wurde im Amtsblatt der EU die REACH- erordnung
(VO(EG) 1907/2006) veröffentlicht [1]. Sie ist in ihren ersten Teilen am 01. Juni 2007 in Kraft getreten. Diese grundlegende Neuorientierung des Chemikalienmanagements in Europa betrifft keineswegs nur die chemische Industrie, sondern nahezu alle Branchen, die Stoffe erzeugen, importieren oder verwenden. Auch die Abfallwirtschaft geht mit Stoffen um, so dass sich die Frage stellt, welche Wirkungen REACH für Abfälle entfaltet und wie die einzelnen Bestimmungen ineinander greifen.
Wer verwaltet das Wasser auf der anderen Seite?
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2025)
Am 14. März 2025 fand in Rees am Rhein ein vom Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau e. V. (BWK) organisierter Workshop statt, der niederländische und deutsche Experten aus Forschung, Verwaltung und Politik im Bereich Wasser zusammenführte. Das Fachwissen konzentrierte sich auf Hydrologie, hydraulische Modellierung, Grundwassermanagement und -überwachung, Dürre, Hochwasser, Starkregen und andere Hintergründe. Ziel war es, kultur- und grenzübergreifende Möglichkeiten und Hindernisse in den Bereichen Zusammenarbeit, Kommunikation, Datenaustausch und Analyse zu ermitteln.
Aufbereitetes Abwasser - Eine Alternative fuer kommunale Anwendungen?
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2025)
In Bad Oeynhausen verschärfen Dürreperioden Nutzungskonflikte um Trinkwasser. Eine Lösung bietet die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser als alternative Wasserquelle. Das Forschungsprojekt „DigiWaVe“ bereitet die Grünflächenbewässerung mit digitaler, KI-gestützter Steuerung vor. Geplant ist eine Brauchwasserleitung ins Stadtzentrum. Da rechtliche Anforderungen für Bau und Betrieb noch ungeklärt sind, soll ein Austausch aller Akteure Risiken minimieren und die Akzeptanz fördern. In Bad Oeynhausen findet dieser Prozess bereits statt.
Automatisierte Erstellung digitaler Böschungsoberkanten und Gewässerrandstreifen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2025)
Vorgestellt wird eine Methode zum Erstellen von digitalen Böschungsoberkanten und Gewässerrandstreifen, die auf digitalen Geländemodellen und Open-Source-GIS-Software basiert. Über die Verarbeitung von hochauflösenden DGM-Daten und der Ableitung eines Ersatzfließgewässernetzes wurden die Böschungsoberkanten identifiziert und mit Attributen wie Gefälleneigung und Qualitätsklassen versehen. Für den Freistaat Sachsen konnten so über 63.600 km Böschungsoberkanten mit differenzierten Qualitätsmerkmalen und Abstandsflächen identifiziert werden.
Bewertung der Wirksamkeit von habitatverbessernden Maßnahmen zum Schutz der Fischpopulationen im Inn
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2025)
Am Inn werden großflächige Gewässerrenaturierungen durchgeführt, in deren Rahmen verschiedene Habitate, wie kiesgeprägte Laichplätze, Jungfischhabitate und deren Vernetzung durch unterschiedlich gestaltete Fischaufstiegsanlagen wiederhergestellt und unterhalten werden. Die umfassende wissenschaftliche Evaluierung dieser Maßnahmen erfolgt in einem mehrstufigen Ansatz. Dafür werden verschiedene Methoden eingesetzt, u. a. ein Monitoring von Renaturierungsmaßnahmen sowie die Implementierung einer modernen und langfristig angelegten PIT-Telemetrie-Infrastruktur. Zudem findet ein intensiver Austausch mit Interessengruppen statt, der zu einer besseren Koordination und erfolgreicheren Umsetzung der Maßnahmen beiträgt.
