Modellgestützte Bestimmung der hydraulischen Durchlässigkeit von Klüftigkeiten und der Grundwasserfließrichtung im Festgesteinsgrundwasserleiter unter Verwendung eines thermischen Tracers

Das Repräsentative Elementar Volumen eines Kluftgrundwasserleiters ist durch die inhomogene Struktur des Kluftnetzes schwierig zu definieren. Demzufolge gestaltet sich die Simulation von Strömungs- und Migrationsprozessen im Kluftgrundwasserleiter ebenfalls schwierig.

Ein großes Problem ist die exakte Beschreibung der hydraulischen Kluftverbindung und der hydraulischen Leitfähigkeit einzelner Klüfte. Die in dieser Arbeit vorgestellte Untersuchungsmethode nutzt faseroptische Temperaturmeßtechnik, um mittels eines thermischen Tracers Wärmemigrationsphänomene während der Abkühlung eines zuvor künstlich erwärmten Bohrloches aufzuzeichnen und die dabei stattgefundenen Strömungsprozesse durch numerische Berechnung zu rekonstruieren. Durch eine geeignete Versuchsanordnung und anschließender Datenauswertung mittels eines numerischen Wärmetauschermodells können hydraulische Durchlässigkeit, hydraulische Verbindung und Fließrichtung von den das Bohrloch schneidenden Klüften mit einer räumlichen Diskretisierung bis zu 0.25 m, bestimmt werden. Die Untersuchungsergebnisse eines solchen Versuchs werden vorgestellt und mit den Ergebnissen herkömmlicher Untersuchungsmethoden verglichen und diskutiert.



Copyright: © ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH
Quelle: 1. Karlsruher Altlastenseminar - 2000 (Juli 2000)
Seiten: 9
Preis inkl. MwSt.: € 4,50
Autor: Dr.-Ing. Martin Schreck

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